Getrennte Bestattung

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Die Getrennte Bestattung ist eine Form der Teilbestattung, bei der die Bestattung der inneren Organe getrennt vom übrigen Körper erfolgt. Besonders der separaten Herzbestattung kam bis in die Neuzeit eine große Bedeutung zu.

Die getrennte Bestattung des Leichnams wurde im Laufe der Geschichte aus unterschiedlichen Motiven praktiziert. Dazu gehörten religiöse oder soziale Vorstellungen der Memoria ebenso wie politische Zielsetzungen der Repräsentation, auch praktische Gründe der Leichenkonservierung spielten stets eine wichtige Rolle.[1]

Im Mittelalter und in der Neuzeit wurden getrennte Bestattungen in erster Linie bei hochgestellten Verstorbenen des geistlichen und weltlichen Standes vorgenommen, etwa bei Päpsten und Bischöfen, Monarchen und bedeutenden Adeligen.

Praktische Gründe[Bearbeiten]

Bereits in der Antike war bekannt, dass sich die auf künstlichem Wege eingeleitete Konservierung eines Leichnams durch das Entfernen des Gehirns, der inneren Organe und der Eingeweide erheblich verbessern und vereinfachen lässt. Bei der Mumifizierung im Alten Ägypten wurde das Herz nach Möglichkeit im Körper belassen, die Eingeweide aber separat vom Leichnam beigesetzt. Entnommen wurden Leber, Lunge, Magen und Gedärm und separat von der Mumie in Kanopen aufbewahrt.[2][3][4][5]

In Europa begünstigten ähnliche Erkenntnisse im Mittelalter die Ausbreitung der getrennten Bestattung von Herz, Innereien und Körper, die Herzbestattung erreichte ihren Höhepunkt dann im 17. Jahrhundert.[6]

Vielen Fürsten und Monarchen wurde nach dem Tod das Herz und teilweise auch die Eingeweide entnommen und getrennt vom Körper bestattet. Dies kam besonders dann zur Anwendung, wenn zwischen dem Eintreten des Todes und der Beisetzung eine lange Zeitspanne lag. Bei besonders hochgestellten Personen wurde im Hochmittelalter zeitweise das Verfahren des „mos teutonicus“ praktiziert, bei dem der Leichnam durch Abkochen in Fleisch und Knochen zerlegt wurde. Er wurde so zwar nicht als Ganzes konserviert, aber man hatte so die Möglichkeit, wenigstens die Gebeine an ihren Bestimmungsort zu überführen, ohne dass während der Reise noch Verwesung eintreten konnte. Das Verfahren kam vorwiegend bei auf Kriegsschauplätzen gefallenen oder im Ausland sowie auf Reisen verstorbenen Herrschern zum Einsatz, etwa bei Kaiser Lothar III. Er starb am 3. Dezember 1137 bei Breitenwang in Tirol und wurde am 31. Dezember 1137 im Kaiserdom Königslutter begraben. Als Kaiser Friedrich I. während des Dritten Kreuzzugs am 10. Juni 1190 im Fluss Saleph nahe Seleucia (Kilikien) ums Leben kam, wurde sein Leichnam ebenfalls auf diese Weise bestattet. Sein Herz und seine Eingeweide wurden in Tarsos beigesetzt, sein Fleisch Anfang Juli in der Peterskirche von Antiochia, während die Knochen von seinem Sohn Friedrich V. von Schwaben mindestens bis Tyrus mitgeführt wurden, wohl um sie in Jerusalem zu bestatten.[7]

Auch im Fall der Babenberger-Herzöge Friedrich I. († 1198)[8] und Leopold VI. von Österreich († 1230)[9] wurde dieses Verfahren angewandt. Teilbestattungen dieser Art waren aus praktischen Gründen erzwungen. Besonders im Fall der Kreuzfahrer war es aufgrund der damals fehlenden technischen Möglichkeiten unmöglich, einen Leichnam intakt aus dem Mittelmeerraum in die Heimat zu überführen.

Im Fall des berühmten Heerführers Bertrand du Guesclin († 1380) führte eine Mischung aus praktischen und persönlichen Gründen zu einer getrennten Bestattung: In Châteauneuf-de-Randon in der Auvergne (Südfrankreich) gefallen, hatte er den Wunsch geäußert, in seiner Heimat Dinan in der Bretagne begraben zu werden. Der Leichnam wurde für die Überführung einbalsamiert, wobei seine Eingeweide entnommen und in der Dominikanerkirche von Le Puy bestattet wurden. Die Konservierung war jedoch nicht erfolgreich und der Leichnam begann während der Überführung zu zerfallen. In Montferrand wurde das Fleisch schließlich entsprechend dem „mos teutonicus“ von den Knochen gekocht und in der Franziskanerkirche des Ortes bestattet. Das Herz wurde vorher entnommen. Wegen der Verdienste du Guesclins um das Königreich ordnete der französische König Karl V. an, die Gebeine in der Königsgrablege Saint-Denis bei Paris zu bestatten. Das Herz dagegen bestattete man nach dem Wunsch du Guesclins in seiner bretonischen Heimat, in der Dominikanerkirche von Dinan, später verlegte man das Grab in die Kirche Saint Sauveur in Dinan. Du Guesclin ist also an vier Stellen begraben.

Stich (1758) der „Herzogsgruft“ im Wiener Stephansdom. Neben den Sarkophagen sind in der Abbildung auch zahlreiche Urnen für Herz- bzw. Eingeweidebestattungen der Habsburger zu erkennen.

Die Teilung in Herz, Innereien und Körper entsprach so den praktischen Notwendigkeiten bei Überführungen oder lange dauernden Leichenfeiern. Die Aufteilung der Körper nahm im mittelalterlichen Europa schließlich institutionelle Formen an, die im Hofzeremoniell besonders der katholischen Herrscherhäuser bis in die Neuzeit weiterlebten. Das Herz als „edelster Teil des Menschen“ sollte dabei stets einen würdigen Platz erhalten. Dem Leichnam selbst war aufgrund der technischen Möglichkeiten hingegen keine dauerhafte Konservierung zugesichert,[10] da es nach dem Stand der damaligen Technik noch nicht möglich war, den natürlichen Zerfall auf Dauer zu verhindern. Es musste genügen, wenn ein verstorbener Herrscher für wenige Tage aufgebahrt werden konnte. Als Kaiser Friedrich III. 1493 in Linz starb, wurde sein Leichnam einen Tag lang in der großen Stube des Linzer Schlosses öffentlich ausgestellt, dann nach Wien überführt und im Stephansdom beigesetzt. Sein Herz und seine Eingeweide wurden hingegen bereits in Linz bestattet und erhielten ihren Platz in der Stadtpfarrkirche.

Die getrennte Bestattung blieb ungeachtet aller methodischen Fortschritte auf dem Gebiet der Leichenkonservierung über Jahrhunderte in Gebrauch. Sie konnte sich selbst dann noch halten, als man Anfang des 19. Jahrhunderts begann, Leichen durch das Einspritzen konservierender Flüssigkeiten in den Blutkreislauf auch von innen her zu behandeln. Herz, Gehirn und Eingeweide wurden dennoch meist wie bisher entnommen und getrennt bestattet. Dieses Verfahren kam z. B. 1821 bei Napoleon Bonaparte, 1832 bei seinem Sohn Napoleon Franz und 1847 bei dessen Mutter Marie-Louise zum Einsatz.[1]

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts revolutionierte die Entdeckung des Formaldehyds (1855) die Leichenkonservierung, sodass die Entfernung von Herz und Eingeweiden unnötig wurde und sich eine langfristige Erhaltung des Leichnams allein durch den Einsatz von Chemikalien erreichen ließ.[1] Bei den Habsburgern in Wien wurde die Entfernung von Herz und Eingeweiden letztmals 1878 beim Tod von Kaiser Franz Josephs Vater Erzherzog Franz Karl praktiziert, danach ging man auch am österreichischen Hof zur Anwendung von Formaldehyd über. Der Vatikan folgte der Entwicklung wenig später. Seit Sixtus V. († 1590) waren den verstorbenen Päpsten die inneren Organe entnommen und in Rom beim Trevi-Brunnen in der Kirche „St. Vinzenz und Anastasius“ aufbewahrt worden, die Körper meist in den Vatikanischen Grotten unter dem Petersdom.[11] Leo XIII. († 1903) wurde noch auf diese Weise bestattet, sein Nachfolger Pius X. schaffte die Organentnahme ab. Bei toten Päpsten wurde das Blut seither ebenfalls durch eine konservierende Flüssigkeit mit Formaldehyd ersetzt.[12]

Religion und Repräsentation[Bearbeiten]

Neben den genannten praktischen Gründen gab es auch eine Reihe von religiösen bzw. sozialen Vorstellungen (siehe Memorialwesen) und politischen Überlegungen der Repräsentation, die zur Ausbreitung der getrennten Bestattung beitrugen.

Herzgrab Robert Bruces († 1329) in Melrose Abbey (Schottland)
Herzgrab König Franz' II. († 1560) in Saint-Denis (Paris)
Herzurne Ludwigs XVII. († 1795) in Saint-Denis (Paris)
Herzgrab Frédéric Chopins († 1849) in der Heiligkreuzkirche in Warschau
Herzurne Léon Gambettas († 1882) im Panthéon (Paris)
Herzgrab Thomas Hardys († 1928) in Stinsford, Dorset
Stele hinter dem Altar der Loretokapelle (Kloster Muri) mit den Herzurnen von Kaiser Karl I. († 1922) und Kaiserin Zita († 1989)

Aus dem Frühmittelalter gibt es Hinweise in Bestattungsritualen, die darauf hindeuten, dass das Herz nach dem Tod aus dem Körper entfernt wurde, um getrennt von diesem beigesetzt zu werden.[13] Ein Grund für diese Vorgehensweise könnte die seit der Antike verbreitete Sicht gewesen sein, dass das Herz der Sitz der Seele und des Charakters einer Person sei. Das Konzil von Vienne entschied 1311, dass die Seele im ganzen Körper des Menschen beheimatet wäre, nicht nur im Herzen.[6] Dennoch entwickelte sich aus diesen Überlegungen die Herzbestattung als ein politisch-religiöses Ritual, das im Spätmittelalter und der Neuzeit besonders bei hochgestellten Persönlichkeiten zur Anwendung kam. Durch die Aufteilung des Körpers konnte man eine Mehrfachbestattung vornehmen. Da die Wahl der Grablege besonders im Mittelalter und noch in der frühen Neuzeit stets eine höchst symbolträchtige Handlung war, konnte ein Herrscher durch die Aufteilung seiner sterblichen Überreste mehreren religiösen Institutionen seine Verbundenheit bezeugen und ihre Gebete für sein Seelenheil erbitten.

Kaiser Heinrich III. († 1056) verfügte, dass sein Herz nicht mit seinem Körper in der Kaisergruft im Dom zu Speyer, sondern in der Kaiserpfalz Goslar in der Kapelle „St. Simon und Judas“ seine letzte Ruhestätte finden sollte. Ein anderes Beispiel ist Richard I. Löwenherz († 1199), dessen Körper nach seinem Tod in der Belagerung von Châlus in der Ahnengruft der Anjou in der Abtei Fontevrault bestattet wurde. Sein Herz brachte man nach Rouen in der Normandie, sein Gehirn in die Abtei Charroux.

Die Könige von Frankreich ließen ihre Körper in ihrer Familiengrablege in der Kathedrale von Saint-Denis bei Paris bestatten, das Herz und die Eingeweide jedoch getrennt in Klöstern ihrer Wahl, denen sie besonders nahe standen. Besonders bedeutend war in dieser Hinsicht das Jakobinerkloster Paris. Durch diese Praxis vermehrten sich auch die Grabmäler: statt eines konnte es nun mehrere Grabmäler eines Monarchen geben. Im Fall König Ludwigs IX. wird dies besonders deutlich, da seine sterblichen Überreste nach seiner Heiligsprechung zudem als Reliquien galten. Er starb am 25. August 1270 in Karthago, seine Gebeine wurden am 22. Mai 1271 in Saint-Denis bestattet. Anlässlich seiner Heiligsprechung wurden sie am 25. August 1298 in einen Schrein hinter dem Hochaltar übertragen. 1306 wurde mit der Erlaubnis Papst Clemens’ V. der Schädel von Saint-Denis in die Sainte-Chapelle überführt und dort in einem eigenen Schrein neben der Dornenkrone aufbewahrt, eine Rippe wurde der Kathedrale von Notre Dame gegeben. König Philipp der Schöne schenkte der Basilika San Domenico in Bologna ein Reliquiar seines Großvaters, König Haakon V. von Norwegen erwarb mehrere Finger für eine Kirche in Tysnes. Königin Blanche von Schweden erhielt Reliquien für die Kirche in Vadstena, ebenso wie 1378 Kaiser Karl IV. für den Veitsdom in Prag. 1430 bekam Ludwig VII. von Bayern für seine Residenz Ingolstadt einige Reliquien. Im Zuge der Plünderung der Königsgräber während der französischen Revolution wurden auch die Ludwigsschreine in Saint-Denis und Sainte-Chapelle zerstört. Die inneren Organe Ludwigs IX. wurden auf Sizilien in der Kathedrale von Monreale bestattet. Unklar ist, wo das Herz Ludwigs verblieb, da keine Aufzeichnungen über dessen Verbleib erhalten sind.[14] Die Organe blieben mehrere Jahrhunderte in Monreale, bevor sie König Franz II. von Sizilien auf der Flucht vor den Truppen Garibaldis 1860 zuerst mit nach Gaeta und Rom und anschließend mit in sein Exil nach Garatshausen nahm. Dort stiftete Kaiser Franz Joseph den Reliquien einen Schrein, doch König Franz vermachte sie testamentarisch dem Kardinal Lavigerie. Der brachte sie nach Karthago, den Sterbeort Ludwigs, wo sie in der 1890 geweihten Kathedrale St. Louis einen neuen Aufbewahrungsort bekamen. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens 1956 wurden sie in die Sainte-Chapelle übergeführt.

Am Hof der Habsburger in Wien war die getrennte Bestattung ebenfalls üblich. Ferdinand IV. († 1654) begründete hier die bis 1878 übliche Tradition, das Herz nahe der Hofburg in der Loretokapelle der Augustinerkirche beizusetzen. Bis dahin waren die Herzen der Habsburger meist neben dem Leichnam im selben Sarg oder im Stephansdom bestattet worden.[15] Ferdinand IV. hatte die Gottesmutter Maria zu Lebzeiten besonders verehrt und testamentarisch verfügt, dass sein Herz in der Loretokapelle der Augustinerkirche der Madonna zu Füßen gelegt werden solle. Als er starb, wurde sein Leichnam noch am selben Abend seziert und sein Herz in einen Becher gelegt und während der feierlichen Aufbahrung neben dem Körper auf dem Schaubett ausgestellt. Einen Tag nach seinem Tod erfolgte um neun Uhr abends die Übertragung des Herzens in die Augustinerkirche, wo es in einer schlichten Feier bei der Marienstatue in der Loretokapelle beigesetzt wurde.[16]

Die späteren österreichischen Habsburger behielten diesen Brauch bis ins 19. Jahrhundert bei. In einem Hofrecht aus dem Jahr 1754 heißt es über den Brauch von der Vertheilung des Leichnams zur Beysetzung an verschidenen Orten etwa: Bey dem Erz-Herzoglichen Hause Österreich haben jedesmahl drey Kirchen in Wien an dem Leichnam eines regierenden Herrn Antheil.[17][18] Die Körper der verstorbenen Monarchen und ihrer nächsten Angehörigen wurden in der Kapuzinergruft bestattet, die Herzen in der Loretokapelle der Augustinerkirche und die Eingeweide in der Herzogsgruft im Stephansdom. Die Organe wurden in Seidentücher gehüllt, in Spiritus eingelegt und die Behältnisse zugelötet.[19]

Nur wenige Habsburger, darunter der 1790 verstorbene Kaiser Joseph II., verzichteten auf eine getrennte Bestattung.[20] Für die im Laufe der Jahrhunderte entfernten Herzen wurde in der Augustinerkirche ein eigener Raum eingerichtet, der später den Namen „Herzgrüftel“ erhielt. Heute befinden sich dort 54 Urnen mit den Herzen von Angehörigen der Dynastie (siehe Abbildungen 1, 2).[19]

Der letzte Habsburger, der in dieser Form nach dem alten Hofprotokoll beigesetzt wurde, war Erzherzog Franz Karl († 1878). In der Kapuzinergruft befinden sich ebenfalls einige Herzurnen. Es handelt sich dabei meist um die Herzen von weiblichen Habsburgern, deren Körper an anderen Orten beigesetzt wurden.

Die bayerischen Monarchen aus der Dynastie der Wittelsbacher praktizierten getrennte Bestattung bereits im Spätmittelalter, wenn Fürsten nicht an dem Ort starben, wo die Grablege ihrer Dynastie bestand. Die Eingeweide Herzog Georgs des Reichen, der 1503 in Ingolstadt starb, sind in der Ingolstädter Liebfrauenkirche bestattet. Sein Leichnam wurde in die Wittelsbachergruft nach Landshut gebracht. Die sterblichen Überreste Kurfürst Maximilians I. wurden sogar dreigeteilt. Die Eingeweide liegen am Sterbeort Ingolstadt, der Leichnam zu München und das Herz in Altötting. An diesem Ort begründete Maximilian die wittelsbachische Tradition, die Herzen der Angehörigen des bayerischen Fürstenhauses in der dortigen Gnadenkapelle aufzubewahren. In Wandnischen auf der Westseite des Oktogons befinden sich 28 silberne Herzurnen aus der Zeit zwischen 1635 und 1954. Den Anfang machte hier die Herzbestattung von Kurfürstin Elisabeth Renata († 1635), der Gemahlin Kurfürst Maximilians I. Zuletzt wurde hier das Herz der letzten bayerischen Kronprinzessin Antonia († 1954) beigesetzt. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Herzbestattungen der österreichischen und bayerischen Herrscher war, dass die Habsburger in Wien als Material für ihre Bestattungsurnen meist Kupfer oder Messing bevorzugten, während die Herzgefäße der Wittelsbacher in Altötting meist aus kostbaren Materialien wie Silber angefertigt wurden. Herzurnen von nichtregierenden Wittelsbachern und ihren Verwandten befinden sich u. a. in der Fürstengruft der Michaelskirche in München, darunter von Maximilian de Beauharnais († 1852).

Obwohl die meisten getrennten Bestattungen an Fürsten und Monarchen des Mittelalters und der Neuzeit vorgenommen wurden, ist sie nicht auf diesen Personenkreis begrenzt. Besonders Herzbestattungen finden sich auch bei anderen bedeutenden Persönlichkeiten. Als der berühmte französische Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban am 30. März 1707 in Paris starb, wurde sein Leichnam seziert und am 16. April in der von ihm selbst als Familiengrablege an die Pfarrkirche Saint-Hilaire von Bazoches angefügten Sebastianskapelle begraben. 1793 brachen Revolutionäre die Gruft auf und raubten die Bleisärge, um daraus Kugeln zu gießen. Bei Bauarbeiten in der Kirche fand man 1804 die separat bestattete Bleiurne mit Vaubans Herz. Sie wurde auf Veranlassung Napoleons I. nach Paris gebracht und am 28. Mai 1808 feierlich in den Invalidendom überführt. Nach dem Tod der Obersthofmeisterin der habsburgischen Herrscherin Maria Theresia, der Gräfin Karoline von Fuchs-Mollard († 1754), wurde ihr Leichnam auf ausdrücklichen Wunsch der Monarchin in der Kapuzinergruft der Habsburger beigesetzt, der Herzbecher hingegen kam in die Mollard'sche Familiengruft in der Wiener Michaelerkirche. Im Fall des britischen Schriftstellers Thomas Hardy († 1928) wurde das Herz auf dem Kirchhof von Stinsford in Dorset beigesetzt, der übrige Körper eingeäschert und die Asche in der Westminster Abbey begraben. Das Herz des Begründers der modernen Olympischen Spiele, Pierre de Coubertin († 1937), befindet sich in einer Steinstele vor dem antiken Stadion von Olympia. Der Titel des 1970 erschienenen Buches „Bury My Heart at Wounded Knee“ („Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses“) von Dee Brown verweist, in anderem Zusammenhang, ebenfalls auf das Thema der Herzbestattungen.

Nach dem Ende der Monarchie in Österreich nahmen einige Mitglieder der Familie Habsburg die Tradition in beschränktem Umfang wieder auf, wobei jedoch in diesen Fällen die Eingeweide nicht entfernt wurden. Herzbestattungen erfolgten bei Kaiser Karl I. († 1922), seiner Gemahlin Zita († 1989), ihrem Sohn Otto († 2011) und dessen Gemahlin Regina († 2010). Das Herz des im Exil auf Madeira verstorbenen Kaisers begleitete seine Witwe fast fünfzig Jahre lang auf ihren Reisen, ehe es 1971 in der Loretokapelle des Klosters Muri in der Schweiz seine Ruhestätte fand.[21][22] Nach dem Tod Kaiserin Zitas wurde ihr Körper am 1. April 1989 in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt, ihr Herz am 17. Dezember 1989[23] im Kloster Muri in der Schweiz. Ihr Sohn Otto verfügte die Bestattung seines Herzens in der Krypta der Benediktinerabtei Pannonhalma in Ungarn, während sich das Herz seiner Gemahlin Regina in der Gruft ihrer Familie auf der Veste Heldburg in Thüringen befindet.

Beispiele derartiger Bestattungen[Bearbeiten]

Todesjahr Name Körper Herz Anmerkung
973 Otto I. Magdeburger Dom Memleben
1056 Heinrich III. Dom zu Speyer Ulrichskapelle der Kaiserpfalz Goslar Herz ursprünglich in der Stiftskirche St. Simon und Judas in Goslar beigesetzt
1190 Friedrich I. Barbarossa Tarsos Eingeweide ebenfalls in Tarsos, Fleisch in Antiochia, Knochen in Tyros
1199 Richard Löwenherz Abtei Fontevrault Rouen Gehirn in der Abtei Charroux
1270 Ludwig IX. (Frankreich) Kathedrale Saint-Denis (Paris) Eingeweide in der Sainte-Chapelle (Paris)
1271 Isabella von Aragón Fleisch im Dom von Cosenza, Knochen in Saint-Denis (Paris)
1285 Karl I. (Neapel) Kathedrale von Neapel Jakobinerkloster Paris Eingeweide in der Kathedrale von Foggia
1285 Philipp III. (Frankreich) Kathedrale Saint-Denis (Paris) Jakobinerkloster Paris Eingeweide in Narbonne
1322 Philipp V. (Frankreich) Kathedrale Saint-Denis (Paris) Couvent des Cordeliers (Paris)
1329 Robert I. (Schottland) Dunfermline Abbey Melrose Abbey
1380 Bertrand du Guesclin Kathedrale Saint-Denis (Paris) Kirche Saint Sauveur in Dinan Eingeweide in der Dominikanerkirche von Le Puy, Fleisch in der Franziskanerkirche Montferrand
1404 Philipp II. (Burgund)[24]
1464 Nikolaus von Kues San Pietro in Vincoli (Rom) St. Nikolaus-Hospital (Kues) praktische Gründe, da die Leiche nicht über eine solche Strecke transportiert werden konnte
1493 Friedrich III. Stephansdom (Wien) Stadtpfarrkirche (Linz) Eingeweide ebenfalls in der Stadtpfarrkirche Linz
1519 Maximilian I. St. Georgs-Kapelle (Burg in Wiener Neustadt) Liebfrauenkirche (Brügge) Herzurne im Sarkophag seiner ersten Gemahlin Maria von Burgund[25]
1560 Franz II. (Frankreich) Kathedrale Saint-Denis (Paris) Saint-Denis (Paris)
1594 Elisabeth von Sachsen Morizkirche (Coburg) Filialkirche Mariä Himmelfahrt (Winzendorf) Eingeweide ebenfalls in der Filialkirche Winzendorf
1608 Ferdinand von Bayern Frauenkirche (München) Kirche St. Nikolaus von Tolentino und St. Sebastian (München) Kirche St. Nikolaus und St. Sebastian in München 1807 profaniert und versteigert
1619 Matthias Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Herz und Körper zunächst im Königinkloster (Wien), Körper 1633 in die Kapuzinergruft übertragen, das Herz schließlich in die Loretokapelle der Augustinerkirche. Der Herzbecher war Ende des 18. Jahrhunderts in schlechtem Zustand, so dass Joseph II. die Anfertigung eines goldenen Überbechers anordnete.[26]
1626 Johann Schweikhard von Kronberg Mainzer Dom Jesuitenkirche (Aschaffenburg) Eingeweide, Gehirn und Zunge ebenfalls in der Jesuitenkirche Aschaffenburg[27]
1632 Johann Graf von Tilly Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob (Altötting) Gnadenkapelle (Altötting)
1637 Ferdinand II. Mausoleum Kaiser Ferdinands II. (Graz) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Herz und Eingeweide befanden sich ursprünglich in derselben Urne und wurden zunächst im Mausoleum in Graz aufbewahrt. Das Behältnis wurde später nach Wien überführt, wo es im Königinkloster beigesetzt war. Ende des 18. Jahrhunderts ließ Joseph II. die Eingeweide im Stephansdom und das Herz in einem neuen Becher in der Loretokapelle der Augustinerkirche bestatten.[28]
1651 Maximilian I. (Bayern) St. Michael (München) Gnadenkapelle (Altötting) Eingeweide im Liebfrauenmünster (Ingolstadt)
1654 Ferdinand IV. Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien)
1656 Johann Franz von Schönau Jesuitenkirche Pruntrut Kapuzinerkloster Waldshut
1679 Antonia von Württemberg Stiftskirche (Stuttgart) Trinitatiskirche in Bad Teinach
1687 Johann Ludwig II. von Sulz Maria Himmelfahrt (Tiengen) Kapuzinerkloster Waldshut
1689 Sebastian von Pötting[29] Dom St. Stephan (Passau)
1705 Leopold I. Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1707 Sébastien Le Prestre de Vauban Pfarrkirche Saint-Hilaire (Bazoches) Invalidendom (Paris) Herz ursprünglich in Vaubans Familiengruft in der Pfarrkirche Saint-Hilaire (Bazoches); am 28. Mai 1808 auf Veranlassung Napoleon Bonapartes im Invalidendom beigesetzt
1711 Joseph I. Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1712 Johann Philipp von Lamberg[29] Dom St. Stephan (Passau) Wallfahrtskirche Mariahilf (Passau)
1715 Ludwig XIV. (Frankreich) Kathedrale Saint-Denis (Paris) Jesuitenkirche in der Rue St. Antoine (Paris) Herzbecher während der Restauration nach Saint-Denis überführt
1733 August der Starke Wawelkathedrale (Krakau) Hofkirche (Dresden)
1740 Karl VI. Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1745 Karl VII. Theatinerkirche (München) Gnadenkapelle (Altötting)
1754 Karoline von Fuchs-Mollard Kapuzinergruft (Wien) Michaelerkirche (Wien)
1761 Clemens August von Bayern Kölner Dom Gnadenkapelle (Altötting) Eingeweide in St. Remigius (Bonn); Gehirn, Augen und Zunge in der Kapuzinergruft (Bonn)
1761 Joseph Dominikus von Lamberg[29] Dom St. Stephan (Passau) Wallfahrtskirche Mariahilf (Passau)
1765 Franz I. Stephan Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1780 Maria Theresia Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1792 Leopold II. Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1805 Karl Anselm von Thurn und Taxis Wolfgangskrypta im Kloster Sankt Emmeram (Regensburg) Abtei Neresheim
1812 Clemens Wenzeslaus von Sachsen Grabkapelle der Kirche St. Martin (Marktoberdorf) Krypta der Basilika St. Ulrich und Afra (Augsburg)
1817 Karl Theodor von Dalberg Regensburger Dom Stiftskirche Aschaffenburg
1821 Napoléon Bonaparte Invalidendom (Paris)
1822 Antonio Canova Mausoleum in der Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari (Venedig) Porphyrvase in der Akademie von Venedig Körper 1827 nach Fertigstellung seines Mausoleums in der Frari-Kirche bestattet[30]
1825 Maximilian I. Joseph (Bayern) Theatinerkirche (München) Gnadenkapelle (Altötting)
1825 Jacques-Louis David Friedhof Evere (Brüssel) Friedhof Père Lachaise (Paris)
1825 Friedrich Wilhelm von Thurn und Taxis Wolfgangskrypta im Kloster Sankt Emmeram (Regensburg) Abtei Neresheim
1832 Herzog von Reichstadt Invalidendom (Paris) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1835 Franz II. Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1835 Wilhelmine von Thurn und Taxis, geb. Dörnberg Gruftkapelle im Schloss St. Emmeram (Regensburg) Gruftkapelle im Schloss St. Emmeram (Regensburg) Herz getrennt bestattet in einem Bronzekasten, der neben dem Herzbecher aus facettiertem Glas auch eine Büste der Verstorbenen aus weißem Marmor von Christian Daniel Rauch enthält.
1835 Andreas Miaoulis Insel Hydra
1847 Marie-Louise von Österreich Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1849 Frédéric Chopin Friedhof Père Lachaise (Paris) Heiligkreuzkirche (Warschau)
1861 Friedrich Wilhelm IV. von Preußen Friedenskirche (Potsdam) Mausoleum in Schloss Charlottenburg (Berlin)
1864 Maximilian II. (Bayern) Theatinerkirche (München) Gnadenkapelle (Altötting)
1868 Ludwig I. (Bayern) Abtei St. Bonifaz (München) Gnadenkapelle (Altötting)
1871 Hermann von Pückler-Muskau Seepyramide im Parksee Schloss Branitz Auflösung in Schwefelsäure
1878 Franz Karl von Österreich Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Augustinerkirche Wien) Eingeweide im Stephansdom (Wien)
1882 Léon Gambetta Cimetière du Château (Nizza) Pantheon (Paris)
1886 Ludwig II. (Bayern) St. Michael (München) Gnadenkapelle (Altötting)
1921 Ludwig III. (Bayern) Frauenkirche (München) Gnadenkapelle (Altötting)
1922 Karl I. (Österreich-Ungarn) Nossa Senhora do Monte (Funchal) Loretokapelle (Kloster Muri)[21][22]
1928 Thomas Hardy Asche in der Westminster Abbey (London) Kirchhof von Stinsford, Dorset
1935 Józef Piłsudski Wawelkathedrale (Krakau) Rasos-Friedhof (Vilnius)
1937 Pierre de Coubertin Friedhof Bois-de-Vaux (Lausanne) Olympia (Griechenland)
1989 Zita von Bourbon-Parma Kapuzinergruft (Wien) Loretokapelle (Kloster Muri)[21][22] Eingeweide nicht entfernt
2010 Regina von Sachsen-Meiningen Kapuzinergruft (Wien) Gruft auf der Veste Heldburg Eingeweide nicht entfernt
2011 Otto von Habsburg Kapuzinergruft (Wien) Benediktinerabtei Pannonhalma[31] Eingeweide nicht entfernt

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Eine weitere Form der Getrennten Bestattung ist die Kopfbestattung. In Europa wird sie allerdings schon seit der Antike kaum noch praktiziert, obwohl dies prinzipiell bis heute möglich wäre.[32]
  • Auch bei Organspenden und -transplantationen kommt es zu einer anonymen, getrennten Bestattung, da der Spender ohne die gespendeten Organe beerdigt wird. Diese werden zusammen mit dem Empfänger bestattet.
  • Seit vorgeschichtlicher Zeit wurden in voneinander unabhängigen Kulturen und Räumen abgetrennte Körperteile oder die Nachgeburt (Nachgeburtsbestattung) in verschlossenen Gefäßen bestattet [4]
  • Eine besonders skurrile Form ist die Reingenitalation der Spaßreligion Kirche der heiligen Vagina.[33]

Literatur[Bearbeiten]

Zur getrennten Bestattung[Bearbeiten]

  • A. Hermann: Zergliedern und Zusammenfugen: Religionsgeschichtliches zur Mumifizierung. In: Numen 3/1956 S.81–96.

Speziell zur Herzbestattung[Bearbeiten]

  • Charles Angell Bradford: Heart Burial. Allen & Unwin, London 1933.
  • Marguerite Desfayes: Les tombeaux de coeurs et d’entrailles en france, au moyen-âge. In: Bulletin des musées de france. 12, 1947, ISSN 1144-1208, S. 18–20.
  • Walter Michel: Herzbestattungen und der Herzkult des 17. Jahrhunderts. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte. 23, 1971, ISSN 0066-6432, S. 121–139.
  • Magdalena Hawlik-van de Water, Die Kapuzinergruft. Begräbnisstätte der Habsburger in Wien, 2. Aufl. Wien 1993, S. 71-76.
  • Hans Bankl und Susanne Hahn: Herzbestattung, in: Norbert Stefenelli (Hg.): Körper ohne Leben. Begegnung und Umgang mit Toten. Wien, Köln, Weimar 1998.
  • Armin Dietz: Ewige Herzen. Kleine Kulturgeschichte der Herzbestattungen. Medien- & Medizin-Verlag, München 1998, ISBN 3-8208-1339-X.
  • Jean Nagle: La civilisation du cœur. Histoire du sentiment politique en france, du XIIe au XIXe siècle. Fayard, Paris 1998, ISBN 2-213-59928-9 (Nouvelles Études Historiques).
  • Andreas Bräm: Von Herzen. Ein Beitrag zur systematischen Ikonographie. In: Micrologus. 11, 2003, ISSN 1123-2560, S. 159–192.
  • Murielle Gaude-Ferragu: Le coeur „couronné“. Tombeaux et funérailles de coeur en france à la fin du Moyen age. In: Micrologus. 11, 2003, S. 241–265.
  • Patrice Georges: L’exérèse du coeur dans l’embaumement médiéval occidental. In: Micrologus. 11, 2003, S. 279–286.
  • Claire Mazel: Ils ont‚ préféré la croix au trône'. Les monuments funéraires des premiers bourbons. In: Thomas W. Gaehtgens, Nicole Hochner (Hrsg.): L'image du roi de François Ier à Louis XIV. Éd. de la Maison des sciences de l'homme, Paris 2006, ISBN 2-7351-1115-6, S. 169–190 (Passages 10).
  • Carolin Behrmann; Arne Karsten; Philipp Zitzlsperger (Hg.): Grab, Kult, Memoria: Studien zur gesellschaftlichen Funktion von Erinnerung: Horst Bredekamp zum 60. Geburtstag am 29. April 2007, Köln: Böhlau, 2007 (online)
  • Semjon Aron Dreiling: Herzvereinung von König und Konnetabel. Das „monument du cœur“ des Anne de Montmorency in der Pariser Cölestinerkirche als monumentaler Loyalitätsbeweis. In: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft. 36, 2009, ISSN 0342-121X, S. 145–183.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Christopher R. Seddon: Seziert und zugenäht. Überlegungen zur Leichenkonservierung als Teil höfischen Zeremoniells der Habsburger, Linz 2005, Sonderdruck S. 12–18. [1] (Zugriff am 9. September 2012)
  2. Karl Martin: Kanopen II. In: Lexikon der Ägyptologie (LÄ) bd. III. Spalte 317 und Hans Bonnet: Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte (RÄRG). S. 366.
  3. Richard H. Wilkinson: Die Welt der Götter im alten Ägypten. Glaube – Macht – Mythologie. Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1819-6, S. 88
  4. Rosemarie Drenkhahn: Kebehsenuef. In: LÄ III, Spalte 379.
  5. Arne Eggebrecht: Duamutef. In Lexikon der Ägyptologie (LÄ) I. Spalte 1150.
  6. a b Christine Pernlochner-Kügler: Herzbestattung: Hintergründe einer bizarren Habsburger-Tradition, Online (Zugriff am 14. November 2012)
  7. Knut Görich, Die Staufer: Herrscher und Reich, 2. durchges. und aktual. Ausg., C.H.Beck, München 2006 (= C.-H.-Beck-Wissen, 2393; ISBN 3-406-53593-3), S. 67
  8. stift-heiligkreuz.org
  9. Reinhold Röhricht: Zur Geschichte des Begräbnisses more teutonico, in: ZfdPh 24 (1892), S. 505
  10. Alexander Glück/Marcello LaSperanza/Peter Ryborz: „Unter Wien: Auf den Spuren des Dritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten“, Christoph Links Verlag 2001, S. 43-44 online (Zugriff am 31. Oktober 2012)
  11. Barbara Hartl: Schön für die Ewigkeit" (Memento vom 13. März 2013 im Internet Archive), P.M. Magazin (Zugriff am 4. November 2012)
  12. Papst Pius XII. Der bizarre Tod des Stellvertreters, Der Spiegel Online (Zugriff am 11. November 2012)
  13. Estella Weiss-Krejci: Heart burial in medieval and early post-medieval central Europe. In: Body Parts and Bodies Whole, S. 119-134. Hrsg. Katharina Rebay-Salisbury, Marie Louise Stig Sørensen und Jessica Hughes. Studies in Funerary Archaeology 5. Oxbow Books, Oxford 2010, pdf online@univie.ac.at, abgerufen am 6. Juli 2011
  14. Le Goff: Ludwig der Heilige, Teil I, Seite 272. 1843 wurden bei Restaurierungsarbeiten in der Sainte-Chapelle neben dem Altar Fragmente eines Herzens gefunden. Die Frage, ob es sich um das Herz Ludwigs IX. handelt, wird kontrovers diskutiert.
  15. Magdalena Hawlik-van de Water, Die Kapuzinergruft. Begräbnisstätte der Habsburger in Wien, 2. Aufl. Wien 1993, S. 71.
  16. Die Herzgruft der Habsburger, Zugriff am 5. November 2012
  17. Theophil Zurbuchen: Habsburgerherzen - Zur letzten Ruhe im Kloster von Muri (NZZ Folio 05/94, Zugriff am 8. November 2012)
  18. Magdalena Hawlik-van de Water, Die Kapuzinergruft. Begräbnisstätte der Habsburger in Wien, 2. Aufl. Wien 1993, S. 72.
  19. a b Alexander Glück, Marcello LaSperanza, Peter Ryborz: „Unter Wien: Auf den Spuren des Dritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten“, Christoph Links Verlag 2001 online auf Google Books, S. 43
  20. Cölestin Wolfsgruber: Die Kaisergruft bei den Kapuzinern in Wien, Alfred Hölder, Wien 1887 (Internet Archive ), S. 262.
  21. a b c Abbildung der Herzurnen-Stele in der Loretokapelle (1), Zugriff am 10. August 2015
  22. a b c Abbildung der Herzurnen-Stele in der Loretokapelle (2), Zugriff am 10. August 2015
  23. Zitas Herz entnommen. Bericht auf Vorarlberg Online, 18. Juli 2011 (Zugriff am 6. September 2012)
  24. R. Prochno: Die Kartause von Champmol: Grablege der burgundischen Herzöge 1364-1477., Akademie Verlag, 2002, S.124 ISBN 3-05-003595-1
  25. Richard Reifenscheid, Die Habsburger - Von Rudolf I. bis Karl I., Wien 1994, S. 95.
  26. Siehe externer Link [2].
  27. Im Fall Johann Schweikhards von Kronberg kamen Herz, Gehirn, Zunge und Eingeweide in eine bleierne Kiste, diese in einen Holzsarg. Beides war mit einer Steinplatte bedeckt, deren Inschrift lautete: COR CEBERUM EXTAQUE JO. SUICARDI ARCHIEp. MOGUNTINI OBIIT AO CHRISTI 1626 XVII. SEPT. - Alois Grimm: Aschaffenburger Häuserbuch. Band II: Altstadt zwischen Dalbergstraße und Schloß.... Geschichts- und Kunstverein e.V., Aschaffenburg 1991, ISBN 3-87965-053-5.
  28. Siehe externer Link [3].
  29. a b c Herzbegräbnis des Passauer Bischofs Sebastian Graf von Pötting, in: „Grenzenlos – Geschichte der Menschen am Inn. Katalog zur ersten Bayerisch-Oberösterreichischen Landesausstellung 2004, Asbach – Passau – Reichersberg – Schärding, 23. April bis 2. November 2004. Herausgegeben von Egon Boshof, Max Brunner und Elisabeth Vavra. – Regensburg: Pustet 2004“, S. 247
  30. Gottfried Riemann (Herausg.): Karl Friedrich Schinkel - Reisen nach Italien - Zweite Reise 1824. Aufbau Verlag, Berlin und Weimar 1994, S.228, ISBN 3351022697.
  31. Herzbestattung in Ungarn wienerzeitung.at, abgerufen am 6. Juli 2011
  32. P. Rödler: Unter allen Wipfeln ist Ruh'. In: Linie Eins, 2007
  33. KDHV>Reingenitalation