Giles Martin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Giles Martin, 2006

Giles Martin (* 9. Oktober 1969) ist ein britischer Musikproduzent, Komponist und Multiinstrumentalist. Er ist der Sohn des weltbekannten Beatles-Produzenten George Martin.

Giles Martin wuchs auf, ohne dass ihm die Bekanntheit seines Vaters im Zusammenhang mit den Beatles besonders bewusst war. Sein Vater riet ihm sogar, keine Karriere im Musikbusiness anzustreben. Dennoch spielte Giles Martin zunächst in der kommerziell erfolglosen Band Velvet Jones, produzierte Jingles und arbeitete an verschiedenen Musicals. Er produzierte eine DVD mit einem Konzert, das anlässlich des 50-jährigen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. gegeben wurde.[1]

Größere Aufmerksamkeit wurde Giles Martin durch die Produktion der erfolgreichen britischen Band Kula Shaker zuteil. Anschließend produzierte er verschiedene Künstler, darunter Jeff Beck, Elvis Costello, INXS oder Kate Bush. 2003 produzierte er das in Großbritannien am schnellsten verkaufte Klassik-Album aller Zeiten (Pure von Hayley Westenra).

Zusammen mit seinem Vater überarbeitete er das Album Love, in dem verschiedene Lieder der Beatles neu gemischt, umarrangiert und neu zusammengesetzt wurden, wobei er seine Stärken in der digitalen Musikproduktion und -manipulation für die etwas drastischeren Änderungen auf dem Album Love ausspielte. Martin fungierte als leitender Produzent für Paul McCartneys 2013er Album New,[2] auf dem er neben Marc Ronson, Paul Epworth, und Ethan Johns einige Lieder selbst produzierte.

Zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2017 mischte Giles Martin zusammen mit dem Toningenieur Sam Okell das Beatles-Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band neu ab. Ziel war es, eine Stereoabmischung des Albums herzustellen, die sich an der originalen Monoabmischung aus dem Jahr 1967 orientiert.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C A Management: Giles Martin, abgerufen am 24. Juni 2014
  2. Paul McCartney ‚NEW‘ – Album Out Now!
  3. Interview mit Giles Martin über die Entstehung von der Anniversary Edition