Gilowice (Powiat Żywiecki)

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Gilowice
Wappen von Gilowice
Gilowice (Polen)
Gilowice
Gilowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Żywiec
Geographische Lage: 49° 43′ N, 19° 19′ OKoordinaten: 49° 42′ 42″ N, 19° 18′ 36″ O
Einwohner: 4259 (2008)
Postleitzahl: 34-322
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: SZY
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Gminagliederung: 2 Schulzenämter
Fläche: 28,15 km²
Einwohner: 6204
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 220 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2417032
Adresse: Gilowice 800
34-322 Gilowice



Gilowice (deutsch: Gilowitz, älter Gigersdorf) ist ein Dorf und Sitz der gleichnamigen Gemeinde im Powiat Żywiecki der Woiwodschaft Schlesien, Polen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt am Fluss Łękawka zwischen den Kleinen Beskiden im Norden und Czeretniki-Kamm der Mittelbeskiden im Süden. Das Dorf Łękawica liegt im Westen, Ślemień im Osten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gilowice ist eines der ältesten Dörfer im Saybuscher Becken.

Der Ort wurde erstmals urkundlich als die Pfarrei Gigersdorf seu [— oder] Gerowicz im Peterspfennigregister des Jahres 1326 im Dekanat Auschwitz des Bistums Krakau erwähnt.[2] Der erste Name ist deutschstämmig aber kurzzeitig, der zweite slawisch (polnisch).

Politisch gehörte das Dorf ursprünglich zum Herzogtum Auschwitz, dieses bestand ab 1315 in der Zeit polnischen Partikularismus. Seit 1327 bestand die Lehensherrschaft des Königreichs Böhmen. Das Gebiet von Żywiec mit dem Dorf wurde in den 1450ern unter ungeklärten Umständen aus dem Herzogtum Auschwitz herausgezogen. Endgültig gehörte es zu Polen seit 1465.[3]

Bei der Ersten Teilung Polens kam Gilowice 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, kam Gilowice zu Polen. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Von 1975 bis 1998 gehörte Gilowice zur Woiwodschaft Bielsko-Biała.[4]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Landgemeinde Gilowice gehören die zwei Ortschaften mit einem Schulzenamt Gilowice und Rychwałd.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB); abgerufen am 29. September 2017.
  2. Jan Ptaśnik (Redakteur): Monumenta Poloniae Vaticana T.1 Acta Camerae Apostolicae. Vol. 1, 1207-1344. Sumpt. Academiae Litterarum Cracoviensis, Cracoviae 1913, S. 147–150 (online).
  3. Krzysztof Rafał Prokop: Księstwa oświęcimskie i zatorskie wobec Korony Polskiej w latach 1438–1513. Dzieje polityczne. PAU, Kraków 2002, ISBN 83-8885731-2, S. 175—183 (polnisch).
  4. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB)