Gian Alfonso Oldelli

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Gian Alfonso Oldelli OFMCap (* 6. August 1733 in Mendrisio; † 5. März 1821 in Lugano) war ein Schweizer Kapuziner, Hochschullehrer und Heimatforscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gian Alfonso Oldelli war der Sohn des Stuckateurs Giovan Antonio Oldelli (* 4. April 1691 in Meride; † nach dem 7. März 1758) und dessen Ehefrau Anna, Tochter des Stuckateurs Santino Busi (1664–1736).

Sein Noviziat hatte er im Kloster Santa Maria degli Angeli in Lugano; anschliessend trat er in den Orden der Minderen Brüder ein.

Er war Lektor für Theologie in Como, Varese und Mailand. In der Zeit von 1788 bis 1791 war er Guardian des Klosters Santa Maria degli Angeli; 1793 war er für weitere drei Jahre auch Guardian des Klosters Santa Chiara in Neapel. 1815 wurde er Generalkommissar der Reformatenprovinz Insubrien und blieb dies bis zu seinem Tod.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gian Alfonso Oldelli war nicht nur ein Bussprediger, sondern befasste sich auch mit Theologie und Geschichte und war zu seiner Zeit einer der bekanntesten Kanzelredner der italienischen Schweiz, der auch in Nord- und Mittelitalien sowie in Wien predigte.

Sein Lexikon der berühmten Männer des Kantons Tessin, Dizionario storico ragionato degli uomini illustri del Canton Ticino, das er 1807, mit einem Nachtrag von 1811, herausgab, dient heute noch als wichtiges biografisches Nachschlagewerk.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mendrisio wurde ihm zu Ehren die Strasse Via Gian Alfonso Oldelli nach ihm benannt.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]