Gewichtsreduktion

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Gewichtsreduktion – auch Gewichtsabnahme oder Gewichtsverlust genannt – ist die Verringerung von Körpergewicht (Körpermasse) bei Menschen (oder Tieren).

Grundsätzlich kommt es zu einer Gewichtsreduktion, wenn dem Körper beim Stoffwechsel weniger Energie in Form von Nahrung und Getränken zugeführt wird als durch Grundumsatz und körperliche Aktivität verbraucht werden und dadurch eine negative Energiebilanz entsteht.

Gezielte Gewichtsreduktion[Bearbeiten]

Gesundes Ziel: Abbau von Übergewicht[Bearbeiten]

Erfolgreiche Gewichtsreduktion von 204 kg auf 91 kg (450 lbs auf 200 lbs)

Eine gezielte Gewichtsreduktion (ugs. Abnehmen) kann durch eine Kombination folgender Maßnahmen erreicht werden:

Ernährungsumstellung allein reicht nicht zur gezielten Gewichtsreduktion. Es ist wünschenswert, zusätzlich zur Diät auch Muskelmasse aufzubauen (Muskelaufbau). Ist nämlich erst einmal ausreichend Muskelmasse vorhanden, werden Kalorien schneller verbrannt.

Eine gezielte Gewichtsreduktion ist vor allem notwendig bei Übergewicht, welches häufig in industrialisierten Ländern auftritt, wo nur noch wenige Menschen harte körperliche Arbeit verrichten und Nahrung im Überfluss vorhanden ist. Bei starkem Übergewicht (Adipositas) können auch Maßnahmen der Adipositaschirurgie zum Einsatz kommen.

Eine gute Anleitung der Ernährungsumstellung und periodische Kontrolle der Gewichtsreduktion mit Erfassen weiterer Parameter wie Umfängen etc. durch eine dafür ausgebildete Fachperson ist für den Erfolg der Gewichtsreduktion auch langfristig notwendig.

Ziel ist das Erreichen des Normalgewichts oder wenigstens eine Reduzierung des Übergewichts. Dabei verspricht man sich folgende positiven Effekte:

Krankhaftes Ziel[Bearbeiten]

Auch bestimmte Essstörungen können eine Gewichtsreduktion zum Ziel haben, resultieren jedoch aufgrund fehlgeleiteter Selbstwahrnehmung in Untergewicht.

Ungewollte Gewichtsreduktion in Perioden von Hunger und Not[Bearbeiten]

Eine ungewollte Gewichtsreduktion ist meist die Folge von Hunger und Krankheit und führt langfristig zu Untergewicht. Dies tritt heute vor allem in Entwicklungsländern auf, wo oft Nahrungsmittel nicht ausreichend vorhanden sind. Auch in Zeiten der Not in Zentraleuropa spielte die Abmagerung eine Rolle. So finden sich in Zeitschriften quer durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts Kleinanzeigen wie diese von 1931:

Gegen Magerkeit gebrauche man stets nur Steiners Oriental. Kraft-Pillen. Sie bewirken in kurzer Zeit erhebliche Gewichtszunahme, blühendes Aussehen u. schöne, volle Körperform (für Damen prachtvolle Büste); stärken die Arbeitslust, Blut und Nerven.“

Das Magazin: Nr. 85 vom September 1931, Seite V, Verlag Dr. Eysler & Co.

In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts verschwanden Annoncen zur Gewichtszunahme aus deutschen Zeitschriften. Jedoch war Übergewicht selbst zu Zeiten der Weltkriege in Werbeanzeigen das wichtigere Thema. In dem oben zitierten Blatt finden sich Anzeigen mit den Claims „Wie starke Frauen schlanker werden“, „Korpulenz? Entfettungstee!“ und „Ist Schlankheit nur Mode?“

Weblinks[Bearbeiten]

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