Gestaltabweichung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gestaltabweichungen technischer Oberflächen werden laut DIN 4760 in sechs unterschiedliche Grade unterteilt, wobei sich Gestaltabweichungen erster bis vierter Ordnung überlagern und damit die reale Oberflächenbeschaffenheit eines Körpers bestimmen.

Gestaltabweichung Bezeichnung
1. Ordnung Formabweichungen
2. Ordnung Welligkeit
3. Ordnung Rauheit in Form von Rillen
4. Ordnung Rauheit in Form von Riefen, Schuppen, Kuppen
5. Ordnung Rauheit der Gefügestruktur
6. Ordnung Gitteraufbau des Werkstoffs

Weicht die reale Oberflächenbeschaffenheit von der in der technischen Zeichnung definierten und geforderten Oberflächenbeschaffenheit ab, so liegt ein entsprechender Fehler vor. Gestaltabweichungen 1. bis 4. Ordnung sind im Normalfall an der Oberfläche des Werkstücks erkennbar und werden daher auch als Oberflächenfehler bezeichnet. Fehler höherer Ordnung sind nur noch unter dem Mikroskop bzw. Elektronenmikroskop nachweisbar.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]