Ghayath Almadhoun

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ghayath Almadhoun (2016)

Ghayath Almadhoun (geboren 19. Juli 1979 in Damaskus) ist ein palästinensisch-schwedischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ghayath Almadhoun wuchs als Kind palästinensischer Emigranten in Syrien auf. Er hat bislang vier Gedichtbände auf Arabisch veröffentlicht. 2008 wanderte er nach Schweden aus, wo er seither arbeitet. Er erhielt die schwedische Staatsbürgerschaft.

Seine Texte wurden in mehr als 15 Sprachen übersetzt. In seiner Wahlheimat Schweden hat er zwei Bücher veröffentlicht, darunter „Till Damaskus“ in Zusammenarbeit mit der schwedischen Lyrikerin Marie Silkeberg. Die englische Übersetzung von „Adrenalin“ (Action Books 2017) stand in den USA vier Monate auf der Liste der „SPD Poetry Bestseller“ und 2018 auf der Longlist für den „Best Translated Book Award“. Sein erstes Buch in deutscher Übersetzung, „Ein Raubtier namens Mittelmeer“ (Arche 2018), erreichte Platz 1 der „Litprom Bestenliste – Sommer 2018“. Almadhoun ist aktuell Stipendiat des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • قصائد سقطت سهواً (Qasaed sakatat sahwan), Arabic Writers Union i Damaskus 2004
  • كلما اتسعت المدينة ضاقت غرفتي (Qulama itasaat al Medina daqat ghorfati), Damascus as Cultural Capital for Arabic Culture 2008
  • Asylansökan. Stockholm : Ersatz, Stockholm 2010 (Übersetzung ins Schwedische)
  • لا أستطيع الحضو (La astatiou alhudour), Arab Institute for Research and Publishing in Beirut and Amman 2014
  • Weg van Damascus, Uitgeverij Jurgen Maas, Amsterdam 2014
  • Till Damaskus, mit Marie Silkeberg. Albert Bonniers, Stockholm 2014, ISBN 9789100138271 (sv)
  • أدرينالين (Adrenalin), Almutawassit, Milano 2017. Second Edition 2018
  • Ik hier jij daar, Uitgeverij Jurgen Maas, Amsterdam 2017 (mit Anne Vegter)
  • Adrenalin, übersetzt ins Englische von Catherine Cobham, Action Books, USA, 2017
  • Ein Raubtier namens Mittelmeer. Gedichte. Übersetzung Larissa Bender. Arche Literatur Verlag, Zürich und Hamburg 2018, ISBN 978-3-7160-2768-4

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Almazraa prize
  • 2008 Damascus Arab Capital of Culture for Young Writers Prize
  • 2012 Klas de Vylders prize
  • 2019 The DAAD Artists-in-Berlin Program award scholarship (Berliner Künstlerprogramm des DAAD)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stefan Weidner: Im Modus der Katastrophe. Rezension. In: FAZ, 19. Mai 2018, S. 12

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]