Gil Ofarim

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Gil Ofarim (2018)

Gil Ofarim (* 13. August 1982 in München als Gil Doron Reichstadt[1]), ist ein deutscher Rockmusiker, der sowohl solo als auch als Leadsänger der Bands Zoo Army und Acht. auftritt. Daneben arbeitet er als Schauspieler, Musical-Darsteller und Synchronsprecher.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gil und Verena Ofarim (2016)

Gil Ofarim ist der Sohn des israelischen Sängers Abi Ofarim (1937–2018) und dessen dritter Ehefrau Sandra.[2] Sein Bruder Tal Ofarim war so wie er Kandidat bei The Voice of Germany und ist Mitglied bei Zoo Army. Seit 15. Dezember 2014 ist Gil mit Verena Brock verheiratet. Die beiden haben einen Sohn (geboren 2015) und eine Tochter (geboren 2017).[3] Im März 2018 wurde die Trennung des Paars bekannt.[4]

Musikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gil Ofarim (2018)

Als Teenager wurde Gil Ofarim 1997 für eine Foto-Love-Story in der Jugendzeitschrift Bravo entdeckt, in der er einen Musiker darstellte. Aus diesem Engagement entwickelte sich seine Musikkarriere. Anfangs unter dem Namen Gil erreichte er mit Titeln wie Round ‘N’ Round (It Goes), Talk To You, Never Giving Up Now und If You Only Knew Chartplatzierungen.[5] 1998 landete er in Kanada mit Let the Music Heal Your Soul einen Top-10-Hit, danach tourte er drei Jahre lang durch Asien.[6]

Seit 2003 tritt er als Gil Ofarim auf. Im Juni desselben Jahres trat er im Münchner Olympiastadion als Vorgruppe für die Rockband Bon Jovi auf, nachdem Jon Bon Jovi von einem Konzertveranstalter auf den Nachwuchsmusiker aufmerksam gemacht worden war.[1] 2005 gründete Ofarim die Rockband Zoo Army, die im März 2006 ihr Debütalbum 507 veröffentlichte.[1] 2007 lieferte er zwei Songs für die deutschen Soundtracks von Disney-Kinofilmen: In Triff die Robinsons sang er Mehr als du seh’n kannst, und für Verwünscht interpretierte er die Ballade So nah!.[7]

2008 gründete Ofarim die Band Acht., die neben vielen Festival-Auftritten Vorgruppe bei der Tour von Alex Band, dem Sänger von The Calling war. 2010 gründete er mit Neuzeitstürmer ein eigenes Label.[8] Das Debütalbum von Acht., Stell Dir Vor, wurde 2010 veröffentlicht.[5] 2012 nahm er an der zweiten Staffel der Casting-Show The Voice of Germany teil und schaffte es im Team von Xavier Naidoo bis ins Viertelfinale.[9] Mit seinen Coverversionen von Iris (Goo Goo Dolls) und Man in the Mirror (Michael Jackson) konnte er sich in den Charts platzieren. 2016 spielte er eine Hauptrolle im vom Theater Magdeburg aufgeführten Musical Hair auf dem Magdeburger Domplatz.[6]

Anfang 2017 fungierte er in der RTL-Show It Takes 2 als Gesangscoach und erreichte mit Kandidatin Rebecca Siemoneit-Barum den zweiten Platz.[10] Im selben Jahr steuerte er die deutsche Titelmelodie für die Serie Nils Holgersson auf KiKA bei, einer Neuauflage der Animationsserie Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen.[11] Anfang 2018 fungierte er als Musikpate bei der KiKA-Sendung Dein Song. [12] Bis Februar 2017 hatte Ofarim rund fünf Millionen Tonträger weltweit verkauft.[6]

Film- und Fernsehrollen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 hatte Ofarim seine erste Rolle in der Serie Gute Zeiten, schlechte Zeiten, in der er fünf Episoden lang sich selbst spielte. 2004 wirkte er in der ProSieben-Produktion Endlich Sex! und 2006 im Fernseh-Zweiteiler Die Sturmflut mit. Ebenfalls 2006 war er im Psychothriller Strip Mind zu sehen. 2008 wirkte in einer Episode der Jugend-Detektivserie Ein Fall für B.A.R.Z. mit, 2010 in der Krimi-Reihe Ein starkes Team. 2015 bekam er in der deutschen Mystery-Fernsehserie Armans Geheimnis eine wiederkehrende Rolle.

2017 nahm Ofarim als Kandidat an der 10. Staffel der RTL-Show Let’s Dance teil und siegte zusammen mit Tanzpartnerin Ekaterina Leonova.[13] 2017 wirkte er in der Kinokomödie Unter deutschen Betten und in Das Wasser des Lebens aus der Märchenreihe Sechs auf einen Streich der ARD mit. Auch spielte er in zwei Episoden der RTL-Serie Alles was zählt sich selbst. Nachdem Ofarim bereits für einige deutsche Fassungen von Film- und Fernsehproduktionen Musik beigesteuert hatte, übernahm er 2017 in My Little Pony: Der Film die Synchronrolle der Figur Capper. Im Juli 2017 stand er für eine Kampagne des Labels Tom Ford vor der Kamera.[14]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Diskografie von Zoo Army, siehe Zoo Army#Diskografie.
Für die Diskografie von Acht., siehe Acht.#Diskografie.

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1998 Here I Am 20
(8 Wo.)
47
(2 Wo.)
34
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1998

weitere Alben

  • 2000: The Album
  • 2003: On My Own
  • 2018: 20 Years (#1/4)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: The Best of Gil … So Far

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[15] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
1997 Round ’n' Round (It Goes)
Here I Am
29
(11 Wo.)
21
(8 Wo.)
11
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1997
1998 Never Giving Up Now
Here I Am
37
(6 Wo.)
40
(2 Wo.)
15
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1998
If You Only Knew
Here I Am
98
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1998
(feat. The Moffatts)
Talk to You
The Best of Gil … So Far
45
(9 Wo.)
44
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1998
1999 Out of My Bed (Still in My Head)
The Album
82
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1999
2003 The Reason
On My Own
84
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 2003
2004 In Your Eyes 59
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 2004
2012 Iris 67
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2012
Man in the Mirror 99
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 2012

weitere Singles

  • 1999: Walking Down The Line
  • 2017: Still here

Gastbeiträge

Soundtracks

  • 2007: Mehr Als Du Seh'n Kannst (Triff die Robinsons)
  • 2007: So Nah! (Verwünscht)
  • 2017: Nils Holgersson (Titelsong zur Animationsserie Nils Holgersson)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronsprecher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gil Ofarim, Ina Bohnsack: GIL OFARIM: Fotografien von Ina Bohnsack. Schwarzkopf & Schwarzkopf Media, 2017, ISBN 978-3942665209.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gil Ofarim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Dieser frühere "The Voice of Germany"-Star wird zum zweiten Mal Vater. prosieben.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  2. Marion Wierl: Gil Ofarims Eltern: Er kommt aus einer Künstlerfamilie. Promipool, 7. April 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  3. Juhu, er ist wieder Papa geworden! Und das Baby heißt... Bunte.de, 31. Januar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  4. Das sagt er zu den Vorwürfen seiner Frau. FOCUS ONLINE, 28. März 2018, abgerufen am 28. März 2018.
  5. a b Gil Ofarim: Steckbrief, Bilder und News. web.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  6. a b c IT TAKES 2: Gil Ofarim ist Musiker mit Leib und Seele. rtl.de, 1. Februar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  7. Gil Ofarim. VIP.de, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  8. Heiko Portale: „Keine Ahnung, warum gerade ich…“ Lausitzer Rundschau, 1. November 2010, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  9. Favoriten-Schwund „The Voice“: Gil Ofarim raus – Fans verärgert. Express, 1. Dezember 2012, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  10. IT TAKES 2: Annett Möller siegt im Finale. rtl.de, 18. Februar 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  11. 3D-Animationsserie für KiKA. Bayerischer Rundfunk, 21. August 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  12. Musikpate Gil Ofarim. KiKA, abgerufen am 27. Februar 2018.
  13. Gil Ofarim gewinnt das große "Let’s Dance"-Finale. Focus, 9. Juni 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  14. Thank you @gilofarim for this lovely day! Instagram-Account Marion Heinrich, 27. Juli 2017, abgerufen am 24. Oktober 2017.
  15. a b Chartquellen: DE AT CH