Gian Giacomo Caraglio

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Caraglio, Gian Giacomo (Giovanni) (* ca. 1500 in Parma oder Verona; † 1570 in Parma) war ein italienischer Zeichner, Kupferstecher, Architekt und Medailleur des Manierismus.

Merkur und Herse (aus der Serie „Götterlieben“)

Caraglio gilt als Nachfolger des als „Kopisten“ zahlreicher Werke Raffaels bedeutenden Kupferstechers Marcantonio Raimondi, dessen Schüler er wahrscheinlich war. Er stach Serien nach Rosso Fiorentino („Herkulestaten“, „Götter“) und Perino del Vaga („Götterlieben“). Seine Stiche wirken weniger plastisch als die Raimondis, und betonen die dekorativ bewegte Linie. Sein Stil wurde in der Stechkunst von der Schule von Fontainebleau und in Mantua weiterentwickelt. Ab 1539 war Caraglio in Krakau Medailleur für den polnischen König Sigismund I.[1][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  L. Forrer: Biographical Dictionary of Medallists. Caraglio, Giovan Jacopo. Volume I, Spink & Son Ltd, London 1904, S. 350.
  2.  L. Forrer: Biographical Dictionary of Medallists. Caraglio, Giovan Jacopo. Volume VII, Spink & Son Ltd, London 1923, S. 152.