Giorgia

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Giorgia bei einem Auftritt 2012

Giorgia Todrani (* 26. April 1971 in Rom), besser bekannt ausschließlich unter ihrem Vornamen Giorgia, ist eine italienische Sängerin, Songwriterin und Radiomoderatorin. Sie gewann 1995 das Sanremo-Festival.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giorgia wuchs in einer Musikerfamilie auf, ihr Vater Giulio Todrani war in den 70er-Jahren als Sänger erfolgreich. Im Alter von 16 Jahren begann sie beim Tenor Luigi Rumbo eine Gesangsausbildung. Anschließend sammelte sie Erfahrungen als Backgroundsängerin und bei Auftritten mit der populären Gruppe Vorrei la pelle nera in den Clubs ihrer Heimatstadt. 1993 qualifizierte sie sich mit Nasceremo bei Sanremo Giovani für die Newcomer-Kategorie des Sanremo-Festivals 1994, wo sie mit E poi debütierte und den siebten Platz erreichte. Das unmittelbar anschließend herausgebrachte erste Album Giorgia war bereits ein ansehnlicher Erfolg. Nur wenige Monate später holte sie Luciano Pavarotti in seine Pavarotti-&-Friends-Show, wo sie zusammen mit Pavarotti sang.

Im Jahr 1995, nun in der Hauptkategorie, gewann Giorgia das Sanremo-Festival. Der Siegertitel Come saprei, den sie gemeinsam mit Eros Ramazzotti geschrieben hatte, brachte ihr auch den Kritikerpreis ein. Im Anschluss veröffentlichte sie auch das zweite Album Come Thelma & Louise, das Platz zwei der Charts erreichte. Andrea Bocelli, der ebenfalls 1994 beim Sanremo-Festival in der Newcomer-Kategorie angetreten war, nahm 1995 im Duett mit Giorgia das Lied Vivo per lei für das Album Bocelli auf. Bei ihrem dritten Auftritt in Sanremo 1996 belegte die Sängerin mit Strano il mio destino den dritten Platz; ihr drittes Album Mangio troppa cioccolata wurde von Pino Daniele produziert und konnte erstmals Platz eins der Charts erreichen.

Nach dem Album Girasole von 1999 kehrte Giorgia 2001 nach Sanremo zurück und gelangte bis auf Platz zwei; an ihrem Beitrag Di sole e d’azzurro war auch Zucchero als Koautor beteiligt. Es folgte das Album Senza ali, produziert vom Amerikaner Michael Baker. Die Single Vivi davvero kündigte 2002 die Veröffentlichung des ersten Greatest Hits der Sängerin, Le cose non vanno mai come credi, an. Es brachte Giorgia die zweite Nummer-eins-Platzierung ein und leitete eine lange Konzertreihe ein. Außerdem sang sie zusammen mit Ronan Keating in We’ve Got Tonight.

2003 landete Giorgia mit Gocce di memoria einen Nummer-eins-Hit. Das Lied (geschrieben zusammen mit Andrea Guerra) bildete den Titelsong des Films Das Fenster gegenüber von Ferzan Özpetek und fand zusammen mit der folgenden Single Spirito libero Eingang ins Nummer-eins-Album Ladra di vento. Zwei Jahre später war sie die erste italienische Interpretin überhaupt, von der in der Reihe MTV Unplugged ein Konzert aufgenommen wurde. Mit dem Studioalbum Stonata meldete sich Giorgia 2007 wieder zurück; das Album enthielt auch das Duett Poche parole mit Mina. In diesem Jahr begann die Sängerin außerdem eine Tätigkeit als Radiomoderatorin in einer eigenen Sendung auf Rai Radio 2.

Giorgia bei der Präsentation des neuen Albums 2012

Im Jahr 2008 erschien nicht nur die EP Giorgia – Live alla Casa del Jazz, aufgenommen während eines Jazzkonzerts der Sängerin, sondern auch das aus drei CDs bestehende Best-of Spirito libero. Nach dem Erdbeben von L’Aquila 2009 beteiligte sich Giorgia sowohl an der Charity-Single Domani 21/04.2009 als auch an der Benefiz-Initiative Amiche per l’Abruzzo, einem Konzert von etwa 90 italienischen Sängerinnen (darunter Gianna Nannini, Laura Pausini und Elisa) in San Siro; 2010 erschien dazu die Charity-Single Donna d’Onna. Noch 2009 war Giorgia auch an dem Nummer-eins-Hit Salvami von Gianna Nannini beteiligt. 2010 wurde Giorgia zum ersten Mal Mutter.

Il mio giorno migliore leitete 2011 das neue Album Dietro le apparenze ein, produziert von Michele Canova Iorfida und mit Beteiligung von Eros Ramazzotti und Jovanotti. Es konnte erneut die Chartspitze erreichen. Diesem folgten 2013 Senza paura (inklusive einem Duett mit Alicia Keys) und 2016 Oronero, jeweils produziert von Canova.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
ItalienItalien IT SchweizSchweiz CH
1994 Giorgia 20
(6 Wo.)
300! Sony BMG
1995 Come Thelma & Louise 2
(37 Wo.)
46
(1 Wo.)
Sony BMG
1997 Mangio troppa cioccolata 1
(28 Wo.)
300! Sony BMG / Ricordi
1999 Girasole 8
(45 Wo.)
300! Sony BMG / Ricordi
2001 Senza ali 3
(42 Wo.)
47
(10 Wo.)
Sony BMG
2003 Ladra di vento 1
(45 Wo.)
79
(3 Wo.)
Sony BMG
2007 Stonata 2
(42 Wo.)
300! Sony
2011 Dietro le apparenze 1
(70 Wo.)
19
(7 Wo.)
Sony
IT: Zweifachplatin 2× Platin (120.000+)[2]
2013 Senza paura 1
(77 Wo.)
58
(3 Wo.)
Sony
IT: Zweifachplatin 2× Platin (100.000+)[2]
2016 Oronero 2
(28 Wo.)
39
(1 Wo.)
Sony
IT: Platin Platin (50.000+)[2]

Livealben

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
ItalienItalien IT SchweizSchweiz CH
1995 Natural Woman (Live in Rome) 23
(8 Wo.)
300! Sony BMG
1996 Strano il mio destino 2
(14 Wo.)
300! Sony BMG
2005 MTV Unplugged 2
(39 Wo.)
300! Sony BMG

Kompilationen

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
ItalienItalien IT SchweizSchweiz CH
2002 Greatest Hits – Le cose non vanno mai come credi 1
(183 Wo.)
49
(15 Wo.)
Sony BMG
IT: Platin Platin (50.000+)[2]
2008 Spirito libero. Viaggi di voce 1992-2008 5
(53 Wo.)
300! Sony
IT: Platin Platin (70.000+)[2]
2010 Gli album originali 88
(1 Wo.)
300! Sony

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[3] Anmerkungen
ItalienItalien IT SchweizSchweiz CH
1996 Vivo per lei 24
(1 Wo.)
300! (mit Andrea Bocelli)
2006 Platz 43 (2 Wo.) der Download-Charts[4]
IT: Gold Gold (15.000+)[2]
1999 Il cielo in una stanza
Girasole
14
(1 Wo.)
300!
2002 Vivi davvero
Greatest Hits – Le cose non vanno mai come credi
5
(17 Wo.)
300!
2003 Gocce di memoria
Ladra di vento
1
(34 Wo.)
70
(3 Wo.)
IT: Gold Gold (15.000+)[2]
Spirito libero
Ladra di vento
5
(11 Wo.)
300!
2007 Parlo con te
Stonata
300! 300! Platz 19 (8 Wo.) der Download-Charts[4]
Poche parole
Stonata
300! 300! (mit Mina)
Platz 22 (1 Wo.) der Download-Charts[4]
2008 Per fare a meno di te
Spirito libero – Viaggi di voce 1992-2008
6
(14 Wo.)
300!
2009 Salvami 1
(27 Wo.)
300! (Gianna Nannini & Giorgia)
IT: Zweifachplatin 2× Platin (60.000+)[2]
2010 Donna d’Onna
Amiche per l’Abbruzzo
8
(14 Wo.)
300! (Gianna Nannini, Laura Pausini, Giorgia, Elisa & Fiorella Mannoia)
2011 Il mio giorno migliore
Dietro le apparenze
6
(34 Wo.)
300! IT: Platin Platin (30.000+)[2]
È l’amore che conta
Dietro le apparenze
9
(23 Wo.)
300! IT: Platin Platin (30.000+)[2]
Inevitabile
Dietro le apparenze
9
(22 Wo.)
300! (feat. Eros Ramazzotti]])
IT: Platin Platin (30.000+)[2]
2012 Tu mi porti su
Dietro le apparenze
6
(35 Wo.)
300! (feat. Jovanotti)
IT: Zweifachplatin 2× Platin (60.000+)[2]
2013 Quando una stella muore
Senza paura
10
(25 Wo.)
300! IT: Platin Platin (30.000+)[2]
I Will Pray (Pregherò)
Senza paura
17
(18 Wo.)
300! (feat. Alicia Keys)
IT: Gold Gold (15.000+)[2]
2014 Pregherò
Senza paura
78
(4 Wo.)
300!
Non mi ami
Senza paura
5
(24 Wo.)
300! IT: Platin Platin (30.000+)[2]
Io fra tanti
Senza paura
28
(18 Wo.)
300! IT: Gold Gold (15.000+)[2]
2016 Oronero
Oronero
18
(20 Wo.)
300! IT: Platin Platin (50.000+)[2]
2017 Vanità
Oronero
48
(12 Wo.)
300! IT: Gold Gold (25.000+)[2]
Credo
Oronero
72
(… Wo.)
300!

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Giorgia Todrani – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Chartquellen (Alben):
  2. a b c d e f g h i j k l m n o p q r Certificazioni. FIMI, abgerufen am 22. Mai 2017 (italienisch).
  3. Chartquellen (Singles):
  4. a b c Guido Racca & Chartitalia: Top 100 FIMI Singoli. Lulu, 2013, S. 175.