Geuensee

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Geuensee
Wappen von Geuensee
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern (LU)
Wahlkreis: Sursee
BFS-Nr.: 1085i1f3f4
Postleitzahl: 6232
Koordinaten: 650640 / 22788847.1999948.106951507Koordinaten: 47° 12′ 0″ N, 8° 6′ 25″ O; CH1903: 650640 / 227888
Höhe: 507 m ü. M.
Fläche: 6.43 km²
Einwohner: 2625 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 408 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 21,7 % (31. Dezember 2013)[2]
Website: www.geuensee.ch
Karte
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Geuensee ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Sursee des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt nördlich von Sursee am Ostrand des Surentals. Krumbach (690 m ü. M.) 1,8 km nordöstlich und Hunzikon (729 m ü. M.) 1,5 km östlich Dorfs sind Weiler, die innerhalb der Grenzen der Gemeinde Geuensee liegen. Bei Krumbach entspringt der Dorfbach, der durch das Krumbachertobel und das Dorf fliesst und westlich davon beim Moos in die Suhre einmündet. Vom Gemeindegebiet von 643 ha werden fast drei Viertel (74,5 %) landwirtschaftlich genutzt. Die Siedlungsfläche umfasst 10,3 % und Wald und Gehölz 15,1 % des Gemeindeareals.

Die Nachbargemeinden von Geuensee sind Beromünster, Büron, Knutwil, Rickenbach LU, Schenkon, Schlierbach und Sursee.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 770
1900 517
1960 737
1970 969
1980 1'202
1990 1'762
2000 1'946
2010 2'406

Die Bevölkerung sank von 1850 bis 1900 markant um 32,8 %. Zwischen 1920 und 1960 wuchs sie allmählich wieder auf den ursprünglichen Bestand. Seither ist ein ständiges starkes Wachstum festzustellen.

Sprachen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung spricht eine hochalemannische Mundart. Anlässlich der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 85,87 % der Bevölkerung Deutsch, 5,70 % Albanisch und 2,72 % Serbokroatisch als Hauptsprache/Alltagssprache an.

Religionen/Konfessionen[Bearbeiten]

Die Bevölkerung war ursprünglich rein römisch-katholisch. Heute (Stand 2000) sind 68,86 % römisch-katholische-, 10,43 % evangelisch-reformierte- und 4,62 % orthodoxe Christen. Daneben gibt es 7,81 % Muslime, 3,70 % Konfessionslose und 0,62 % Hindus. Bei den Muslimen handelt es sich fast ausschliesslich um Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien sowie um Türken und Kurden. Der Grossteil der Orthodoxen sind Serben und Montenegriner. Die Hindus sind Tamilen aus Sri Lanka.

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten]

Ende 2006 umfasste die Bevölkerung 2'119 Personen, von denen 1'630 Schweizer Staatsbürger und 489 (= 23,1 %) Ausländer waren. Die Gemeinde Geuensee hat somit einen für eine Landgemeinde untypisch hohen Ausländeranteil. Im Jahr 2000 waren 75,69 % (einschliesslich 3,13 % Doppelbürger) Schweizer. Die grösste Ausländerkolonie kommt aus Serbien und Montenegro (2000: 13,72 %; Albaner, Serben und Montenegriner). Danach folgen die Türkei mit 3,34 %, Italien, Deutschland, Kroatien und Sri Lanka.

Politik[Bearbeiten]

Das Volk ist der oberste Souverän. Es kann seine politische Meinung bei Wahlen, Volksabstimmungen und an der Gemeindeversammlung äussern.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Das Volk bestimmt den Gemeinderat, welcher in seinem Namen die Geschicke der Gemeinde leitet. Der Gemeinderat von Geuensee besteht aus fünf nebenamtlich tätigen Personen. Bei der letzten Wahl im Jahr 2012 gab es keine Kampfwahl. Bei einer Stimmbeteiligung von 44,53 % wurden für eine Amtsperiode von vier Jahren gewählt:

  • Gemeindepräsident Paul Gerig (parteilos)
  • Angelo Petteruti (parteilos)
  • Hansruedi Estermann (CVP)
  • Armin Troxler (CVP)
  • Rita Bussmann-Meier (CVP)

Kantonsratswahlen[Bearbeiten]

Bei den letzten Kantonsratswahlen (früher Grossrat) im Jahr 2015 wurde die CVP stärkste Partei mit einem Wähleranteil von 30,21 %. Danach folgte bereits die SVP mit 26,77 % vor der FDP mit 15,72 %, der SP mit 10.29 % und der glp mit 9.83 % (vierthöchstes Ergebnis aller Gemeinden). Somit haben die drei bürgerlichen Parteien eine satte Mehrheit, wenn auch die SVP bereits vor der Traditionspartei FDP.Die Liberalen (früher Liberale Partei) liegt. Die Grünen bekamen lediglich 5,19 % der Stimmen. Die JCVP konnte sich mit 1.59 % sogar noch vor der BDP mit 0.40 % platzieren.

Gemeindeversammlung[Bearbeiten]

Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 15. Mai 2015 wurde über die von der SVP Ortspartei lancierte Initiative abgestimmt, welche die Gemeindeversammlung abzuschaffen versuchte. Bei 136 Stimmberechtigten erreichte die SVP mit 22 Ja-Stimmen jedoch keine Mehrheit. Auch der Antrag auf eine Urnenabstimmung über dieses Geschäft erhielt bei 55 benötigten Stimmen (zwei Fünftel der Anwesenden gemäss Reglement) nur 22 Stimmen. Die Gemeindeversammlung bleibt somit fortan bestehen.

Verkehr[Bearbeiten]

Geuensee ist durch die beiden Postautolinien Sursee-Schöftland und Sursee-Etzelwil ans Netz des Öffentlichen Verkehrs angebunden. Sursee ist eine bedeutende Bahnstation mit Schnellzugshalten an den Linien Luzern-Olten und (seit 2004) Luzern-Bern (über die Aarburger Schleife).

Der Ort liegt an der Hauptstrasse von Sursee nach Schöftland (und weiter nach Aarau). Der nächstgelegene Autobahnanschluss Sursee an der A2 ist bloss 3 km entfernt.

Sendeturm[Bearbeiten]

Sender Geuensee Höchweidwald

76 Meter hoher Sendeturm in Stahlfachwerkbauweise im Hochweidwald bei 47° 12' 13" nördlicher Breite und 8° 08' 31" östlicher Länge. Von diesen Turm wird das Hörfunkprogramm von Radio Pilatus auf 104.4 MHz mit 250 W ERP (Ausblendung in Richtung Nordost) von einer Antenne, die sich in 61 Meter Höhe befindet, abgestrahlt. Ausserdem trägt er Mobilfunkantennen von Sunrise und Sendeantennen für DAB und DVB-T.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird unter dem Namen Geinwison im Urbar des Klosters Einsiedeln aus den Jahren 1217/1222 aufgeführt. Sie gehörte später zum Amt Sempach der Habsburger und wurde von den Herren von Aarburg verwaltet. 1424 verpfändete Thüring von Aarburg Geuensee an die Stadt Luzern, 1429 verkaufte er ihr den Ort. Bereits 1386, nach der Schlacht bei Sempach, hatte Luzern immer mehr Einfluss auf Kosten der Habsburger gewonnen. Die Gemeinde wurde nun bis 1798 als Exklave der Landvogtei Rothenburg verwaltet, kam dann zum helvetischen Distrikt Sursee und 1803 zum damals neu geschaffenen Amt Sursee.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Reinle: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band IV: Das Amt Sursee. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 35). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1956, ISBN 978-3-906131-23-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Geuensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www2.lustat.ch/download/lustat_new/gd/1085/w012_010t_gd1085_zz_d_0000_002_008.html