GNS Gesellschaft für Nuklear-Service

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GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH

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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1977
Sitz Essen DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung

Hannes Wimmer

Mitarbeiterzahl

450

Umsatz 250 Mio. Euro
Branche Kerntechnik
Website www.gns.de
Stand: 2017

Die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS) ist ein auf Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Entsorgung und Stilllegung kerntechnischer Anlagen spezialisiertes Unternehmen. Ihr bekanntestes Produkt sind die Castor-Behälter für abgebrannte Brennelemente und hochradioaktive Abfälle. GNS entstand im Jahr 1977 aus der 1974 gegründeten GNT Gesellschaft für Nukleartransporte mbH.

Die GNS ist mit mehreren Standorten national sowie international vertreten und hat ihren Hauptsitz in der Frohnhauser Straße 67 in Essen. Die Unternehmen der GNS-Gruppe haben zusammen rund 450 Mitarbeiter und erzielen einen Umsatz von über 250 Millionen Euro.[1]

Eigentümer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschafter der GNS sind die Unternehmen PreussenElektra (48 %), die RWE-Tochter RWE Nuclear (28 %), die EnBW-Tochter Südwestdeutsche Nuklear-Entsorgungs-Gesellschaft (18,5 %) und Vattenfall Europe (5,5 %).[2]

Hauptbeteiligungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

GNS hält 100 % an der WTI Wissenschaftlich-Technische Ingenieurberatung GmbH in Jülich.[3]

Ehemalige Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Neuordnung der Verantwortlichkeiten in der kerntechnischen Entsorgung[4] hat GNS 2017 Ihren 75 %-Anteil an der Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe [5][6] sowie die 100%ige Beteiligungen an dem Transportbehälterlager Gorleben, dem Abfalllager Gorleben und dem Transportbehälterlager Ahaus [7][8] an den Bund abgegeben.

Bis zu ihrer Verschmelzung mit der GNS am 30. September 2004 bestand eine hundertprozentige Beteiligung an der Gesellschaft für Nuklear-Behälter mbH (GNB) – spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Nuklearbehältern (z. B. CASTOR-Behälter).[9]

Zurückgerufene CASTOR-Behälter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2014 hat die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) den Einsatz von insgesamt 44 Behälter für kerntechnische Abfälle mit hoher Wärmeentwicklung untersagt. Der Grund ist eine eventuell unvollständige Überprüfung der Behälter bei der Auslieferung. Vier Castoren sind bereits beladen und stehen im Zwischenlager am Kernkraftwerk Unterweser im Landkreis Wesermarsch. Das Bundesumweltministerium sagt dazu: „Dass Qualitätsvorschriften für Castorbehälter nicht eingehalten werden, ist schlicht nicht akzeptabel.“ [10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GNS - Unternehmen. Abgerufen am 30. August 2018.
  2. GNS - Gesellschafter und Beteiligung. Abgerufen am 30. August 2018.
  3. GNS - Gesellschafter und Beteiligung. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  4. Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung - Gefahrstofflagerung & Gefahrguttransport - News - JURION. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  5. GNS - Verkauf der DBE an den Bund unter Dach und Fach. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  6. BGE - Organisation. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  7. GNS - Zwischenlageraktivitäten der GNS an den Bund abgegeben. Abgerufen am 5. Oktober 2018.
  8. Neue Zwischenlager­gesellschaft in Essen gestartet – BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH. Abgerufen am 5. Oktober 2018 (deutsch).
  9. GNB ist mit GNS verschmolzen. GNS. Abgerufen am 26. November 2014.
  10. Sicherheitscheck fehlt: Castoren zurückgerufen. In: NDR. 5. September 2014, archiviert vom Original am 8. September 2014; abgerufen am 5. September 2014.