Gesine Cukrowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gesine Cukrowski beim Deutschen Fernsehpreis 2012
Gesine Cukrowski auf der Berlinale 2009

Gesine Cukrowski [t͡suˈkʁovski] (* 23. Oktober 1968 in West-Berlin[1]) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schule und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesine Cukrowski, Tochter einer gelernten Krankenschwester und freischaffenden Künstlerin und eines Ingenieurs, besuchte das katholische Gymnasium St. Marien in Berlin-Neukölln. Nach dem Abitur schloss sie ein Grundstudium in den Fächern Germanistik und Theaterwissenschaften ab und studierte im Anschluss jeweils ein Semester lang Religionswissenschaften und Psychologie in Berlin. Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie im Studententheater. Anschließend absolvierte sie ihr Studium an der Schauspielschule Maria Körber, wo sie auch ihren Abschluss machte.[2]

Ihren Gesangsmeisterkurs legte Gesine Cukrowski bei der Brecht- und Weill-Chansonnière Gisela May ab. Anfang 2001 machte die Schauspielerin sich mit ihrer Filmproduktionsfirma „affect film“ selbständig.[3]

Fernseh- und Theatererfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 gab Gesine Cukrowski ihr Kinodebüt in Hellmuth Costards Film Aufstand der Dinge. Ihren Durchbruch im Fernsehen hatte sie an der Seite von Benno Fürmann in der RTL-Serie aus dem Ruhrpott Und tschüss!.[4] Mit dem Film Die Schläfer gelang der Schauspielerin 1998 ein großer Erfolg, ebenso mit der ZDF-Serie Der letzte Zeuge, in der sie von 1998 bis 2007 an der Seite von Ulrich Mühe und Jörg Gudzuhn eine Gerichtsmedizinerin spielte. Nach dem Tod Mühes erklärte Gesine Cukrowski nach Gesprächen mit dem ZDF über die Süddeutsche Zeitung, dass sie „aus Respekt und Zuneigung zu ihrem verstorbenen Serienpartner Ulrich Mühe“ für weitere Folgen nicht zur Verfügung stehen werde; die Serie wurde daraufhin eingestellt. Im Theater war Cukrowski insbesondere in den späten 1990er Jahren sehr erfolgreich. Einen Höhepunkt in ihrer Karriere stellte ihr Auftritt bei den Salzburger Festspielen 1999 dar, wo sie die Hauptrolle der Cressida spielte. 1999 gehörte sie zum festen Ensemble des Theater Basel, das zum Theater des Jahres gekürt wurde. Dort konnte die Berlinerin insbesondere mit der Bachmann-Inszenierung von Tankred Dorsts Merlin große Erfolge feiern. Ein Jahr später kehrte sie nach Berlin zurück. 2001 spielte Gesine Cukrowski eine Nebenrolle im – von der Kritik verrissenen – US-amerikanischen Psycho-Thriller Feardotcom.[5] Die Hauptrollen waren mit der aus Ronin bekannten Natasha McElhone und dem Academy-Award-nominierten irischen Schauspieler Stephen Rea besetzt.

Weiteres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 nahm Gesine Cukrowski ihr erstes Hörbuch auf; sie las den Kriminalroman Der Vierzehnte Stein der französischen Autorin Fred Vargas.
  • Gesine Cukrowski unterstützt insbesondere mit dem Hamburger Verein Sternipark e.V. hilfsbedürftige Menschen. Der Verein kümmert sich unter anderem um werdende Mütter, die ihr Baby anonym zur Welt bringen möchten. Seit 2010 ist sie Vorstandsvorsitzende der in Hamburg ansässigen Stiftung Findel-Baby Mütter in Not.[6]
  • Gesine Cukrowski unterstützt die Welthungerhilfe und besuchte im Juli 2015 Projekte der Hilfsorganisation in Uganda.[7] Im November 2016 wurde sie in das Kuratorium der Welthungerhilfe gewählt.[8]
  • Die Schauspielerin lebt mit ihrer Tochter (* 2001) und ihrem Lebensgefährten, dem Drehbuchautor Michael Helfrich, in Berlin. Nach dem Tod der Schauspielerin Susanne Lothar im Juli 2012 übernahmen Gesine Cukrowski und Michael Helfrich die Vormundschaft für eines der Kinder aus der Ehe Susanne Lothars und des 2007 verstorbenen Ulrich Mühe, mit dem sie von 1998 bis 2007 in der Krimiserie Der letzte Zeuge zusammengearbeitet hatte.[9]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gesine Cukrowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Interview mit Gesine Cukrowski in der Berliner Morgenpost, abgerufen am 16. Januar 2017
  2. Gesine Cukrowski, in: Internationales Biographisches Archiv 19/2011 vom 10. Mai 2011, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 22. November 2013 (Artikelanfang frei abrufbar)
  3. Gesine Cukrowski Starguide bei prisma.de. Abgerufen am 22. November 2013.
  4. Porträt Gesine Cukrowski bei kino.de. Abgerufen am 22. November 2013.
  5. FeardotCom bei rottentomatoes.com
  6. Stiftung Findelbaby bei sternipark.de
  7. Gesine Cukrowski erzählt auf dem Roten Sofa von ihrem Engagement für verschiedene soziale Projekte. In: http://www.ndr.de. Abgerufen am 30. November 2016.
  8. Welthungerhilfe - Kuratorium. In: http://www.welthungerhilfe.de. Abgerufen am 30. November 2016.
  9. Biographie: Gesine Cukrowski bei wdr.de (Memento vom 21. November 2011 im Internet Archive)
  10. Gesine Cukrowski bei schlag-agentur.de. Abgerufen am 6. Januar 2016.
  11. Dora Heldt: Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt Online-Filmdatenbank bei ofdb.de