Gez (Hautes-Pyrénées)

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Gez
Gès
Wappen von Gez
Gez (Frankreich)
Gez
Region Okzitanien
Département Hautes-Pyrénées
Arrondissement Argelès-Gazost
Kanton La Vallée des Gaves
Gemeindeverband Pyrénées Vallées des Gaves
Koordinaten 43° 1′ N, 0° 7′ OKoordinaten: 43° 1′ N, 0° 7′ O
Höhe 518–1.004 m
Fläche 3,89 km2
Einwohner 328 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 84 Einw./km2
Postleitzahl 65400
INSEE-Code

Gez (gaskognisch Gès) ist eine französische Gemeinde mit 328 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Hautes-Pyrénées in der Region Okzitanien; sie gehört zum Arrondissement Argelès-Gazost und zum Kanton La Vallée des Gaves. Die Bewohner nennen sich Gézois(es).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gez liegt im Südwesten des Département Hautes-Pyrénées rund 29 km (Luftlinie) südwestlich von Tarbes. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Berg Castet Sarrazi westlich des Dorfs. Weite Teile des Gemeindegebiets sind bewaldet.

Die Gemeinde besteht aus dem Dorf Gez, mehreren Weilern (hameaux) sowie wenigen Einzelgehöften.

Nachbargemeinden sind Sère-en-Lavedan im Norden, Ouzous und Ayzac-Ost im Nordosten, Argelès-Gazost im Osten und Südosten, Arras-en-Lavedan im Süden und Südwesten sowie Salles im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im frühen Mittelalter wechselte die Herrschaft häufig (Westgoten, Basken, Franken, Sarazenen). Danach war der Ort jahrhundertelang unter der Herrschaft des Königreichs Aquitanien respektive des Herzogtums Gascogne. Von 900 bis 1609 gab es eine Grafschaft Bigorre innerhalb der vorgenannten Gebiete. Im Hundertjährigen Krieg war Arras-en-Lavedan manchmal unter englischer, manchmal unter französischer Herrschaft. Von 1425 bis 1609 gehörte der Ort als Teil der Grafschaft Bigorre zur nur lose mit Frankreich verbundenen Grafschaft Foix. Weil der letzte Herrscher dieser Grafschaft, König Heinrich III. von Navarra aus dem Hause Bourbon, 1589 den Thron von Frankreich (als Heinrich IV.) bestieg, waren die Orte der Region 1609 bis 1789 Krondomäne. Die Gemeinde gehörte von 1793 bis 1801 zum District Argelès. Zudem war sie von 1793 bis 2015 Teil des Kantons Argelès-Gazost. Mit Ausnahme der Jahre 1926 bis 1942 (Arrondissement Bagnères) war Gez seit 1801 verwaltungstechnisch Teil des Arrondissements Argelès-Gazost. Erste indirekte namentliche Erwähnung von Gez als ein Garsia de Jes im 11. Jahrhundert im Kopialbuch von Saint-Savin aufgeführt wird. Die Gemeinde ist Teil der historischen Landschaft Lavedan (auch Pays des Sept Vallées genannt).

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1806 1821 1836 1911 1921 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 404 285 388 408 318 280 194 220 222 204 216 215 233 261 319
Quellen: Cassini und INSEE; heutiges Gemeindegebiet

Die Zahl der Bewohner ist seit 1793 wegen Abwanderung, der Gefallenen des Ersten Weltkriegs sowie der Grippewelle 1918/1919 gesunken. Die niedrigsten Einwohnerzahlen stammen aus der Nachkriegszeit.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Germé
  • Denkmal für die Gefallenen[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Denkmal für die Gefallenen