Gesetze zur Homosexualität

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Status von gleichgeschlechtlichen Paaren in Europa
  • Gleichgeschlechtliche Ehe
  • Eingetragene Partnerschaft
  • Unregistrierte Partnerschaft
  • Keine Anerkennung oder unbekannt
  • Ehe durch Verfassung nur als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert
  • Staatliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften in Nordamerika (Stand: 2009)
  • Gleichgeschlechtliche Ehe
  • Anerkennung im Ausland geschlossener gleichgeschlechtlicher Ehen
  • Andere Formen von Partnerschaften
  • Die gerichtliche Entscheidung über die Aufhebung der gesetzlichen und Verfassungsverboten der gleichgeschlechtlichen Ehe wird angefochten.
  • Es gibt weltweit viele unterschiedliche Gesetze, welche die sexuellen Beziehungen zwischen Menschen des gleichen Geschlechts zu regeln versuchen. Viele dieser Gesetze formulieren Verbote, wobei häufig nur das gleichgeschlechtliche Sexualverhalten unter Männern behandelt wird. Eine weitere häufige Ausprägung von Gesetzen zum Thema Homosexualität behandelt Alltagsaspekte, zum Beispiel den Güterstand, von gleichgeschlechtlichen Paaren. Dabei werden zum Beispiel eingetragene Partnerschaften geregelt oder Diskriminierungsverbote erlassen. Die Ausprägung der verschiedenen Gesetzgebungen variiert sehr stark. Während in manchen Ländern auch die zivilrechtliche Ehe für gleichgeschlechtliche Paare offensteht, sind in anderen Ländern sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Androhung der Todesstrafe verboten.

    Historische Entwicklung in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im § 20 des mittelassyrischen Gesetzes ca. aus dem Jahre 1100 v. Chr. wird männliche Homosexualität unter die Strafe der Kastration gestellt: „Wenn ein Mann seinem Genossen beiwohnt, man es ihm beweist und ihn überführt, so soll man ihm beiwohnen und ihn zu einem Verschnittenen machen.“[1]

    Das erste bekannte gesetzliche Verbot sexueller Beziehungen zwischen Männern unter Androhung der Todesstrafe bei Zuwiderhandlung stammt etwa aus dem Jahr 550 v. Chr. und wurde wohl während des jüdischen Babylonischen Exils im Buch Levitikus niedergeschrieben. Es ist umstritten, ob dieses Strafmaß je verhängt wurde. Jedenfalls sollte dadurch die Abgrenzung des Judentums vom Heidentum verstärkt werden, das man vor allem wegen seines Götzendienstes ablehnte.

    Gleichgeschlechtliche Beziehungen waren in einigen heidnischen Religionen erlaubt oder sogar geschätzt.

    Frühe Gesetze mit einer positiven gesellschaftlichen Wertung von Homosexualität gab es wohl um 600 v. Chr. im alten Kreta und Sparta, die jedem Mann eine päderastielle homoerotische Freundschaft auferlegten.

    In der römisch-vorchristlichen Gesetzgebung konnte sich der griechische Brauch nicht durchsetzen: Beischlaf zwischen Männern wurde moralisch nicht gutgeheißen, weil er – im Gegensatz zur Ansicht der Griechen – mit dem Männlichkeitsideal als nicht vereinbar angesehen wurde. Er war nur mit Sklaven erlaubt und ansonsten strafbar (Geldstrafe, im römischen Heer Prügelstrafe).

    Im 1. Jahrhundert nach Christus berichtet Tacitus im Kapitel 12 seines Buches Germania von der angeblichen Todesstrafe gegenüber sich sexuell passiv verhaltenden Männern (latein.: corpore infames) bei den Germanen: Sie „versenkt man in Kot und Sumpf, wobei noch Flechtwerk über sie gelegt wird.“[2][3] Aufgrund der innerhalb der historischen Forschung allerdings kontrovers diskutierten Frage nach der Glaubwürdigkeit der diesbezüglichen Aussage des Tacitus sowie aufgrund der Angaben anderer antiker Autoren zum Sexualleben der Germanen, denen zufolge bei manchen germanischen Völkerschaften gleichgeschlechtes Sexualverhalten auch akzeptiert worden sei, wird aktuell eher angenommen, Homosexualität habe zumindest bei einigen germanischsprachigen Völkern die Funktion eines Initiationsritus der Jungmannschaft gehabt und sei durchaus auch toleriert worden.[4][5]

    Nachdem das Christentum als Staatsreligion des römischen Reiches eingeführt war, bestand die Strafandrohung nach dem Codex des oströmischen Kaisers Theodosius I. in öffentlicher Verbrennung. Diese Strafe wurde jedoch selten angewendet, und Beischlaf zwischen Männern wurde ungeniert betrieben.[6] Der oströmische Kaiser Justinian I. hat in zweien der von ihm erlassenen Gesetze (justinianische Novellen von 538 und 559) die Sodom-Geschichte umgedeutet und als Strafe für den Beischlaf zwischen Männern die Enthauptung vorgesehen. Das diente nach Gisela Bleibtreu-Ehrenberg dazu, der Bevölkerung Gotteslästerer und Sodomiter als Sündenböcke zu präsentieren, die man für die damals häufigen Erdbeben und Pestwellen verantwortlich machen konnte. Insofern seien die Todesstrafen nicht durch das Christentum motiviert gewesen, sondern weltlich-politisch zu erklären[6].

    In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wandelte sich der Beischlaf zwischen Männern, der unter dem Begriff Sodomie gefasst wurde, von einer zwar sündigen, aber meist völlig legalen Praxis zu einem Verbrechen, das fast überall in Europa mit der Todesstrafe bedroht wurde.

    Im Zuge der Aufklärung, verstärkt durch die Französische Revolution, kam es zu einer Reihe von Reformen, die entweder die komplette Abschaffung der Sodomie-Gesetze wie in Frankreich oder zumindest die Umwandlung in eine Gefängnisstrafe zur Folge hatten.

    Mit dem Kolonialismus verbreiteten sich diese Verbote vor allem in britischen Kolonien, begleitet von der repressiven Sexualmoral der Viktorianischen Zeit. Im 19. Jahrhundert war der wissenschaftlich-medizinische Versuch, Homosexualität als Krankheit und nicht als moralisches Verbrechen zu beschreiben, ein erster emanzipatorischer Schritt, weil die Homosexualität als Krankheit straffrei bleiben konnte.

    In den Anfangsjahren der Sowjetunion war im Rahmen einer allgemeinen Reform der Sexualgesetze Homosexualität nicht mehr strafbar. Unter Stalin wurde 1934 die Strafbarkeit wieder eingeführt,[7] und diese Einstellung galt für Jahrzehnte in fast allen kommunistischen Ländern.

    Gegen Ende des 20. Jahrhunderts erfolgte dann in vielen Ländern der Welt die Entkriminalisierung der Homosexualität. Für Europa sehr maßgeblich waren hierbei die höchstgerichtlichen Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat mehrmals festgestellt, dass eine strafrechtliche Verfolgung homosexueller Handlungen menschenrechtswidrig sei.[8]

    Seit Anfang des 21. Jahrhunderts wird in verschiedenen Ländern weltweit die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet.

    Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die seit der Constitutio Criminalis Carolina geltende Strafdrohung gegen „widernatürliche Unzucht“ wurde nach der Reichsgründung in der konservativsten deutschen Version – der preußischen – als § 175 reichsweit übernommen und setzte damit liberalere Regelungen wie etwa die bayerische von 1813 außer Kraft. Die Nationalsozialisten strichen 1935 das Wort „widernatürlich“ und führten einen weiteren Paragrafen (175a RStGB) ein. Der so erheblich verschärfte § 175 StGB („Unzucht zwischen Männern“) wurde 1957 in der DDR faktisch außer Kraft gesetzt durch die mit der Strafrechtsänderungsgesetz von 1957 geschaffene Möglichkeit, von einer Strafverfolgung abzusehen, wenn eine gesetzwidrige Handlung mangels schädigender Folgen keine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft darstellt; in der Bundesrepublik wurde er 1969 auf sexuelle Handlungen mit Jugendlichen unter 21 Jahren beschränkt. Dieses so genannte Schutzalter wurde 1968 (Ost) bzw. 1973 (West) auf 18 Jahre herabgesetzt.

    1988 strich die Volkskammer der DDR ihre gegen Homosexualität gerichtete Sondergesetzgebung (§ 151 StGB) ersatzlos, das Schutzalter lag also wie bei Heterosexuellen bei 14 Jahren. Dieses Schutzalter war in den neuen Bundesländern bis zum 9. März 1994 rechtswirksam, zeitgleich existierte in den alten Bundesländern ein Schutzalter von 18 Jahren nach § 175.

    Der Deutsche Bundestag vereinheitlichte 1994 durch Aufhebung des § 175 das Schutzalter für Homo- und Heterosexuelle auf 14/16 Jahre im Zuge der Rechtsangleichung nach der deutschen Wiedervereinigung. Dadurch sank mit Wirkung zum 10. März 1994 das Schutzalter für Homosexuelle in Westdeutschland, während es in Ostdeutschland für Homo- und Heterosexuelle in Teilbereichen stieg.

    Seit Ende der 1990er bestimmte in Deutschland die staatliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren die rechtliche und gesellschaftliche Diskussion. Am 30. Juni 2017 beschloss der Bundestag die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.[9] Nachdem am 7. Juli auch der Bundesrat zugestimmt hatte, wurde das Gesetz am 21. Juli 2017 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet.[10]

    Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In der Schweiz wurde 1942 die Strafbarkeit von sexuellen Handlungen unter erwachsenen Männern abgeschafft und mit Art. 194 ein Schutzalter von 20 Jahren eingeführt, im Gegensatz zu 16 Jahren bei verschiedengeschlechtlichen Handlungen. Mit der Strafrechtsreform von Dezember 1990 wurde das unterschiedliche Schutzalter aufgehoben. Es gilt nun 16 Jahre als Schutzalter, wobei auch keine Strafbarkeit unter 16 Jahren besteht, wenn die Alter der Sexualpartner nicht höher als drei Jahren auseinanderliegen. Seit dem 1. Januar 2007 sind landesweit staatlicherseits gleichgeschlechtliche Paare infolge des Partnerschaftsgesetzes rechtlich anerkannt.

    Artikel 8 der Schweizerischen Bundesverfassung verbietet Diskriminierung aufgrund der Lebensform. Dies gilt aber nur in der Beziehung Bürger/Staat und nicht Bürger/Bürger.

    Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert galten in den österreichischen Ländern verschiedene Halsgerichtsordnungen (Landgerichtsordnungen), welche der Constitutio Criminalis Carolina sehr ähnlich waren.

    1768 führte Maria Theresia mit der Constitutio Criminalis Theresiana ein einheitliches Strafrecht für die österreichischen und böhmischen Lande ein, welches stark an die Carolina angelehnt war und auch noch die Todesstrafe für Sodomie (darunter extra homosexuelle Handlungen beiderlei Geschlechts) vorsah.

    1787 wurde sie vom großen Reformer Joseph II. durch sein Josephinisches Strafgesetz abgelöst, welches eine Todesstrafe nur mehr im Standrecht vorsah. Im Gegensatz zu anderen Delikten blieb das im Falle der Sodomie auch 1795, 1803 und 1933 so. Damit war Österreich das erste Land Europas, welches die Todesstrafe für Sodomie abschaffte. Stattdessen gab es öffentliche Züchtigung, zeitliche öffentliche Arbeit, strenges Gefängnis und Verbannung. Außerdem erwähnte es heterosexuelle „Unzucht wider die Natur“ nicht.

    Im Strafgesetzbuch von 1803 wurde in den §§ 113–114 mit dem Ausdruck „Unzucht wider die Natur“ wieder alles summiert und als Strafe Kerker zwischen 6 Monaten und einem Jahr eingeführt.

    Nach den §§ 129 I b (Tat) und 130 (Strafmaß) des Strafgesetzes (StG) von 1852 waren sexuelle Beziehungen zwischen Frauen und solche zwischen Männern als „Unzucht wider die Natur mit Personen desselben Geschlechts“ zur Gänze verboten und wurden mit schwerem Kerker von einem bis zu fünf Jahren bestraft. Zwischen 1920 und 1938 war Österreich, auf die Gesamtbevölkerung bezogen, bei der Anzahl der Verurteilungen europaweit führend. Im „Dritten Reich“ wurde das Strafgesetz nie angepasst, aber die Rechtsprechung im Oberlandesgericht wurde mit der Zeit angepasst, sodass sie in etwa dem verschärften § 175 im Altreich entsprach, und die Verurteilungen erreichten einen neuen Höhepunkt. Nach 1945 wurde wie vor 1938 weitergemacht.

    Die kleine Strafrechtsreform 1971 ersetzte dieses Totalverbot durch vier neue Bestimmungen des StG: (in Klammer die §-Nummer des Strafgesetzbuches (StGB) nach der großen Strafrechtsreform am 1. Jänner 1975)

    • § 129 I StG (§ 209 StGB): „[männliche] Gleichgeschlechtliche Unzucht mit Personen unter 18 Jahren“ (6 Monate – 5 Jahre)
    • § 500 StG (§ 210 StGB): „gewerbsmäßige [männliche] gleichgeschlechtliche Unzucht“ (Prostitution)
    • § 517 StG (§ 220 StGB): „Werbung für Unzucht mit Personen des gleichen Geschlechts“ (= Gutheißung)
    • § 518 StG (§ 221 StGB): „Verbindungen zur Begünstigung gleichgeschlechtlicher Unzucht“

    Das Werbeverbot wurde auch zur Begründung herangezogen, dass gleichgeschlechtliche Pornografie absolut unzüchtig und damit (auch in Sex-Shops) verboten ist.[11] 1988 wurde das Mindestalter des Täters auf 19 Jahre angehoben und somit ein Übergangsbereich geschaffen. 1989 wurde § 210 aufgehoben und 1997 die §§ 220 und 221. Es gab mehrere parlamentarische Anläufe auch § 209 abzuschaffen, von denen die knappste 1996 mit Stimmengleichheit ausging. Erst mit Erkenntnis (Sachentscheidung) vom 21. Juni 2002 hob der VfGH diese Bestimmung auf. Grund war die sich ändernde Strafbarkeit des älteren Partners im Laufe der Jahre bei ein und demselben Paar mit zwei Jahren Altersunterschied. Der VfGH gewährte aber der Regierung eine Schonfrist von 6 Monaten um die Schutzbestimmungen im Sexualstrafrecht anzupassen.

    Am 14. August 2002 trat der § 209 außer und die Ersatzlösung § 207 b in Kraft. Dieser ist zwar geschlechtsneutral formuliert, aber verfolgt und abgeurteilt werden noch überwiegend männliche gleichgeschlechtliche Beziehungen. Es gab kein Amnestiegesetz wie in Deutschland und die Vorstrafen wegen der alten §§ sind, unter Beachtung der Verjährungsfristen, oft bis heute evident (Stichtag 12. Juli 2005 insgesamt 1434 Personen, davon 558 wegen § 129 I b vor 1971). In den Fällen, in denen sich Betroffene an den EGMR gewandt haben, wurde bis jetzt in jedem Fall einer Verurteilung nach § 209 die Republik Österreich zur Aufhebung des Urteils und Schadensersatz verurteilt.

    Am 1. Jänner 2010 wurde das Institut der eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt.

    Es wurde eine Gleichstellung der Ehe ab 1. Jänner 2016 angekündigt. Seit Oktober 2017 prüfte der Verfassungsgerichtshof, das höchste Gericht Österreichs, auf dem Amtsweg das Eheverbot für homosexuelle Paare auf seine Verfassungskonformität.[12] Im Dezember beschloss er die Eheöffnung bis spätestens 1. Januar 2019.[13][14]

    Die gleichgeschlechtliche Ehe ist seit 1. Jänner 2019 in Österreich möglich.[15]

    Heutige Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Homosexualität legal
  • Gleichgeschlechtliche Ehen
  • Andere Formen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
  • Anerkennung (im In- oder Ausland geschlossener) gleichgeschlechtlicher Ehen
  • Bedingte Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften auf Bundes- jedoch nicht Landesebene
  • Keine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
  • Einschränkung der Meinungsfreiheit
  • Homosexualität illegal
  • De jure unter Strafe, de facto keine Strafverfolgung
  • Empfindliche Strafen
  • (lebenslängliche) Haft
  • Todesstrafe
  • Viele Länder dieser Welt haben heute noch Gesetze gegen gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen. In manchen Ländern wird es gerichtlich als eine Beleidigung der Ehre einer Person angesehen, jemanden öffentlich als homosexuell zu bezeichnen. Zum Beispiel verklagten Jason Donovan und Liberace eine Zeitung, die ihnen unterstellte, schwul zu sein, mit gerichtlichem Erfolg.[16] 2003 wurde Tony Halme, Mitglied des finnischen Parlamentes, mit rechtlichen Schritten gedroht, da er die Präsidentin Tarja Halonen als Lesbe bezeichnet haben soll – obwohl in beiden Ländern Homosexualität gesetzlich erlaubt ist.

    Heute sind homosexuelle Handlungen in allen westlichen Industrieländern straffrei. Strafgesetze existieren weiterhin in Teilen der so genannten Dritten Welt. Teilweise handelt es sich dabei um ein Erbe der europäischen Kolonialgeschichte, manchmal auch, wie in verschiedenen islamischen Staaten, um die Wiederbelebung religiöser Gesetze, die in früheren Zeiten nur selten angewandt worden waren. Auf der Ebene der UNO wurde 2008 eine UNO-Deklaration gegen die Diskriminierung von Homosexuellen und gegen die Strafbarkeit von Homosexualität in der Dritten Welt gestartet. Zu den Unterzeichnern gehören alle 27 EU-Staaten, alle südamerikanischen Staaten der Mercosur sowie unter anderem Kanada, Israel, Australien, Neuseeland und Japan. Im März 2009 erklärten die Vereinigten Staaten diese UNO-Deklaration zu unterzeichnen.[17]

    Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In einigen Ländern bzw. Jurisdiktionen ist die Ehe bisher für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet worden:

    Diese ist jedoch nicht überall mit den gleichen Rechten verbunden. So ist in Portugal zwar die Stiefkindadoption leiblicher Kinder erlaubt, aber die gemeinsame Adoption nichtleiblicher Kinder durch gleichgeschlechtliche Paare ist verboten.[19] Die Zivilehen in den US-Bundesstaaten werden von der US-Bundesregierung für Zwecke, die dem Bund zustehen (Besteuerung, Einwanderung etc.), seit 2013 anerkannt, seit 2015 auch in jeder anderen Hinsicht. Ehen des Coquille-Stammes verleihen bestimmte Stammesrechte an das eingeheiratete Mitglied des Stamms.

    Weltweite Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Dies ist eine Liste mit Gesetzen aus aller Welt, die sich mit Homosexualität befassen. Sie ist alphabetisch nach Kontinenten geordnet. Diese Liste kann jedoch nicht aussagen, wie Homosexualität generell in einem Land gesehen wird. Viele Nationen, die negative Gesetze dazu hatten oder noch haben, können auch Gesellschaftsformen sein, die Homosexualität nicht aktiv verfolgen. Wiederum gibt es Länder, in denen keine/kaum Gesetze gegen Homosexualität existieren, Homosexuelle aber gesellschaftlich geächtet oder sogar verfolgt werden. Schutz davor, z. B. in Form von Antidiskriminierungsgesetzen, ist nicht immer gewährleistet.

    Da es Staaten mit (teil-)autonomen Gebieten gibt, die abweichende gesetzliche Regelungen haben, sind diese extra aufgelistet.

    Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande:

    Land Homo-
    sexuelle
    Handlungen
    Höchst-
    strafe
    Mindest-
    strafe
    Gleichgeschl.
    Partnerschaft
    oder Ehe
    Antidis-
    kriminierungs-
    gesetz
    Bemerkungen
    * AgyptenÄgypten Ägypten Nein illegal 3 Jahre nein Bestraft als „gewohnheitsmäßige Unzucht“; Siehe auch Homosexualität in Ägypten
    * AlgerienAlgerien Algerien Nein illegal 3 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Algerien
    * AngolaAngola Angola Ja legal –– nein Siehe Homosexualität in Angola, seit Januar 2019 legal[20]
    * ÄquatorialguineaÄquatorialguinea Äquatorialguinea Ja legal nein Siehe Homosexualität in Äquatorialguinea
    * AthiopienÄthiopien Äthiopien Nein illegal 3 Jahre 10 Tage nein Siehe Homosexualität in Äthiopien
    * BeninBenin Benin Ja legal nein Siehe Homosexualität in Benin
    * BotswanaBotswana Botswana Ja legal nein Siehe Homosexualität in Botswana; das Urteil gegen das Strafgesetz ist noch nicht rechtskräftig[21]
    * Burkina FasoBurkina Faso Burkina Faso Ja legal nein Siehe Homosexualität in Burkina Faso
    BurundiBurundi Burundi Nein illegal 2 Jahre Bußgeld nein Im April 2009 wurde Homosexualität illegalisiert.[22]
    DschibutiDschibuti Dschibuti Ja legal nein Zwar bestehen keine Verbote, dafür muss aber mit ablehnenden Reaktionen der Bevölkerung und der Behörden gerechnet werden.[23][24][25]
    * ElfenbeinküsteElfenbeinküste Elfenbeinküste Ja legal nein Siehe Homosexualität in der Elfenbeinküste
    EritreaEritrea Eritrea Nein illegal 3 Jahre 10 Tage nein  
    EswatiniEswatini Eswatini Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    Freiheitsstrafe Bußgeld nein  
    * GabunGabun Gabun Ja legal - nein Gabun hat 2020 Homosexualität nach kurzzeitiger Strafbarkeit legalisiert.[26][27] Siehe Homosexualität in Gabun
    * GambiaGambia Gambia Nein illegal 14 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Gambia
    * GhanaGhana Ghana Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    ? ? nein Siehe Homosexualität in Ghana
    * Guinea-aGuinea Guinea Nein illegal 3 Jahre 6 Monate nein Siehe Homosexualität in Guinea
    * Guinea-BissauGuinea-Bissau Guinea-Bissau Ja legal nein Siehe Homosexualität in Guinea-Bissau
    * KamerunKamerun Kamerun Nein illegal 5 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Kamerun
    Kap VerdeKap Verde Kap Verde Ja legal nein Siehe Homosexualität in Kap Verde
    * KeniaKenia Kenia Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Kenia
    KomorenKomoren Komoren Nein illegal 5 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität auf den Komoren
    * Kongo Demokratische RepublikDemokratische Republik Kongo Demokratische Republik Kongo Ja legal nein Siehe Homosexualität in der Demokratischen Republik Kongo
    *Kongo RepublikRepublik Kongo Republik Kongo Ja legal nein Siehe Homosexualität in der Republik Kongo
    LesothoLesotho Lesotho Ja legal nein seit 2012 legal[28]
    * LiberiaLiberia Liberia Nein illegal Bußgeld Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Liberia
    * LibyenLibyen Libyen Nein illegal 5 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Libyen
    * MadagaskarMadagaskar Madagaskar Ja legal nein Siehe Homosexualität in Madagaskar
    * MalawiMalawi Malawi Nein illegal 5 Jahre[29] nein Siehe Homosexualität in Malawi
    * MaliMali Mali Ja legal nein Siehe Homosexualität in Mali
    * MarokkoMarokko Marokko Nein illegal 3 Jahre 6 Monate nein Siehe Homosexualität in Marokko
    * MauretanienMauretanien Mauretanien Nein illegal Tod Tod nein Siehe Homosexualität in Mauretanien
    MauritiusMauritius Mauritius Nein illegal 5 Jahre Bußgeld nein  
    * MosambikMosambik Mosambik Ja legal ja (seit 2007) Siehe Homosexualität in Mosambik
    * NamibiaNamibia Namibia Ja legal Verboten[30] nein Siehe Homosexualität in Namibia[31]
    NigerNiger Niger Ja legal nein Siehe Homosexualität in Niger
    * NigeriaNigeria Nigeria Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre
    bzw. Tod
    Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Nigeria „Geschlechtsverkehr unnatürlicher Art“, wobei der Kommentar zu den Strafrechtskapiteln als Terminus „unnatürliche Delikte“ beinhaltet: Sodomie, Analverkehr und Bestialität. Eine massive und weltweit[32] umstrittene[33] Verschärfung der Gesetze, welche dann auch soziale Beziehungen wie Restaurantbesuch sowie Medienkonsum einschränkt wird derzeit beraten.[34] In 12 nördlichen Bundesstaaten gilt die Sharia, in der als Maximalstrafe die Todesstrafe durch Steinigung[35] vorgesehen ist.[36]
    RuandaRuanda Ruanda Ja legal nein  
    * SambiaSambia Sambia Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre nein Siehe Homosexualität in Sambia; Artikel 87 des Strafgesetzbuches beschreibt H. als „Vergehen gegen die Moral“ und Artikel XV, Paragraf 155 stellt „Geschlechtsverkehr gegen die Natur“ unter Strafe.[37][38][39]
    * SansibarSansibar Sansibar (halbautonomer Teilstaat Tansanias) Nein illegal 25 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Tansania: Die Insel Sansibar gehört zum Staat Tansania, hat aber eine eigenständige Gesetzgebung welche seit 13. April 2004 für Männer 25 Jahre Gefängnis vorsieht (mit Mord gleichgesetzt) und für Frauen bis zu 7 Jahre.[40] Dies gilt auch bei Leben, Feiern oder Arrangieren von gleichgeschlechtlichen Heiraten oder Lebensgemeinschaften.[41]
    Sao Tome und PrincipeSão Tomé und Príncipe São Tomé und Príncipe Ja legal[42] nein Siehe Homosexualität in São Tomé und Príncipe
    * SenegalSenegal Senegal Nein illegal 5 Jahre 1 Jahr nein Homosexualität in Senegal[43][44]
    SeychellenSeychellen Seychellen Ja legal nein Nicht strafbar, es gibt jedoch Verurteilungen aufgrund des „Sittenverbrechens“.
    * Sierra LeoneSierra Leone Sierra Leone Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    lebenslänglich ja? Siehe Homosexualität in Sierra Leone, Die Antikorruptionskommission ließ verlauten, dass qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland unter einem besonderen Schutz stehen, der sogar Diskriminierung aufgrund der Sexualität verbietet.
    * SimbabweSimbabwe Simbabwe Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    3 Jahre Geldstrafe nein Siehe Homosexualität in Simbabwe; seit Juni 2006 gibt es ein Gesetz gegen „Sexuelle Abnormalitäten“. Damit ist Sodomie als „Handlung, die Kontakt zwischen zwei Männern beinhaltet und von einer vernünftigen Person als unanständige Handlung angesehen wird“ definiert und somit sogar Händchenhalten u. ä. strafbar.[45][46]
    SomaliaSomalia Somalia Nein illegal 3 Jahre 3 Monate nein Gebiete unter der Schari'a bestrafen mit dem Tod.
    * SudafrikaSüdafrika Südafrika Ja legal Ehe ja Weltweit fünftes Land und einziges in Afrika mit Ehe für Gleichgeschlechtliche. Siehe Homosexualität in Südafrika
    * SudanSudan Sudan Nein illegal lebenslang nein Siehe Homosexualität im Sudan: Strafgesetz an die Schari'a angelehnt. Die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen wurde 2020 abgeschafft.[47]
    SudsudanSüdsudan Südsudan Nein illegal 10 Jahre nein
    * TansaniaTansania Tansania Nein illegal 14 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Tansania: Auf dem Festland gilt das alte Kolonialgesetz, welches für Geschlechtsverkehr zwischen männlichen Homosexuellen bis zu 14 Jahre Haft vorsieht.[41] Wenn Minderjährige (<18) beteiligt sind, kann daraus bis lebenslang werden.[48][49]
    Für die Insel Sansibar siehe den eigenständigen Eintrag.
    * TogoTogo Togo Nein illegal 3 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Togo
    TschadTschad Tschad Nein illegal Siehe Homosexualität in Tschad
    * TunesienTunesien Tunesien Nein illegal 3 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Tunesien
    * UgandaUganda Uganda Nein illegal 20 Jahre Bußgeld Verboten nein Siehe Homosexualität in Uganda: Seit 2000 stehen männliche wie weibliche Homosexualität unter Strafe. Durch eine Verfassungsänderung wurde das Eingehen einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft (auch im Ausland, auch aus Asylgründen) unter Strafe gestellt.[50]
    Zentralafrikanische RepublikZentralafrikanische Republik Zentralafrikanische Republik Nein illegal 2 Jahre Geldstrafe nein Siehe Homosexualität in der Zentralafrikanischen Republik

    Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande:

    Land Homo-
    sexuelle
    Handlungen
    Höchst-
    strafe
    Mindest-
    strafe
    Gleichgeschl.
    Partnerschaft
    oder Ehe
    Antidis-
    kriminierungs-
    gesetz
    Bemerkungen
    AfghanistanAfghanistan Afghanistan Nein illegal 15 Jahre 5 Jahre nein H. Handlungen gelten noch immer als Verbrechen, aber die Todesstrafe (wie unter den Taliban) wird nicht weiter verhängt. Das Gesetz von 1976 sieht jedoch immer noch die Freiheitsstrafe vor.[51]
    ArmenienArmenien Armenien Ja legal nein Siehe Homosexualität in Armenien
    AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan Ja legal nein Siehe Homosexualität in Aserbaidschan
    BahrainBahrain Bahrain Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    10 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Bahrain
    BangladeschBangladesch Bangladesch Nein illegal lebenslänglich 10 Jahre nein  
    BhutanBhutan Bhutan Nein illegal ? ? nein  
    BruneiBrunei Brunei Nein illegal 10 Jahre / Todesstrafe Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Brunei
    * China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China Ja legal nein Ehegesetz wird überarbeitet. Siehe Homosexualität in China
    GeorgienGeorgien Georgien Ja legal ja Siehe Homosexualität in Georgien
    HongkongHongkong Hongkong (Sonderverwaltungszone der Volksrep. China) Ja legal In Erwägung Ehe noch unter Erwägung. 2005 stellte das Parlament das Mindestalter für den Beischlaf mit dem für Heterosexuelle gleich.
    * IndienIndien Indien Ja legal ja nein Im Juli 2009 erklärte der Delhi High Court das Verbot h. Handlungen für verfassungswidrig.[52] Am 11. Dezember 2013 hob der Supreme Court diese Entscheidung auf und erklärte den Paragraphen 377 für verfassungsgemäß, Bestrafung von Homosexualität sei kein Verfassungsbruch. Das Urteil stellt es der Politik aber frei, den Paragraphen 377 durch ein Gesetz abzuschaffen.[53] Am 6. September 2018 hob der Supreme Court das Verbot homosexueller Handlungen als verfassungswidrig auf.[54] Siehe Homosexualität in Indien
    * IndonesienIndonesien Indonesien Ja legal außer in der Provinz Aceh[55] nein Ein Antrag aus 2003, h. Handlungen zu verbieten, ist gescheitert. Siehe Homosexualität in Indonesien
    IrakIrak Irak Nein illegal ? ? nein Todesstrafe sollte 2001 eingesetzt werden. Die US-Besatzung setzte ein Gesetz von 1969 wieder in Kraft. Nach diesem wird gem. § 393 I bestraft, wer mit einem Mann oder einer Frau mit oder ohne deren Zustimmung Analverkehr hat.
    * IranIran Iran Nein illegal Tod; Bei Frauen 100 Peitschenhiebe Männer und Frauen: 100 Peitschenhiebe nein Geschlechtsanpassende Operation wird vom Staat unterstützt, um Geschlechtsidentität zu heilen. Hinrichtungen von H. werden jedoch fortgesetzt. Im Jahre 2005 wurden die Jugendlichen Mahmoud Asgari und Ayaz Marhoni gehängt, offiziell wegen der Vergewaltigung eines 13-jährigen Jungen. Während einige westliche Medien und Organisationen der Ansicht waren, das Urteil wäre allein wegen homosexueller Handlungen gefällt worden[56], sahen andere, wie Human Rights Watch, keinen Beweis für einvernehmliche homosexuelle Handlungen und hielten einen Übersetzungsfehler für möglich.[57] Siehe Homosexualität im Iran
    * IsraelIsrael Israel Ja legal Anerkennung im Ausland geschlossener, gleichgeschlechtlicher Ehen. Einführung von Eingetragenen Partnerschaften sind in Beratung ja Breite Unterstützung für Legalisierung der gleichgeschl. Ehe. Paaren stehen Adoptionsrecht und Steuerprivilegien zu. Siehe Homosexualität in Israel
    * JapanJapan Japan Ja legal ja* In Tokyo gibt es ein Antidiskriminierungsgesetz. Jedoch übermäßig starke Opposition zum Partnerschaftsgesetz. Siehe Homosexualität in Japan
    JemenJemen Jemen Nein illegal Tod Tod nein  
    * JordanienJordanien Jordanien Ja legal nein siehe Homosexualität in Jordanien
    * KambodschaKambodscha Kambodscha Ja legal nein Siehe Homosexualität in Kambodscha
    KasachstanKasachstan Kasachstan Ja legal nein siehe Homosexualität in Kasachstan
    * KatarKatar Katar Nein illegal 5 Jahre Bußgeld nein siehe Homosexualität in Katar
    KirgisistanKirgisistan Kirgisistan Ja legal nein  
    KuwaitKuwait Kuwait Nein illegal 7 Jahre Bußgeld nein  
    LaosLaos Laos Ja legal nein Das amerikanische Außenministerium berichtet, dass H. nicht diskriminiert werden. Dies wurde durch Interviews von H. in Laos von 1992 bestätigt.
    * LibanonLibanon Libanon Ja legal ? nein Siehe Homosexualität im Libanon
    MacauMacau Macau (Sonderverwaltungszone der Volksrep. China) Ja legal nein  
    * MalaysiaMalaysia Malaysia Nein illegal 20 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Malaysia; der ehemalige stellvertretende Ministerpräsident Anwar Ibrahim, der selbst wegen seiner angeblichen Homosexualität eingesperrt wurde, hat Einspruch erhoben. Die Tochter des Ministerpräsidenten Mahathir Mohamad, Marina Mahathir, rief im Oktober 1998 zu einem Ende der Diskriminierung auf Grund der Sexualität auf.[58] Doch ihr Vater warnte im Oktober 2001 schwule Minister anderer Länder sein Land zu besuchen.[59]
    MaledivenMalediven Malediven Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    10 Jahre Bußgeld nein  
    MongoleiMongolei Mongolei Ja legal nein  
    MyanmarMyanmar Myanmar Nein illegal lebenslänglich 10 Jahre nein  
    * NepalNepal Nepal Ja legal In Beratung ja* Siehe Homosexualität in Nepal. Schutz der sexuellen Orientierung in der Verfassung von 2010 verankert, seit Dezember 2007 Homosexualität nicht mehr strafbar
    Korea NordNordkorea Nordkorea Ja legal nein Öffentliche Erwähnung von H. ist gesellschaftlich tabu, wird aber rational behandelt und als natürlich (jedoch nicht dem Ideal entsprechend) betrachtet. Nordkoreaner haben kaum Bezug zu dem Term "Homosexualität" und sehen darin eher eine Veranschaulichung von westlichem Kapitalismus und einem vom Konsum gezeichneten "Dive-Lifestyle", als eine sexuelle Orientierung. In der Koreanischen Volksarmee kommen homosexuelle Partnerschaften, im Westen als "revolutionäre Genossenschaften" übersetzt, häufig vor und werden als natürlich betrachtet.
    OmanOman Oman Nein illegal 3 Jahre Bußgeld nein  
    OsttimorOsttimor Osttimor Ja legal nein
    * PakistanPakistan Pakistan Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    lebenslänglich 2 Jahre nein Siehe Homosexualität in Pakistan
    Palastina AutonomiegebietePalästina Palästina Ja legal (Frauen)
    Ja legal (Männer, Westjordanland) / Nein illegal (Männer, Gaza)
    nein
    * PhilippinenPhilippinen Philippinen Ja legal In Beratung nein Siehe Homosexualität auf den Philippinen
    * TaiwanRepublik China (Taiwan) Republik China (Taiwan) Ja legal Ehe ja Nach Entscheidung des Verfassungsgerichts bis 2019 zu beschließen. Siehe Homosexualität in Taiwan
    * Saudi-ArabienSaudi-Arabien Saudi-Arabien Nein illegal Tod Strafe nein Siehe Homosexualität in Saudi-Arabien
    * SingapurSingapur Singapur Nein illegal lebenslänglich 2 Jahre nein Siehe Homosexualität in Singapur. Gesetz wird selten gebraucht, normalerweise nur dann, wenn die Verbreitung von AIDS befürchtet wird, wie z. B. bei Sexpartys. Regierung hat offiziell zur Tolerierung gegenüber Verschiedenartigkeit aufgerufen. Ehem. Ministerpräsident Goh Chok Tong gab an, dass offen Schwule ohne Probleme in der zivilen Arbeitswelt angestellt werden können.
    Sri LankaSri Lanka Sri Lanka Nein illegal 10 Jahre Bußgeld nein De jure illegal, jedoch faktisch geduldet. Eine offizielle Entkriminalisierung bzw. Legalisierung von Homosexualität ist geplant (Siehe Homosexualität in Sri Lanka)
    * Korea SudSüdkorea Südkorea Ja legal ja Siehe Homosexualität in Südkorea (Artikel 31 der Nationalen Menschenrechtskommission besagt, dass „niemand aufgrund seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf“)
    * SyrienSyrien Syrien Nein illegal 3 Jahre Bußgeld nein H. gilt nach Artikel 520d des syrischen Strafgesetzes als „widernatürliche Praktiken“. Siehe Homosexualität in Syrien
    TadschikistanTadschikistan Tadschikistan Ja legal nein  
    * ThailandThailand Thailand Ja legal In Beratung nein Siehe Homosexualität in Thailand
    * TurkeiTürkei Türkei Ja legal nein Siehe Homosexualität in der Türkei
    TurkmenistanTurkmenistan Turkmenistan Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    2 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität in Turkmenistan
    UsbekistanUsbekistan Usbekistan Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    3 Jahre Bußgeld nein  
    Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate Vereinigte Arabische Emirate Nein illegal Freiheitsstrafe, Verhängung der Todesstrafe umstritten[60] keine nein Allgemein gilt die Schari'a, wird aber in den großen Emiraten durch spezielle Gesetze eingeschränkt (keine Todesstrafe). In Abu Dhabi liegt die Höchststrafe bei 14 Jahren Haft (Artikel 80 des StGB von Abu Dhabi), in Dubai bei 10 Jahren (Artikel 177 des StGB von Dubai). Genaue Rechtslage ist unklar und auch unter Experten umstritten. Üblich sind aber Verurteilungen zu ca. 5–6 Jahren Haft. Siehe Homosexualität in den Vereinigten Arabischen Emiraten
    * VietnamVietnam Vietnam Ja legal Unregistrierte gleichgeschlechtliche Partnerschaft nein Siehe Homosexualität in Vietnam

    Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Homosexuelle Handlungen sind in allen ganz oder teilweise in Europa gelegenen Ländern legal. Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande:

    Land Homo-
    sexuelle
    Handlungen
    Gleichgeschl.
    Partnerschaft
    oder Ehe
    Antidis-
    kriminierungs-
    gesetz
    Bemerkungen
    * AlbanienAlbanien Albanien Ja legal (in Beratung) ja Siehe Homosexualität in Albanien
    * AndorraAndorra Andorra Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Siehe Homosexualität in Andorra
    * BelgienBelgien Belgien Ja legal Ehe ja Belgien war weltweit das zweite Land, das nach den Niederlanden 2003 die gleichgeschlechtliche Ehe legalisierte. Siehe Homosexualität in Belgien
    * Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina Ja legal ja Gleichstellungsgesetz seit 2003; siehe Homosexualität in Bosnien und Herzegowina
    * BulgarienBulgarien Bulgarien Ja legal ja Siehe Homosexualität in Bulgarien
    * DanemarkDänemark Dänemark Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Dänemark
    * DeutschlandDeutschland Deutschland Ja legal Ehe[10] Ja Siehe Homosexualität in Deutschland
    * EstlandEstland Estland Ja legal Eingetragene Partnerschaft[61] ja Siehe Homosexualität in Estland
    * FaroerFäröer Färöer (autonomes Gebiet des Königreichs Dänemark) Ja legal Ehe[62] ja Siehe Homosexualität auf den Färöern
    * FinnlandFinnland Finnland Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Finnland
    * FrankreichFrankreich Frankreich Ja legal Ehe (seit 2013) ja Siehe Homosexualität in Frankreich
    * GibraltarGibraltar Gibraltar (britisches Überseegebiet) Ja legal Ehe[63] Siehe Homosexualität im Vereinigten Königreich
    * GriechenlandGriechenland Griechenland Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Siehe Homosexualität in Griechenland
    * GuernseyGuernsey Guernsey (Kronbesitzung der britischen Krone) Ja legal Ehe[64] Siehe Homosexualität im Vereinigten Königreich
    * IrlandIrland Irland Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Irland; Am 22. Mai 2015 wurde per Volksabstimmung eine Verfassungsänderung und damit die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule beschlossen.[65]
    * IslandIsland Island Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Island
    * Isle of ManIsle of Man Isle of Man (Kronbesitzung der britischen Krone) Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität im Vereinigten Königreich
    * ItalienItalien Italien Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Siehe Homosexualität in Italien. Ein Gesetz zur landesweiten Einführung von eingetragenen Partnerschaften trat am 5. Juni 2016 in Kraft.[66][67]
    * JerseyJersey Jersey (Kronbesitzung der britischen Krone) Ja legal Ehe[68] Siehe Homosexualität im Vereinigten Königreich
    * KosovoKosovo Kosovo Ja legal ja Siehe Homosexualität im Kosovo
    * KroatienKroatien Kroatien Ja legal Eingetragene Partnerschaft[69] ja Siehe Homosexualität in Kroatien
    * LettlandLettland Lettland Ja legal ja Gleichgeschlechtliche Ehe in der Verfassung verboten. Siehe Homosexualität in Lettland
    * LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein Ja legal Eingetragene Partnerschaft In Erwägung Siehe Homosexualität in Liechtenstein
    * LitauenLitauen Litauen Ja legal – (in Beratung) ja* *Wird durch Gesetz gegen "Förderung der Homosexualität" unterlaufen. Siehe Homosexualität in Litauen
    * LuxemburgLuxemburg Luxemburg Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Luxemburg
    * MaltaMalta Malta Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Malta
    * Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau Ja legal ja Siehe Homosexualität in Moldawien
    * MonacoMonaco Monaco Ja legal Eingetragene Partnerschaft nein Siehe Homosexualität in Monaco
    * MontenegroMontenegro Montenegro Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Siehe Homosexualität in Montenegro
    * NiederlandeNiederlande Niederlande Ja legal Ehe ja Die Niederlande waren weltweit das erste Land, das die gleichgeschlechtliche Ehe 2001 erlaubte. Siehe Homosexualität in den Niederlanden
    * NordmazedonienNordmazedonien Nordmazedonien Ja legal ja Siehe Homosexualität in Nordmazedonien
    * NorwegenNorwegen Norwegen Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Norwegen
    * OsterreichÖsterreich Österreich Ja legal Ehe ja (nur die Arbeitswelt betreffend) Siehe Homosexualität in Österreich
    * PolenPolen Polen Ja legal ja Siehe Homosexualität in Polen
    * PortugalPortugal Portugal Ja legal Ehe ja Portugal erlaubte als achtes Land weltweit 2010 die gleichgeschlechtliche Ehe. Siehe Homosexualität in Portugal
    * RumänienRumänien Rumänien Ja legal ja Siehe Homosexualität in Rumänien
    * RusslandRussland Russland No legal nein „Homo-Propaganda“ steht seit 2013 wieder unter Strafe. Siehe Homosexualität in Russland
    * San MarinoSan Marino San Marino Ja legal Eingetragene Partnerschaft[70] nein Siehe Homosexualität in San Marino
    * SchwedenSchweden Schweden Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Schweden
    * SchweizSchweiz Schweiz Ja legal Eingetragene Partnerschaft; (Einführung der Ehe in Beratung) ja* In Art. 8 der Bundesverfassung[71]
    Siehe auch Homosexualität in der Schweiz
    * SerbienSerbien Serbien Ja legal – (in Beratung) ja Siehe Homosexualität in Serbien
    * SlowakeiSlowakei Slowakei Ja legal ja Siehe Homosexualität in der Slowakei
    * SlowenienSlowenien Slowenien Ja legal Eingetragene Partnerschaft[72]; (demnächst) Ehe ja Siehe Homosexualität in Slowenien
    * SpanienSpanien Spanien Ja legal Ehe ja Spanien erlaubte als drittes Land weltweit 2005 aufgrund diverser Gesetzesinitiativen die gleichgeschlechtliche Ehe. Siehe Homosexualität in Spanien
    * TschechienTschechien Tschechien Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Eingetragene Partnerschaft gegen Veto des Präsidenten mit absoluter Mehrheit beschlossen.[73] Das Gesetz ist am 1. Juli 2006 in Kraft getreten.[74] Siehe Homosexualität in Tschechien
    * UkraineUkraine Ukraine Ja legal ja Siehe Homosexualität in der Ukraine. Auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim ist ukrainisches Recht nicht durchsetzbar, dort gilt de facto russisches Recht, siehe Homosexualität in Russland.
    * UngarnUngarn Ungarn Ja legal Eingetragene Partnerschaft; (Einführung der Ehe in Beratung) ja Siehe Homosexualität in Ungarn
    * VatikanstadtVatikan Vatikanstadt Ja legal nein H. ist gesetzlich legal, aber gegen die Lehre der Staatskirche. Siehe Homosexualität in der Vatikanstadt
    * Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Ja legal Ehe in England, Wales[75] und Schottland[76];

    Eingetragene Partnerschaft

    ja Siehe Homosexualität im Vereinigten Königreich
    * WeissrusslandWeißrussland Weißrussland Ja legal nein Siehe Homosexualität in Weißrussland
    * Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Siehe Homosexualität in Zypern

    Nord- und Mittelamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Homosexuelle Handlungen sind auf dem gesamten nord- und mittelamerikanischen Festland legal. Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande:

    Land Homo-
    sexuelle
    Handlungen
    Höchst-
    strafe
    Mindest-
    strafe
    Gleichgeschl.
    Partnerschaft
    oder Ehe
    Antidis-
    kriminierungs-
    gesetz
    Bemerkungen
    Jungferninseln AmerikanischeAmerikanische Jungferninseln Amerikanische Jungferninseln Ja legal Ehe amerikanisches Hoheitsgebiet unter der Souveränität der Vereinigten Staaten
    Antigua und BarbudaAntigua und Barbuda Antigua und Barbuda Nein illegal 15 Jahre Strafe für Männer und Frauen
    ArubaAruba Aruba (autonomes Gebiet des Königreichs der Niederlande) Ja legal ja Nach Auffassung der Niederländischen Regierung muss das zum Niederl. Königreich gehörende Aruba gleichgeschl. Ehen anerkennen, wogegen sich aber die Regierung in Aruba stellt. Gegen eine Gerichtsentscheidung zugunsten der Niederl. Regierung hat Aruba Rechtsmittel eingelegt.
    * BahamasBahamas Bahamas Ja legal nein Siehe Homosexualität auf den Bahamas
    * BarbadosBarbados Barbados Nein illegal lebenslänglich nein Gesetze werden überprüft.

    Siehe Homosexualität auf Barbados

    * BelizeBelize Belize Ja legal ja Siehe Homosexualität in Belize
    BermudaBermuda Bermuda (britisches Überseegebiet) Ja legal In Erwägung  
    Jungferninseln BritischeBritische Jungferninseln Britische Jungferninseln (britisches Überseegebiet) Ja legal  
    * Costa RicaCosta Rica Costa Rica Ja legal Ehe nein Siehe Homosexualität in Costa Rica
    DominicaDominica Dominica Nein illegal 10 Jahre nein Siehe Homosexualität auf Dominica
    Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik Ja legal nein Siehe Homosexualität in der Dominikanischen Republik
    El SalvadorEl Salvador El Salvador Ja legal nein Siehe Homosexualität in El Salvador
    GrenadaGrenada Grenada Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    10 Jahre nein Siehe Homosexualität in Grenada
    GuadeloupeGuadeloupe Guadeloupe (französisches Überseegebiet) Ja legal Ehe[77] ja  
    GuatemalaGuatemala Guatemala Ja legal ja Siehe Homosexualität in Guatemala
    HaitiHaiti Haiti Ja legal nein Siehe Homosexualität in Haiti
    HondurasHonduras Honduras Ja legal nein Siehe Homosexualität in Honduras; Verbot von gleichgeschlechtlicher Ehe und Adoption seit 2005 in Verfassung.
    * JamaikaJamaika Jamaika Nein illegal (Männer)[78]
    Ja legal (Frauen)
    10 Jahre 2 Jahre nein §76 des Offenses against the Person Act (aus britischer Kolonialzeit) ahndet männlichen h. Verkehr als das abscheuliche Verbrechen der Sodomie mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Siehe Homosexualität in Jamaika
    Cayman IslandsCayman Islands Cayman Islands (britisches Überseegebiet) Ja legal ja  
    *KanadaKanada Kanada Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Kanada
    * KubaKuba Kuba Ja legal nein Siehe Homosexualität in Kuba[79]
    MartiniqueMartinique Martinique (französisches Überseegebiet) Ja legal Ehe[80] ja  
    * MexikoMexiko Mexiko Ja legal unterschiedlich* ja * Zivilgemeinschaften in Coahuila und Ehe in Mexiko-Stadt

    Siehe Homosexualität in Mexiko

    Niederlandische AntillenNiederländische Antillen Niederländische Antillen (autonomes Gebiet des Königreichs der Niederlande) Ja legal ja Nur Anerkennung von in den Niederlanden geschlossenen Ehen.
    NicaraguaNicaragua Nicaragua Ja legal nein Siehe Homosexualität in Nicaragua; im Zuge einer Strafrechtsreform durch die sandinistische Regierung wurde die Strafbarkeit homosexueller Handlungen mit Wirkung zum März 2008 abgeschafft.[81]
    PanamaPanama Panama Ja legal nein Siehe Homosexualität in Panama[82]
    Saint Kitts NevisSt. Kitts Nevis St. Kitts und Nevis Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    10 Jahre nein Siehe Homosexualität auf St. Kitts und Nevis
    Saint LuciaSt. Lucia St. Lucia Nein illegal 10 Jahre Bußgeld nein Siehe Homosexualität auf St. Lucia
    Saint Vincent GrenadinenSt. Vincent und die Grenadinen St. Vincent und die Grenadinen Nein illegal 10 Jahre ? nein Siehe Homosexualität auf St. Vincent und den Grenadinen
    * Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago Ja legal nein Siehe Homosexualität in Trinidad und Tobago
    Turksinseln und CaicosinselnTurks- und Caicosinseln Turks- und Caicosinseln (britisches Überseegebiet) Ja legal nein  
    * Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten Ja legal (landesweit seit 2003) Ehe (landesweit seit 2015) unterschiedlich1 1 Antidiskriminierungsgesetze nur teilweise auf kommunaler bzw. bundesstaatlicher Ebene. (Siehe auch Homosexualität in den Vereinigten Staaten)

    Ozeanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande:

    Land Homo-
    sexuelle
    Handlungen
    Höchst-
    strafe
    Mindest-
    strafe
    Gleichgeschl.
    Partnerschaft
    oder Ehe
    Antidis-
    kriminierungs-
    gesetz
    Bemerkungen
    Samoa AmerikanischAmerikanisch-Samoa Amerikanisch-Samoa (Außengebiet der Vereinigten Staaten) Ja legal nein [83]
    * AustralienAustralien Australien Ja legal Eingetragene Partnerschaft; Ehe ja Siehe Homosexualität in Australien
    CookinselnCookinseln Cookinseln Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre Bußgeld nein  
    FidschiFidschi Fidschi Ja legal ja Nach einer Gerichtsentscheidung wurde das Strafgesetz überarbeitet.[84]
    Franzosisch-PolynesienFranzösisch-Polynesien Französisch-Polynesien (französisches Überseegebiet) Ja legal Ehe[85] nein  
    GuamGuam Guam (Außengebiet der Vereinigten Staaten) Ja legal Ehe[86] nein  
    KiribatiKiribati Kiribati Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre Bußgeld nein  
    MarshallinselnMarshallinseln Marshallinseln Ja legal nein Entkriminalisierung bei Strafrechtsreform 2004[87]
    Mikronesien Foderierte StaatenMikronesien Mikronesien Ja legal nein  
    NauruNauru Nauru Ja legal nein 2016 legalisiert[88]
    NeukaledonienNeukaledonien Neukaledonien (französisches Überseegebiet) Ja legal Ehe[89] nein  
    * NeuseelandNeuseeland Neuseeland Ja legal Ehe[90] ja Siehe Homosexualität in Neuseeland
    NiueNiue Niue Ja legal nein  
    PalauPalau Palau Ja legal nein Die Legalisierung erfolgte 2014.[91]
    Papua-NeuguineaPapua-Neuguinea Papua-Neuguinea Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre Bußgeld nein  
    SalomonenSalomonen Salomonen Nein illegal[92] 14 Jahre Bußgeld nein Homosexualität ist de jure illegal, wird jedoch nicht mehr verfolgt. Die Legalisierung wird seit 2009 im Parlament diskutiert.
    SamoaSamoa Samoa Nein illegal 7 Jahre Bußgeld nein Homosexuelle Handlungen werden trotz Verbot strafrechtlich nicht verfolgt. Ein 2011 gestellter Antrag, welcher die offizielle Legalisierung homosexueller Handlungen forderte, wurde jedoch verworfen.
    TokelauTokelau Tokelau (abhängiges Gebiet Neuseelands) Ja legal nein  
    TongaTonga Tonga Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    10 Jahre Bußgeld nein  
    TuvaluTuvalu Tuvalu Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    14 Jahre Bußgeld nein  
    VanuatuVanuatu Vanuatu Ja legal nein  
    Wallis FutunaWallis und Futuna Wallis und Futuna (französisches Überseegebiet) Ja legal Pacte Civil de Solidarité ?  

    Südamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Homosexuelle Handlungen sind in ganz Südamerika außer Guyana legal. Zu Ländern, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind, gibt es einen gesonderten Artikel über Homosexualität in diesem Lande:

    Land Homo-
    sexuelle
    Handlungen
    Höchst-
    strafe
    Mindest-
    strafe
    Gleichgeschl.
    Partnerschaft
    oder Ehe
    Antidis-
    kriminierungs-
    gesetz
    Bemerkungen
    * ArgentinienArgentinien Argentinien Ja legal Ehe In einigen Städten Siehe Homosexualität in Argentinien
    * BolivienBolivien Bolivien Ja legal – (in Beratung) ja Siehe Homosexualität in Bolivien
    * BrasilienBrasilien Brasilien Ja legal Ehe In einigen Städten und Regionen Nur einige Regionen schützen vor Diskriminierung. Andere haben keinerlei Gesetze dazu. Siehe Homosexualität in Brasilien
    * ChileChile Chile Ja legal Eingetragene Partnerschaft ja Eingetragene Partnerschaft parlamentarisch Januar 2015 verabschiedet. Siehe Homosexualität in Chile
    * EcuadorEcuador Ecuador Ja legal Ehe ja Siehe Homosexualität in Ecuador
    FalklandinselnFalklandinseln Falklandinseln (britisches Überseegebiet) Ja legal Ehe nein  
    Franzosisch-GuayanaFranzösisch-Guayana Französisch-Guayana (französisches Überseegebiet) Ja legal Ehe ja  
    * GuyanaGuyana Guyana Nein illegal (Männer)
    Ja legal (Frauen)
    lebenslänglich In Erwägung Legalisierung von Homosexuellen Handlungen wird derzeit diskutiert. Siehe Homosexualität in Guyana
    * KolumbienKolumbien Kolumbien Ja legal Ehe ja Im Juli 2011 entschied das Verfassungsgericht, dass gleichgeschlechtliche Paare das Recht auf eine gleichgeschlechtliche Ehe haben. Das Parlament wurde durch das Urteil verpflichtet, bis 20. Juni 2013 ein Gesetz zur Eheöffnung zu verabschieden. Im April entschied das Verfassungsgericht mit sofortiger Wirkung die Ehe landesweit zu öffnen. Siehe Homosexualität in Kolumbien
    * ParaguayParaguay Paraguay Ja legal nein Siehe Homosexualität in Paraguay
    * PeruPeru Peru Ja legal – (in Beratung) ja Siehe Homosexualität in Peru
    * SurinameSuriname Suriname Ja legal nein Siehe Homosexualität in Suriname
    * UruguayUruguay Uruguay Ja legal Ehe ja Die Eheöffnung wurde im April 2013 verabschiedet.[93] Siehe Homosexualität in Uruguay
    * VenezuelaVenezuela Venezuela Ja legal – (in Beratung) In Beratung Siehe Homosexualität in Venezuela


    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • Int. Bar Association, H. Graupner, Ph. Tahmindjis: Sexuality and Human Rights, Haworth Press, 2005, ISBN 1-56023-555-1.
    • Marc Schüffner: Eheschutz und Lebenspartnerschaft, Duncker & Humblot 2007, ISBN 3-428-12438-3.
    • Manfred Bruns / Rainer Kemper, LPartG – Handkommentar, Baden-Baden, 2. Auflage, 2005, ISBN 978-3-8329-1182-9.
    • Christian Schäfer: Widernatürliche Unzucht (§§ 175, 175a, 175b, 182 a.F. StGB). Reformdiskussion und Gesetzgebung seit 1945, Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag, 2006.
    • Kai Sommer: Die Strafbarkeit der Homosexualität von der Kaiserzeit bis zum Nationalsozialismus: Eine Analyse der Straftatbestände im Strafgesetzbuch und in den Reformentwürfen (1871–1945), Frankfurt am Main: Peter Lang, 1998.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Deutsch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Englisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Texte aus der Umwelt des Alten Testaments. Neue Folge. Band 1: Texte und Dokumente zum Rechts- und Wirtschaftsleben, S. 83; siehe auch: Nissinen,M./Stjerna,K.: Homoeroticism in the Biblical World: A Historical Perspective, 2004, S. 25.
    2. Bleibtreu-Ehrenberg,Gisela: Tabu Homosexualität. Die Geschichte eines Vorurteils, 1983 (=Bleibtreu-Ehrenberg), S. 17.
    3. Alfons Städele (Hrsg.): Tacitus. In: Cornelius Tacitus. Agricola. Germania. (Sammlung Tusculum). München; Zürich 1991, S. 334.
    4. Vgl. z. B.: Reinhard, Wolfgang: Lebensformen Europas. Eine historische Kulturanthropologie, 2. Auflage, München 2006.
    5. Greenberg, David: The Construction of Homosexuality, Chicago, London 1988, S. 242–255.
    6. a b Bleibtreu-Ehrenberg.
    7. Vgl. zur Entwicklung in den Anfangsjahren der Sowjetunion: Reich,Wilhelm: Die sexuelle Revolution, Frankfurt 1971, S. 211–214.
    8. [EGMR, NJW 1984, 541 (Fall Dudgeon gegen Vereinigtes Königreich); EUGRZ 1992, 477 (Fall Norris gegen Irland); ÖJZ 1993, 821 (Fall Modinos gegen Zypern)]
    9. Felicitas Wilke: Das ändert sich für homosexuelle Paare. Süddeutsche Zeitung vom 30. Juni 2017
    10. a b Steinmeier unterzeichnet Gesetz zur Ehe für alle. Spiegel online vom 21. Juli 2017
    11. beispielsweise Entscheidungstext OGH 11Os76/88, 22. November 1988, im Rechtsinformationssystem des Bundes.
    12. VfGH prüft Eheöffnung für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich. Kurier vom 17. Oktober 2017
    13. Verfassungsgericht erlaubt Ehe für alle in Österreich. In: Die Zeit, abgerufen am 5. Dezember 2017.
    14. Verfassungsgericht erlaubt in Österreich die "Ehe für alle". In: Süddeutsche Zeitung, abgerufen am 5. Dezember 2017.
    15. Öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare
    16. novo-magazin.de: Verleumdungsklagen und Maulkörbe: ITN gegen den Rest der Welt, Novo Nr. 27, März/April 1997, S. 28.
    17. Der Standard:USA gegen Diskriminierung von Homosexuellen
    18. Taiwan: Verfassungsgericht öffnet die Ehe. queer.de vom 24. Mai 2017)
    19. taz.de: Portugal führt Homoehe ein, 8. Januar 2010.
    20. CNN: Angola has decriminalized same-sex relationships, rights group says
    21. Botswana government to appeal against law legalising gay sex. The Guardian vom 6. Juli 2019 (englisch), abgerufen am 6. Juli 2019
    22. Amnesty International: Burundi abolishes the death penalty but bans homosexuality (englisch)
    23. auswaertiges-amt.de: Dschibuti / Reise- und Sicherheitshinweise / Besondere Strafrechtliche Vorschriften, Stand 1. Dezember 2006.
    24. unhcr.org: Djibouti: Situation of homosexuals in Djibouti; treatment by the public and by the authorities; state protection available (2002-2004) December 2004.
    25. talesmag.com: Real Answers to Real Questions – Djibouti, August 2005.
    26. Reuters: Gabon senate votes to decriminalise homosexuality
    27. [1]: Queer.de: Gabun verbietet Homosexualität
    28. ILGA.org: Sponsored Homophobia, Seite 142 (PDF-Dokument) (Memento des Originals vom 10. Oktober 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ilga.org
    29. auswaertiges-amt.de: Malawi – Besondere strafrechtliche Vorschriften, Stand 9. Mai 2006.
    30. Keine Chance für Homo-Ehe, Allgemeine Zeitung, 3. März 2011.
    31. washingtonpost.com: Emily Wax: Namibia Chips Away at African Taboos on Homosexuality, 24. Oktober 2005.
    32. BBC-Report: Die UNO befürchtet bei Verabschiedung des Gesetzes eine Weiterverbreitung von AIDS/HIV
    33. queer:EU:Resolution gegen Nigeria
    34. queer.de: Nigeria geht härter gegen Schwule vor, 11. Dezember 2006.
    35. Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 21. März 2007: Schwere Zeiten für Homosexuelle in Nigeria (Memento vom 28. Juli 2012 im Internet Archive)
    36. auswaertiges-amt.de: Nigeria – Reise- und Sicherheitshinweise – Besondere Strafrechtliche Bestimmungen, Stand vom 8. Dezember 2006.
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