Winkel (Gifhorn)

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Koordinaten: 52° 27′ 30″ N, 10° 29′ 40″ O

Winkel
Stadt Gifhorn
Ehemaliges Gemeindewappen von Winkel
Höhe: 54 (53–55) m
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38518
Vorwahl: 05371

Winkel ist ein Ortsteil der Stadt Gifhorn im niedersächsischen Landkreis Gifhorn. Er liegt im Südwesten der Kernstadt und ist von größeren Wald- und Heideflächen (Gifhorner Heide oder Gifhorner Schweiz) umgeben.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Übergangsbereich zwischen Harz und Heide erstreckt sich im Südwesten von Gifhorn das Gebiet des Ortsteils Winkel. Die Landschaft wird weitgehend durch ein Naturschutzgebiet bestimmt. Bei Winkel mündet die Hehlenriede in den Allerkanal. An der B 4 liegt der Waldsee.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Benachbarte Gebietskörperschaften sind die Kernstadt Gifhorn im Osten, Neubokel im Norden, Ribbesbüttel und Vollbüttel im Süden sowie Leiferde im Westen. Nächstgelegene größere Städte sind Wolfsburg, Braunschweig und Celle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hermann-Löns-Denkmal

Winkel ist ein Stadtteil, der im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform am 1. März 1974 zusammen mit den ehemals selbständigen Gemeinden Kästorf, Gamsen, Wilsche und Neubokel in die Stadt Gifhorn eingemeindet wurde.[1]

Der Heide-Dichter Hermann Löns hielt sich ab 1904 gelegentlich für Naturbeobachtungen und Jagdzwecke in Winkel auf. Er verfasste Literatur, die im Ort und der Umgebung spielt. In seiner Erzählung Haidbilder (von 1913), Kapitel Das taube Tal, erwähnt Löns den Ort Winkel. Dabei erzählt er eine Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg, die sich in einem Tal in der Nähe abgespielt haben soll. In Winkel gibt es ein Löns-Denkmal, eine Gaststätte Löns-Krug und einen „Arbeitskreis der Hermann-Löns-Freunde im Landkreis Gifhorn“ mit Sitz in Brome.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsrat Winkel sind folgende Fraktionen vertreten:

Der Ortsrat besteht aus fünf Personen mit einem Ortsbürgermeister an der Spitze. Dieses Gremium beschließt und ist zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt jedoch dem Rat der Stadt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Landkreis Gifhorn. Hrsg. von Niedersächsischen Landesverwaltungsamt. Bremen 1972. (Die Landkreise in Gifhorn, Bd. 26, ISBN 3-87172-327-4)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 226.