Gildapil

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Gildapil
Der Suco Gildapil liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Lolotoe. Der Ort Gildapil liegt im Südosten des Sucos.
Daten
Fläche 11,83 km²[1]
Einwohnerzahl 1.208 (2015)[1]
Chefe de Suco Afonso Pereira
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Atos 593
Gildapil 615
Gildapil (Osttimor)
Gildapil
Gildapil
Koordinaten: 9° 7′ S, 125° 13′ O

Gildapil (Gilapil) ist ein osttimoresisches Dorf und Suco im Verwaltungsamt Lolotoe (Bobonaro).

Der Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gildapil liegt im Süden des Sucos auf einer Meereshöhe von 890 m. Hier gibt es einen medizinischen Hilfsposten und eine Grundschule, die Escola Primaria Gildapil.[2][3] Die Gemeindehauptstadt Maliana ist über eine kleine Straße 37 km entfernt. Die Einwohner Gildapils kürzen den Weg dorthin über einen Fußpfad ab, wenn sie zum Markt von Maliana gehen, um dort ihren Kaffee zu verkaufen oder Reis einzukaufen.[4]

Der Suco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gildapil
Orte Position[5] Höhe
Atos 9° 6′ S, 125° 11′ O 1146 m
Gildapil 9° 7′ S, 125° 13′ O 890 m
Mandikole 9° 7′ S, 125° 13′ O 1113 m
Sassa 9° 6′ S, 125° 12′ O 1328 m

Im Suco leben 1.208 Einwohner (2015), davon sind 601 Männer und 607 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 102,1 Einwohner/km². Im Suco gibt es 268 Haushalte.[1] Fast 100 % der Einwohner geben Bunak als ihre Muttersprache an. Nur eine kleine Minderheit spricht Tetum Prasa.[6]

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Gildapil eine Fläche von 17,66 km².[7] Nun sind es 11,83 km².[1] Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Lolotoe. Südlich liegt der Suco Lebos, östlich Lontas (beide im Verwaltungsamt Lolotoe), nordöstlich Leber (Verwaltungsamt Bobonaro) und nördlich Saburai (Verwaltungsamt Maliana). Der Fluss Malibaca bildet die Grenze zum indonesischen Westtimor im Westen.

Im Südosten des Sucos liegt westlich vom Ort Gildapil das Dorf Mandikole (Nandikole). Im Nordosten befinden sich die Orte Atos (Atus) und Sassa. Sassa liegt an einem Nebenfluss des Malibaca.[8] Nördlich von Sassa liegt der Berg Leber (1403 m). Neben Gildapil verfügt auch Atos über eine Grundschule.[2]

Im Suco befinden sich die zwei Aldeias Atos und Gildapil.[9]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2009 wurde ein 15-jähriges Mädchen vom ehemaligen Chefe de Aldeia von Atos ermordet. Deren Vater hatte in der Kommunalwahl im Oktober den Anhänger der FRETILIN besiegt. Mörder und ein Helfer konnten festgenommen werden. Trotzdem wurde gemeldet, dass Mädchen sei Opfer von einer Bande geworden, die sich als Ninjas verkleidet hatte und angeblich die Menschen in der Region terrorisiert. Die Regierung ordnete daher eine großangelegte Polizeiaktion an, die Jagd auf die Ninjas machen sollte. Einige Beobachter kritisieren, dass die Regierung die Gerüchte nutze, um die Bevölkerung einzuschüchtern; die Polizei soll mit unangemessener Brutalität vorgegangen sein.[10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Americo Pereira zum Chefe de Suco gewählt.[11] Bei den Wahlen 2009 gewann Afonso Pereira.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. a b UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento des Originals vom 8. November 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/unmit.unmissions.org (PDF; 535 kB)
  3. Liste der Wahllokale (PDF; 118 kB) zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007
  4. Encouragement House Newsletter Issue No.1
  5. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  6. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Gildapil (tetum; PDF; 8,5 MB)
  7. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento des Originals vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/dne.mof.gov.tl (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  8. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  9. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (PDF; portugiesisch; 323 kB)
  10. HAK Association’s Report on the Human Rights Situation in Covalima and Bobonaro Districts of Timor-Leste (PDF; 243 kB) 15. Februar 2010
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  12. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

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