Giorgos Lanthimos

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Giorgos Lanthimos beim Fantastic Fest 2015

Giorgos Lanthimos (griechisch Γιώργος Λάνθιμος, auch Georgios oder Yorgos; * 1973 in Athen) ist ein griechischer Filmschauspieler, Filmproduzent, Film- und Theaterregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lanthimos wurde in Athen geboren und lernte an der Stavrakos Film School das Regiehandwerk. In den 1990ern war er Regisseur bei verschiedenen Videos für griechische Tanztheater, sowie für Werbefilme, Musikvideos und experimentelle Theaterstücke.

2001 führte er gemeinsam mit Lakis Lazopoulos Regie bei dem Film My Best Friend. Er war Teil des Teams, das die Eröffnungs- und Abschlussfeier für die Olympischen Spiele 2004 in Athen entwarf. 2005 schrieb und drehte er den experimentellen Film Kinetta, der beim Toronto International Film Festival Premiere feierte.

Sein Film Dogtooth (auch bekannt unter dem Namen Kynodontas) aus dem Jahr 2009 erhielt den Preis Un Certain Regard bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. In der Kategorie Bester fremdsprachiger Film wurde das Filmdrama 2011 zudem für einen Oscar nominiert. Bereits 2010 hatte der Film auf der Auswahlliste für den Oscar gestanden. Der Film gewann bei acht Nominierungen fünf Greek Film Academy Awards, darunter waren drei Preise für Lanthimos für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch. International gewannen Lanthimos und sein Film zahlreiche weitere Preise. Dazu gehören Ehrungen bei Filmfestivals und Preisverleihungen in Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Schweden, Irland, Kanada, Portugal und den USA sowie Nominierungen bei den British Independent Film Awards und dem Mar del Plata Film Festival in Argentinien.[1]

2010 war er Produzent und Hauptdarsteller des Filmes Attenberg der griechischen Regisseurin Athina Rachel Tsangari. Ein Jahr später erhielt Lanthimos für das Skript seines Spielfilms Alpis gemeinsam mit Koautor Efthymis Filippou den Drehbuchpreis bei den 68. Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

Für das gemeinsam mit Efthymis Filippou verfasste Drehbuch zum Spielfilm The Lobster erhielt Lanthimos 2015 den Europäischen Filmpreis und 2017 eine Oscar-Nominierung.

Für das ebenfalls gemeinsam mit Filippou verfasste Skript zu The Killing of a Sacred Deer gewann er 2017 den Drehbuchpreis des 70. Filmfestivals von Cannes.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: O viasmos tis Chlois (Kurzfilm) (Regie, Drehbuch, Schnitt)
  • 2001: My Best Friend (O kalyteros mou filos) (Regie)
  • 2001: Uranisco Disco (Kurzfilm)
  • 2005: Kinetta (Regie, Drehbuch)
  • 2009: Dogtooth (Kynodontas) (Regie, Drehbuch, Co-Produzent)
  • 2010: Attenberg (Produzent)
  • 2011: Alpis (Spielfilm, Drehbuchpreis in Venedig)
  • 2015: The Lobster (Spielfilm)
  • 2017: The Killing of a Sacred Deer (Spielfilm)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäischer Filmpreis

  • 2015: Nominierung als Bester Film (The Lobster)
  • 2015: Nominierung für die Beste Regie (The Lobster)
  • 2015: Auszeichnung für das Bestes Drehbuch (The Lobster)
  • 2017: Nominierung für die Beste Regie (The Killing of a Sacred Deer)
  • 2017: Nominierung für das Beste Drehbuch (The Killing of a Sacred Deer)

Internationale Filmfestspiele von Cannes

  • 2017: Nominierung für die Goldene Palme im internationalen Wettbewerb (The Killing of a Sacred Deer)[2]
  • 2017: Auszeichnung für das Beste Drehbuch (The Killing of a Sacred Deer)[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Awards auf imdb.com
  2. Nancy Tartaglione und Greg Evans: Cannes Lineup: Todd Haynes, Sofia Coppola, Noah Baumbach, 'Twin Peaks' In: deadline.com, 13. April 2017.
  3. Die Preisträger beim Filmfestival Cannes In: Welt Online, 28. Mai 2017.