Gilles Cantagrel

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Gilles Cantagrel 2009

Gilles Cantagrel (* 20. November 1937 in Paris) ist ein französischer Musikwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cantagrel studierte Physik, Kunstgeschichte und Musik an der École normale de musique de Paris. Er spielte die Orgel und leitete Chöre. Später wandte er sich dem Journalismus zu und schrieb für die Musikzeitschriften Harmonie und Diapason.

Von 1984 bis 1987 war Cantagrel Programmdirektor von France Musique. Neben seiner Tätigkeit als musikalischer Berater der Direktion von France Musique war er auch Vizepräsident der musikalischen Kommission der Union Européenne de Radiodiffusion et télévision.

Cantagrel trat außerdem häufig als Moderator bei Konzerten im Fernsehen und Hörfunk auf. Er schrieb eine Fernsehserie über die Geschichte der Orgel in Europa. 1985 nahm er an der Gründung der Musikausstellung Musicora teil.

Gilles Cantagrel ist Vorsitzender der Association des Grandes Orgues de Chartres und Vorstandsmitglied mehrerer Einrichtungen, etwa des Centre de Musique Baroque de Versailles, und Kuratoriumsmitglied des Bach-Archivs Leipzig. 2001 wurde er vom französischen Kulturministerium zum Mitglied des Komitees für nationale Feierlichkeiten ernannt.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cantagrel schrieb Monografien über Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Wolfgang Amadeus Mozart. Er ist Herausgeber des Orgelmusikführers Guide de la musique d’orgue (Paris, 1991).

  • Les cantates de J.-S. Bach. Fayard, Paris 2010.
  • J.-S. Bach: Passions, messes et motets. Fayard, Paris 2011.
  • Beiträge in: Bach, la Chair et l'Esprit. Bach, earthly & divine. Bach, Musik für Himmel und Erde. Buch mit 6 CDs. Alpha, Paris 2011.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auskunft des Bundespräsidialamtes