Gevensleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gevensleben
Gevensleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gevensleben hervorgehoben
Koordinaten: 52° 5′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Helmstedt
Samtgemeinde: Heeseberg
Höhe: 88 m ü. NHN
Fläche: 15,14 km2
Einwohner: 638 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38384
Vorwahl: 05354
Kfz-Kennzeichen: HE
Gemeindeschlüssel: 03 1 54 006
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Helmstedter Straße 17
38381 Jerxheim
Webpräsenz: www.samtgemeindeheeseberg.de
Bürgermeister: Alexander Heidebroek (FWG)
Lage der Gemeinde Gevensleben im Landkreis Helmstedt
Sachsen-AnhaltBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelWolfsburgBahrdorfBeierstedtBrunsleberfeldDanndorfFrellstedtGevenslebenGrafhorstGraslebenGroß TwülpstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedtHelmstedt (gemeindefreies Gebiet)JerxheimKönigslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter (gemeindefreies Gebiet)Königslutter am ElmKönigslutter am ElmKönigslutter am ElmLehre (Niedersachsen)Mariental (Niedersachsen)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)Mariental (gemeindefreies Gebiet)QuerenhorstRäbkeRennauSchöningenSchöningen (gemeindefreies Gebiet)Söllingen (Niedersachsen)SüpplingenSüpplingenburgVelpkeWarbergWolsdorfKarte
Über dieses Bild

Gevensleben ist eine Gemeinde im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gevensleben liegt südlich des Naturparks Elm-Lappwald. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Heeseberg an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Jerxheim hat.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsteile der Gemeinde sind:

Geschichte (ab etwa 800)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1018 in einer gefälschten Urkunde für das Kloster Ilsenburg erstmals urkundlich erwähnt,[2] zudem im Jahr 1136.[3] Der Ort bestand aber wahrscheinlich schon weit früher. Darauf weisen Grabstellen aus der Zeit von 800 bis 1000, die Anfang 2016 bei der Umgestaltung eines Grundstücks zutage kamen.[4] Nach der Entdeckung nahmen Archäologen der Universität Göttingen, der Kreisarchäologie Helmstedt und der Bezirksarchäologie Braunschweig des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege auf dem Friedhof Ausgrabungen an 59 Gräbern vor.[5] Insgesamt umfasste er vermutlich bis zu 200 Gräber, die sich als schlichte Erdbestattungen darstellen.[6]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Nachbargemeinde Watenstedt eingegliedert.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Gevensleben setzt sich aus neun Ratsfrauen und -herren zusammen. [8]

(Stand: Kommunalwahl 2016)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenamtlicher Bürgermeister ist Alexander Heidebroek.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Gevensleben ist schräglinks in Schwarz und Gold geteilt, mit einem goldenen Adlerflügel in der oberen schwarzen Hälfte und einem schwarzen Anker in der unteren goldenen Hälfte. Beide Symbole gehen auf Geschlechterwappen aus dem Mittelalter zurück. Der Adlerflügel war das Wappenbild des Widekind de Watenstidde, während der Anker aus dem Wappen der Ritter von Gevensleben stammt. Das Wappen nimmt damit Bezug auf beide Ortsteile der Gemeinde. Es wurde von dem Heraldiker Wilhelm Krieg entworfen und 1987 vom Landkreis Helmstedt genehmigt.[9]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gevensleben liegt westlich der Bundesstraße 244, die von Helmstedt nach Wernigerode führt. Der Zugverkehr wurde im Dezember 2007 eingestellt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heeseberg-Museum in Watenstedt mit einer Sammlung aus Geräten der Landwirtschaft und des Haushalts sowie einer archäologischen Dauerausstellung zur Hünenburg bei Watenstedt
  • Dorfkirche

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Birgit Schönwälder: Die -leben-Namen. 1993, S. 82
  3. Paul Cassel: Ueber Thüringische Ortsnamen, Band 1, 1856, S. 196
  4. Tino Nowitzki: Gräberfund macht Gevensleben 200 Jahre älter bei NDR.de vom 13. März 2016
  5. Sergej Most: Älter als vermutet in: Archäologie in Niedersachsen, 2017, S. 72–76.
  6. Göttinger Archäologen haben frühmittelalterlichen Friedhof bei Helmstedt freigelegt in Hessische/Niedersächsische Allgemeine vom 20. März 2016
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272.
  8. http://samtgemeindeheeseberg.de/samtgemeinde/aussch%C3%BCsse%20%26%20r%C3%A4te/gemeinderat%20gevensleben.html
  9. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch, Braunschweig 2003. S. 119.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gevensleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien