Gignese

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Gignese
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Gignese (Italien)
Gignese
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 45° 52′ N, 8° 31′ OKoordinaten: 45° 52′ 0″ N, 8° 31′ 0″ O
Höhe 707 m s.l.m.
Fläche 14 km²
Einwohner 1.008 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 72 Einw./km²
Postleitzahl 28836
Vorwahl 0323
ISTAT-Nummer 103034
Volksbezeichnung gignesini
Schutzpatron Mauritius (Heiliger) (15. Januar)
Website Gignese
Gignese
Gignese und Umgebungen
Mottarone

Gignese ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in dr Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt auf einer Höhe von 707 m ü. M. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 14 km². Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Alpino, Nocco und Vezzo. Gignese liegt zwischen dem Ortasee und dem Lago Maggiore, in der Nähe des Monte Mottarone. Auf dem Mottarone in einer Höhe von 1491 m s.l.m. hat man eine gute Fernsicht.

Die Nachbargemeinden sind Armeno, Brovello-Carpugnino, Omegna und Stresa.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Gignese (ursprünglich Zinexium) war erstmal im Jahr 1269 in einem Dokument erwähnt in dem Braga de Zinexio eine Gebühr an das Kloster von Arona zahlte. Die Gemeinde unterworfen dem Erzbistum Mailand ging im 14. Jahrhundert an die Familie Visconti von Mailand über, die 1441 Gignese an die Familie Borromeo bis zur Abschaffung der Lehen 1797 weitergaben.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 1016 959 956 783 871 927 873 951 850 789 943 1009 1008

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich das Museo dell’Ombrello, ein Schirmmuseum mit Stücken aus vielen Ländern und verschiedenen Jahrhunderten.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer grünen Naturterrasse zwischen Gignese und Vezzo befindet sich der 9-Loch-Alpin-Golfclub von Stresa. Begonnen 1924, fand im September 1925 das erste Italian Open mit 3 Teilnehmern statt, gewonnen von Francesco Pasquali, gefolgt von 1926 und 1927 von zwei weiteren Ausgaben mit 16 und dann 30 Teilnehmern. Unmittelbar nach dem Krieg gab es mehrere Demonstrationen, die auf den Fairways im Ortschaft Alpino stattfanden; auf nationaler Ebene wurde im August 1945 das viereckige Turnier Italien-Großbritannien-Südafrika-USA gespielt, das der Italiener gegen Südafrika gewann. Im September 1946 wurde das National Championship Doppel gemischt. Im Juli 1948 fand die High Italy Team Championship statt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Maurizio wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wieder aufgebaut. Es bewahrt eine Deposition des Malers Fermo Stella da Caravaggio aus dem Jahr 1562.
  • Museo dell’Ombrello e del Parasole (Regenschirm- und Sonnenschirmmuseum) wurde von Igino Ambrosini 1939 in Gignese gegründet. 1976 wurde ein neues Museum gebaut. Auf zwei Etagen, im Erdgeschoss, befindet sich eine Sammlung von etwa dreihundert Funden (von mehr als 1.500 katalogisiert), die das Ergebnis einer Handwerkskunst sind, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts von den saisonalen Emigranten praktiziert wird. Im zweiten Stock befindet sich ein Raum, der der Ausstellung von Fotomaterial gewidmet ist und an die Arbeitsweise dieser besonderen Art von Wanderhandwerkern, den Lusciat, erinnert. Gemeinsam mit vielen anderen Haushältern war der Fachjargon der lusciàt, genannt tarùsc. Das Regenschirm- und Sonnenschirmmuseum wird jährlich von 8–10.000 Besuchern besucht.
  • Ortschaft Alpino ist ein Wohnkomplex an den Hängen des Mottarone, auf einer durchschnittlichen Höhe von ca. 800 m ü. M. Dieser Ort erstreckt sich über das Gebiet der Gemeinden Gignese und Stresa und zeichnet sich durch eine herrliche Aussicht auf den Borromäischen Golf aus. Die bedeutendsten Maler der Mailänder Gegend blieben im Alpino: (Ernesto Bazzaro, Leonardo Bazzaro, Eugenio Gignous, Filippo Carcano, U. Dell’Orto, G. Boggiani, Pompeo Mariani), unter den Musikern: Ildebrando Pizzetti, Arturo Toscanini, Guido Cantelli, Giovanni Anfossi mit seinem Schüler Arturo Benedetti Michelangeli. Der damals technischer Kommissar der italienischen Fußballnationalmannschaft, Vittorio Pozzo hatte 1934 an diesem Ort einen Teil der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 1934 mit dem Ziel, seine Spieler von den Anstrengungen der Meisterschaft zu entgiften.
  • Botanische Garten Alpinia befindet sich am panoramischsten Punkt Mottino.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
  • Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Touring Club Italiano, Milano 1976, S. 660, Gignese online (italienisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gignese – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gignese (italienisch) auf tuttitalia.it
  • Gignese (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Gignese (italienisch) auf piemonte.indettaglio.it/ita/comuni
  • Gignese auf verbanensia.org
  • Tra Arte e Fede auf verbanensia.org
  • Gignese auf de.lagomaggiore.net, abgerufen 26. November 2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.