Ghost (Blogging-Plattform)

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Ghost
Ghost-Logo
Entwickler Ghost Foundation
Erscheinungsjahr 2013
Aktuelle Version 0.11.10
(16. Juni 2017[1][2])
Aktuelle Vorabversion 1.0.0-beta.2
(23. Juni 2017[1])
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmiersprache Node.js (JavaScript)
Kategorie Weblog-Software
Lizenz MIT-Lizenz (Open-Source)
deutschsprachig Nein
ghost.org

Ghost ist eine freie Blogging-Plattform, die in JavaScript geschrieben ist und unter Node.js läuft. Sie ist minimalistisch aufgebaut und verfolgt das Ziel, ein System zum Verfassen und zur Veröffentlichung von Artikeln zu bieten, bei dem Blogger nicht von anderen Dingen abgelenkt werden.[3][4]

Das von den beiden Softwareentwicklern John O’Nolan und Hannah Wolfe gestartete Projekt wurde auf Kickstarter innerhalb von 29 Tagen mit knapp 200.000 britischen Pfund unterstützt, obwohl das ursprüngliche Ziel nur bei 25.000 lag.[5][6] Nach dem erfolgreichen Start wurde, wie bereits auf der Kickstarter-Seite angekündigt, die Ghost Foundation als gemeinnützige Non-Profit-Organisation gegründet, die sich von nun an um die Weiterentwicklung von Ghost kümmert. Die Software kann kostenlos von GitHub heruntergeladen und installiert werden.

Editor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß dem minimalistischen Grundgedanken hinter Ghost ist auch der Beitrags-Editor so einfach wie möglich aufgebaut. Im Gegensatz zu anderen bekannten Weblog-Softwares und Content-Management-Systemen wie z. B. WordPress besitzt Ghost keinen visuellen WYSIWYG-Editor, sondern baut stattdessen auf der Markdown-Sprache auf, mit der die Texte formatiert werden können. Auf Formatierungs-Buttons wird dabei ebenfalls bewusst verzichtet, um das Tippen nicht durch das Anklicken von Buttons unterbrechen zu müssen.[7]

Themes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie bei anderen modernen CMS kann das Aussehen von Ghost mit Themes angepasst werden. Dazu wird als Template-Sprache Handlebars verwendet,[8] mit der sich auf einfache Weise Variablen in den ausgegebenen HTML-Code einsetzen und zugehörige Kontrollstrukturen von den Entwicklern implementieren lassen.[9]

Die Ghost Foundation stellt für die Themes einen offiziellen Marktplatz zur Verfügung, auf dem sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Themes gelistet werden.[10] Die gelisteten Themes zeigen hierbei ein Vorschaubild an, welches mit einer benutzerspezifischen Webseite verlinkt ist, auf der das Theme heruntergeladen oder gekauft werden kann. Envato führt als offizieller Launch-Partner von Ghost ebenfalls ein Sortiment, in dem sich aktuell (Stand: Januar 2017) 208 verschiedene Themes befinden.[11]

Plugins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plugins werden in der aktuellen Version von Ghost noch nicht unterstützt. Eine Plugin-API wurde jedoch bereits angekündigt und soll zukünftig zur Verfügung stehen. Die entsprechenden Erweiterungen werden dann als „Ghost Apps“ bezeichnet.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Releases bei Github
  2. Kevin Ansfield: Ghost 0.11.10
  3. Diego Wyllie: Ghost – Minimalistisches Content-Management für Blogger. In: Computerwoche.de. 25. Februar 2014; abgerufen am 22. Mai 2016.
  4. Richard Schwerthalter: Ghost CMS – Der neue Stern am Blogger-Himmel? In: pressengers. 12. Februar 2014; abgerufen am 22. Mai 2016.
  5. John O'Nolan: Ghost: Just a Blogging Platform by John O’Nolan. Abgerufen am 22. Mai 2016 (englisch).
  6. Mario Janschitz: Ghost CMS: Endlich ist es da! In: t3n.de. yeebase media GmbH, 14. Oktober 2013; abgerufen am 22. Mai 2016.
  7. 5 interessante Content-Management-Systeme für Node.js. Ghost. NodeCode.de; abgerufen am 24. Mai 2016.
  8. Ghost-Themes. Leg los mit Deinen eigenen Themes für Ghost. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  9. Handlebars.js: Minimal Templating on Steroids. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  10. The Ghost Open Marketplace. Abgerufen am 24. Mai 2016.
  11. Ghost Blogs & Ghost Themes from ThemeForest. Abgerufen am 12. Januar 2017.
  12. Planned Features. Apps. 13. Mai 2015; abgerufen am 4. Mai 2016.