Gilbert Lothair Dodds

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Gilbert Lothair Dodds (* 23. Juni 1918 in Nocatur, Kansas; † 3. Februar 1977 in St. Charles, Illinois), genannt The Flying Parson (der fliegende Pastor) war ein US-amerikanischer Mittelstreckenläufer, der von 1944 bis 1948 Inhaber des Weltrekordes über eine Meile (Halle) war und 1943 mit dem James E. Sullivan Award als bester Amateursportler des Jahres der USA ausgezeichnet wurde.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gil Dodds wurde als eines von fünf Kindern in einem Pfarrhaushalt geboren.[2] Seine Mutter stammte aus Deutschland.[3] Die Familie zog schon bald nach Falls City (Nebraska), wo sein Vater Pastor der Brudergemeinde wurde und Gil die Highschool besuchte. Dort wurde er von Lloyd Hahn trainiert, der selbst bei den Olympischen Sommerspielen 1924 und 1928 in der amerikanischen Mannschaft Mittelstrecken gelaufen war.[3] Dodds verlor in der Highschool kein einziges Rennen.[4] In 1935 lief er über die halbe und die ganze Meile Nebraska-Jugendrekorde. 1935, 1936 und 1937 war er Highschool-Meister von Nebraska. [4] Da er sich beim Tennisspiel einen Leistenbruch zugezogen hatte, musste er beim Sport immer ein Korsett als Stütze tragen. [5] Er besuchte die Ashland University (B.A. in 1941), die Gordon Divinity School und das Wheaton College[2], das er mit dem M.A. in Theologie abschloss.[6] Im College gewann er 39 Rennen in Folge.[7] Am 25. November 1940 gewann Dodds seine erste nationale Meisterschaft im Crosslauf der NCAA.[8] Er gewann außerdem die amerikanischen Hallenmeisterschaften über die Meile 1942, 1944 und 1947.[2] Er lief 1943 in Boston als 2. hinter dem schwedischen Weltrekordler Gunder Hägg mit 4:06.5 min amerikanischen Rekord über die Meile.[2] 1944 brach er den Hallenweltrekord über die Meile im Madison Square Garden, New York City.[9] Eine Woche später verbesserte er erneut seinen eigenen Weltrekord und lief in Chicago 4:06.4 min. 1945 wurde hauptberuflicher Pfarrer.[6] 1947 begann er erneut mit systematischem Training, um sich für die Olympischen Sommerspiele 1948 in London zu qualifizieren. Er verbesserte erneut den Hallenweltrekord über eine Meile (4:05.3 min). Eine Woche vor den U.S. Olympic Trials (Leichtathletik) erkrankte er jedoch an Mumps und konnte nicht starten. Er war von 1945 bis 1959 bei Youth for Christ als Jugendpfarrer angestellt und war außerdem der Leichtathletik- und Crosslauftrainer des Wheaton College und studierte parallel hierzu von 1951 bis 1954 Pädagogik mit den Schwerpunkten Beratung und Leibeserziehung an der Northwestern University. Hier bestand er eine weitere MA-Prüfung.[6] 1959–1964 war er Beratungslehrer an der Naperville Community High School und Trainerassistent in der Leichtathletik und von 1964 bis 1977 Verwaltungsleiter des Huntington College, Huntington (Indiana) [10] Dodds wurde 1943 mit dem James E. Sullivan Award ausgezeichnet, 1997 in die Nebraska High School Sports Hall of Fame[4] und 2016 in die Ashland County Sports Hall of Fame aufgenommen. 2005 wurde er in die Liste der besten Sportler Nebraskas aller Zeiten aufgenommen.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mel Larson: Gil Dodds, The Flying Parson. The Evangelical Beacon, Chicago 1945, S. 73–74.
  2. a b c d Hickok Sports Biographies — Dodds, Gilbert L.. HickokSports.com. 23. September 2008. Archiviert vom Original am 25. November 2013. Abgerufen am 2. Dezember 2016.
  3. a b Mel Larson: Gil Dodds, The Flying Parson. The Evangelical Beacon, Chicago 1945, S. 16.
  4. a b c Gil Dodds, Falls City. Nebraska High School Sports Hall of Fame. 1997. Archiviert vom Original am 20. Dezember 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nebhalloffame.org Abgerufen am 2. Dezember 2016.
  5. Mel Larson: Gil Dodds, The Flying Parson. The Evangelical Beacon, Chicago 1945, S. 77.
  6. a b c Rochester Runners Report. Rochester Runners, New Hampshire. December 2003. Archiviert vom Original am 15. Juli 2011. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rochesterrunners.com Abgerufen am 2. Dezember 2016.
  7. http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=95344887 aufg. 2.Dezember 2016
  8. Arnd Krüger: Amerikanischer Sport zwischen Isolationismus und Internationalismus. Leistungssport. 18(1988), 1, S. 43–47; 2, S. 47–50 aufg. 2. Dezember 2016
  9. Mel Larson: Gil Dodds, The Flying Parson. The Evangelical Beacon, Chicago 1945, S. 7.
  10. http://www.ashlandcosportshof.org/Gil_Dodds.html aufg. 2.Dezember 2016
  11. http://www.dataomaha.com/neb100/player/20 aufg. 2.Dezember 2016