Gil Ofarim

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Gil Ofarim, 2017

Gil Ofarim (* 13. August 1982 in München als Gil Doron Reichstadt[1]), ist ein deutscher Rockmusiker, Schauspieler, Musical-Darsteller und Synchronsprecher. Neben seinen Solo-Tätigkeiten wirkte Ofarim als Leadsänger in den Gruppen Zoo Army und Acht. mit.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gil und Verena Ofarim, 2016

Gil Ofarim ist der Sohn des israelischen Sängers Abi Ofarim und dessen dritter Ehefrau Sandra.[2] Sein Bruder Tal Ofarim war so wie er Kandidat bei The Voice of Germany und ist Mitglied bei Zoo Army. Seit 15. Dezember 2014 ist Gil mit Verena Brock verheiratet. Die beiden haben einen Sohn (geboren 2015) und eine Tochter (geboren 2017).[3]

Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gil Ofarim, 2017

Als Teenager wurde Gil Ofarim 1997 für eine Foto-Love-Story in der Jugendzeitschrift Bravo entdeckt, in der er einen Musiker darstellte. Aus diesem Engagement entwickelte sich seine Musikkarriere. Anfangs unter dem Namen Gil erreichte er mit Titeln wie Round 'N' Round (It Goes), Talk To You, Never Giving Up Now und If You Only Knew Chartplatzierungen.[4] 1998 landete er in Kanada mit Let the Music Heal Your Soul einen Top-10-Hit, danach tourte er drei Jahre lang durch Asien.[5]

Seit 2003 tritt er als Gil Ofarim auf. Im Juni desselben Jahres trat er im Münchner Olympiastadion als Vorgruppe für die Rockband Bon Jovi auf, nachdem Jon Bon Jovi von einem Konzertveranstalter auf den Nachwuchsmusiker aufmerksam gemacht worden war.[1] 2005 gründete Ofarim die Rockband Zoo Army, die im März 2006 ihr Debütalbum 507 veröffentlichte.[1] 2007 lieferte er zwei Songs für die deutschen Soundtracks von Disney-Kinofilmen: In Triff die Robinsons sang er Mehr als du seh’n kannst, und für Verwünscht interpretierte er die Ballade So nah!.[6]

2008 gründete Ofarim erneut eine Band, genannt Acht., die neben vielen Festival-Auftritten Vorgruppe bei der Tour von Alex Band, dem Sänger von The Calling war. 2010 gründete er mit Neuzeitstürmer ein eigenes Label.[7] Das Debütalbum von Acht., Stell Dir Vor, wurde 2010 veröffentlicht.[4] 2012 nahm er an der zweiten Staffel der Casting-Show The Voice of Germany teil und schaffte es im Team von Xavier Naidoo bis ins Viertelfinale.[8] Mit seinen Coverversionen von Iris (Goo Goo Dolls) und Man in the Mirror (Michael Jackson) konnte er sich in den Charts platzieren. 2016 spielte er eine Hauptrolle als Berger im vom Theater Magdeburg aufgeführten Musical Hair auf dem Magdeburger Domplatz.[5]

Seit Ende 2016 tritt er wieder solo als Gil Ofarim auf. Anfang 2017 fungierte er in der RTL-Show It Takes 2 als Gesangscoach und erreichte mit Teammitglied Rebecca Siemoneit-Barum den zweiten Platz.[9] Im selben Jahr steuerte er die deutsche Titelmelodie für die Serie Nils Holgersson auf KiKA bei, einer Neuauflage der Animationsserie Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen.[10] Bis Februar 2017 hatte Ofarim rund fünf Millionen Tonträger weltweit verkauft.[5]

Film- und Fernsehrollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 hatte Ofarim seine erste Rolle in der Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten, in der er fünf Episoden lang sich selbst spielte. 2004 verkörperte er in der ProSieben-Produktion Endlich Sex! die Figur des Christoph, 2006 im Fernseh-Zweiteiler Die Sturmflut spielte er den Stefan Döbbelin. Ebenfalls 2006 war er im Psychothriller Strip Mind als Max zu sehen. 2008 wirkte er als Leon in einer Episode der Jugend-Detektivserie Ein Fall für B.A.R.Z. mit, 2010 dann in der Krimi-Reihe Ein starkes Team als Bastian Emmerling. 2015 bekam er in der deutschen Mystery-Fernsehserie Armans Geheimnis eine wiederkehrende Rolle als Mick.

2017 nahm Ofarim als Kandidat an der 10. Staffel der RTL-Show Let’s Dance teil und gewann diese zusammen mit Tanzpartnerin Ekaterina Leonova.[11] Ofarim drehte 2017 die Kinokomödie Unter deutschen Betten, in der er als der Musiker C.J. dabei ist, und Das Wasser des Lebens für die Märchenreihe Sechs auf einen Streich der ARD, in dem er Prinz Falk darstellt. Auch spielte er in zwei Episoden der RTL-Serie Alles was zählt sich selbst. Nachdem Ofarim bereits für einige deutsche Fassungen von Film- und Fernsehproduktionen Musik beigesteuert hatte, übernahm er 2017 in My Little Pony: Der Film die Synchronrolle der Figur Capper. Im Juli 2017 stand Ofarim für das Label Tom Ford für eine Kampagne vor der Kamera.[12]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Label Titel Chartplatzierungen[13][14][15] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1998 RCA, BMG Here I Am 20
(8 Wo.)
47
(2 Wo.)
34
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1998
2000 Ariola, BMG The Album als Gil; Zweitversion: The Album + 4 (BMG)
2001 Ariola, BMG Music Indonesia The Best Of Gil... So Far als Gil
2003 NEO On My Own

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Label Titel Album Chartplatzierungen[13][14][15] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1997 RCA Round 'N' Round (It Goes) Here I Am 29
(11 Wo.)
21
(8 Wo.)
11
(13 Wo.)
als Gil; Erstveröffentlichung: November 1997
1998 Edel Let the Music Heal Your Soul Surfin' USA als Gil; Erstveröffentlichung: März 1998
RCA, BMG Never Giving Up Now Here I Am 37
(6 Wo.)
40
(2 Wo.)
15
(5 Wo.)
als Gil; Erstveröffentlichung: März 1998
RCA, BMG If You Only Knew Here I Am 98
(1 Wo.)
als Gil; Erstveröffentlichung: Juni 1998; (Feat. The Moffatts)
BMG Ariola Media GmbH Talk To You The Best Of Gil... So Far 45
(9 Wo.)
44
(2 Wo.)
als Gil; Erstveröffentlichung: November 1998
1999 BMG Ariola Walking Down The Line The Album als Gil
BMG Ariola Out Of My Bed (Still In My Head) The Album 82
(3 Wo.)
als Gil; Erstveröffentlichung: Oktober 1999
2003 Neotone GmbH The Reason On My Own 84
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2003
2004 Neotone Ltd In Your Eyes 59
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2004
2012 The Voice Of Germany Iris 67
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2012
The Voice Of Germany Man in the Mirror Alle Songs aus der Show –
The Voice of Germany – Live Show 4 – 30.11.
99
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2012
2016 Kosmo Records Anybody mit DJ Tomcraft[16]
2017 Neuzeitstürmer Still Here Erstveröffentlichung: Februar 2017

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronsprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gil Ofarim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dieser frühere "The Voice of Germany"-Star wird zum zweiten Mal Vater. prosieben.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  2. Marion Wierl: Gil Ofarims Eltern: Er kommt aus einer Künstlerfamilie. Promipool, 7. April 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  3. Juhu, er ist wieder Papa geworden! Und das Baby heißt... Bunte.de, 31. Januar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  4. a b Gil Ofarim: Steckbrief, Bilder und News. web.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  5. a b c IT TAKES 2: Gil Ofarim ist Musiker mit Leib und Seele. rtl.de, 1. Februar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  6. Gil Ofarim. VIP.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  7. Heiko Portale: „Keine Ahnung, warum gerade ich. . .“ Lausitzer Rundschau, 1. November 2010, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  8. Favoriten-Schwund „The Voice“: Gil Ofarim raus - Fans verärgert. Express, 1. Dezember 2012, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  9. IT TAKES 2: Annett Möller siegt im Finale. rtl.de, 18. Februar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  10. 3D-Animationsserie für KiKA. Bayerischer Rundfunk, 21. August 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  11. Gil Ofarim gewinnt das große "Let’s Dance"-Finale. Focus, 9. Juni 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  12. Thank you @gilofarim for this lovely day! Instagram-Account Marion Heinrich, 27. Juli 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  13. a b Gil Ofarim. musicline.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  14. a b Gil. austriancharts.at, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  15. a b Gil. hitparade.ch, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  16. Spring Break Beats 2017 (The Biggest Spring Break Madness). Discogs, abgerufen am 25. Oktober 2017.