Giethoorn

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Giethoorn ist eine Ortschaft von 2500 Einwohnern in der Provinz Overijssel, Niederlande. Administrativ gehört sie zusammen mit Steenwijk, Vollenhove und Blokzijl zur Gemeinde Steenwijkerland. Sie wird wegen der vielen Grachten im Ort auch „das Venedig des Nordens“ genannt. Dieses acht Kilometer lang geschlängelt um einen Dorfkanal (dorpsgracht) angelegte Dorf liegt am Rande des Naturschutzgebietes „De Wieden“.

Die Häuser stehen jeweils auf Anhöhen und haben oft noch die typischen Schilfdächer mit geschwungener Kamelform. Das Dorf wird von zahlreichen Querkanälen durchzogen. Über die Kanäle sind die charakteristischen Holzbrücken dieses „Wasserdorfes“ gebaut. Giethoorn liegt im größten Tieflandsmoorgebiet in West-Europa, zu dem der Nationalpark Weerribben-Wieden gehört. Das autofreie Giethoorn ist ein touristischer Anziehungspunkt, der von mehr als 1 Million Touristen pro Jahr besucht wird.

Der Besucherstrom wurde ab 1958 durch den Film „Fanfare“ des Regisseurs Bert Haanstra (deutscher Titel: „… und die Musik bläst dazu“) ausgelöst, der in Giethoorn gedreht wurde und von 2,6 Millionen Zuschauern[1] in niederländischen Kinos gesehen wurde.

Im März 2015 wurde bekannt, dass Giethoorn als einziges Dorf auf dem Spielbrett der erneuerten Weltversion von Monopoly vertreten sein wird. Bei einer internationalen Abstimmung hatte es sich neben Madrid eine Wildcard sichern können. Damit sind die Niederlande der einzige Staat, der auf dem Brett mit zwei Feldern vertreten ist, da sich neben Giethoorn auch Amsterdam qualifizieren konnte.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bert Haanstra - eine biografische Skizze haanstra-retrospektive.de
  2. Thijs van Soest: Keethorn? Gietkorn? Giethoorn op speelbord wereldeditie Monopoly. In: volkskrant.nl. De Volkskrant, 19. März 2015, abgerufen am 19. März 2015 (niederländisch).

Koordinaten: 52° 44′ N, 6° 5′ O