Gesellschaft für Informatik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gesellschaft für Informatik
(GI)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1969
Sitz Bonn
Zweck Interessenvertretung der Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik.
Vorsitz Christine Regitz
Geschäftsführung Daniel Krupka, Cornelia Winter
Beschäftigte 45
Mitglieder ca. 20.000 (2018)
Website gi.de

Die Gesellschaft für Informatik e. V. (abgekürzt GI) ist die größte Informatikfachvertretung im deutschsprachigen Raum. Sie ist eine gemeinnützige Fachgesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Informatik in Deutschland zu fördern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1969 beschäftigt sich die GI mit der Förderung der Informatik in Forschung, Lehre und Anwendung sowie der Weiterbildung auf diesem Gebiet. Der eingetragene gemeinnützige Verein zählt ca. 20.000 Mitglieder, darunter über 200 korporative (Unternehmens-)Mitglieder[1] und 1.000 Studierende (Stand Januar 2018).

Die GI ist Mitglied in der International Federation for Information Processing (IFIP) und dem Council for European Professional Informatics Societies (CEPIS). Sie hat außerdem Sitz und Stimme im Stiftungsrat der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring. Weiterhin ist sie unter anderem Gesellschafter des Leibniz-Zentrums für Informatik (LZI) auf Schloss Dagstuhl, des Fachinformationszentrums Karlsruhe (FIZ), der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI) und zusammen mit der Fraunhofer-Gesellschaft und dem Max-Planck-Institut für Informatik Trägerin der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Bundesweiten Informatikwettbewerbe.

In über 130 fachlich organisierten und über 30 regional strukturierten Gruppen (Stand: Januar 2018) werden Praxis- und Forschungserfahrungen ausgetauscht, herstellerneutrale Weiterbildung betrieben, Positionen gegenüber Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen entwickelt und gegenseitig beraten.[2]

Mit Veranstaltungen, Auszeichnungen und Wettbewerben wie den DevCamps[3], dem informatiCup[4], dem Informatik-Biber[5] oder dem Jugendwettbewerb Informatik fördert die Gesellschaft Verständnis und Interesse an Informatik, dem Nachwuchs und erbrachte Leistungen im Bereich der Informatik. Darüber hinaus berät sie Bundes- und Landesregierungen, Ministerien, Behörden und Parlamente in Fragen der Informatik und der Informationsverarbeitung.

Am 29. November 2012 eröffnete die GI ein Hauptstadtbüro in Berlin.[6]

Fachbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GI wird von einem vierköpfigen Vorstand, bestehend aus Präsident bzw. Präsidentin sowie drei Vizepräsidenten geleitet. Zusammen mit bis zu drei weiteren Mitgliedern bilden sie den erweiterten Vorstand. Dieser ist zudem Teil des Präsidiums. Neben dem erweiterten Vorstand umfasst das Präsidium die 13 Fachbereichssprecher, 2 Vertreter der Regionalgruppen, 3 Vertreter der assoziierten Gesellschaften, 14 weitere Präsidiumsmitglieder sowie die Geschäftsführung der GI.[8]

Dem aktuellen Vorstand (2021) gehören Präsidentin Christine Regitz, die Vize-Präsidentin Ulrike Lucke, Vize-Präsident Erhard Rahm und Vize-Präsident Martin Wolf[9] sowie Katharina Weitz und Jörg Desel als vom Präsidium gewählte Vorstände an.[10]

Tagungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die GI richtet regelmäßig umfangreiche Fachtagungen aus. Die GI-Jahrestagungen INFORMATIK finden jeweils in Kooperation mit Hochschulen und Industriepartnern im deutschsprachigen Raum an wechselnden Standorten statt. Die INFORMATIK 2017 fand unter dem Motto „Digitale Kulturen“ in Chemnitz statt.[11] Die INFORMATIK 2018 fand unter dem Motto „Zukunft der Arbeit – Zukunft der Informatik“ in Berlin statt. Die INFORMATIK 2022 findet unter dem Motto „Informatik in den Naturwissenschaften“ an der Universität Hamburg statt.[12] Die INFORMATIK-Tagungen der GI decken traditionell das gesamte Spektrum der Informatik ab.

Seit 1984 wird alle zwei Jahre eine Fachtagung Informatik und Schule (INFOS) durchgeführt.[13] Seit 1985 organisiert der Fachbereich DBIS die BTW-Tagungsreihe (Datenbanksysteme für Business, Technologie und Web). Der Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion organisiert seit 2001 die Konferenzreihe Mensch und Computer.[14] Die Fachbereiche und Fachgruppen der GI führen jährlich ca. 250 Veranstaltungen durch.

Ehrenmitglieder und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Personen sind Ehrenmitglieder der GI:

Die GI vergibt alle zwei Jahre die Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die Informatik. Darüber hinaus zeichnet die GI Personen, die sich besonders um die Informatik und die GI verdient gemacht haben, als GI-Fellow aus[15]. Herausragende junge Personen können als Junior-Fellow ausgezeichnet werden[16].

Assoziierte Gesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahl anderer Verbände mit Zusammenarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Korporative Mitglieder der GI
  2. Regionalgruppen der GI/ACM
  3. Devcamp
  4. informatiCup
  5. Erfolgreiche Informatik-Talente. In: mittelbayerische.de. 14. März 2019, abgerufen am 19. März 2019.
  6. Cornelia Winter: GI eröffnet Büro in Berlin. In: gi.de. 14. August 2012, abgerufen am 20. Januar 2020.
  7. Website des FB Grundlagen der Informatik. Abgerufen am 26. März 2021.
  8. https://gi.de/ueber-uns/leitung/vorstand/
  9. https://gi.de/meldung/christine-regitz-zur-praesidentin-der-gesellschaft-fuer-informatik-gewaehlt
  10. https://gi.de/meldung/katharina-weitz-und-joerg-desel-in-gi-vorstand-gewaehlt
  11. Homepage der INFORMATIK 2017 (Memento vom 21. Oktober 2021 im Internet Archive)
  12. https://informatik2022.gi.de/
  13. Website der INFOS
  14. Website der Mensch und Computer
  15. Fellows der GI
  16. Junior-Fellows der GI