Gian Giacomo Caraglio

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gian Giacomo Caraglio (* ca. 1500 in Parma oder Verona; † 1570 in Parma) war ein italienischer Zeichner, Kupferstecher, Architekt und Medailleur des Manierismus.

Merkur und Herse (aus der Serie „Götterlieben“)

Caraglio gilt als Nachfolger des als Kopisten zahlreicher Werke Raffaels bedeutenden Kupferstechers Marcantonio Raimondi, dessen Schüler er wahrscheinlich war. Er stach Serien nach Rosso Fiorentino („Herkulestaten“, „Götter“) und Perino del Vaga („Götterlieben“). Seine Stiche, oft pornographischen Inhalts, wirken weniger plastisch als die Raimondis und betonen die dekorativ bewegte Linie. Sein Stil wurde in der Stechkunst von der Schule von Fontainebleau und in Mantua weiterentwickelt. Ab 1539 war Caraglio in Krakau Medailleur für den polnischen König Sigismund I.[1][2]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Merkus und Herse
  • Venus und Mars von Vulkan überrascht, 1550[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gian Giacomo Caraglio – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. L. Forrer: Biographical Dictionary of Medallists. Caraglio, Giovan Jacopo. Volume I. Spink & Son Ltd, London 1904, S. 350.
  2. L. Forrer: Biographical Dictionary of Medallists. Caraglio, Giovan Jacopo. Volume VII. Spink & Son Ltd, London 1923, S. 152.
  3. Lykke Aresin, Helga Hörz, Hannes Hüttner, Hans Szewczyk (Hrsg.): Lexikon der Humansexuologie. Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1990, ISBN 3-333-00410-0, S. XII f.