Giovanni Battaglin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Giovanni Battaglin

Giovanni Battaglin (* 22. Juli 1951 in Marostica) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer. Sein größter Karriereerfolg war der Doppelsieg bei der Vuelta a España und dem Giro d’Italia im Jahr 1981.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Battaglin begann erst mit 18 Jahren mit dem Radsport. Er fuhr binnen Kurzem für eine der besten italienischen Amateurmannschaften und gewann 1972 den Giro d’Italia Dilettanti. Angebote von renommierten Profiteams schlug Battaglin aus, um zusammen mit seiner bisherigen Mannschaft 1973 unter dem Namen Jolly Ceramica für ein Viertel des Gehalts, das er bei anderen Rennställen erhalten hätte ins Berufsfahrerlager zu wechseln.

Bei seinem Giro-Debüt 2013 machte er auf der achten Etappe auf sich aufmerksam, als er als Letzter einem Angriff von Eddy Merckx folgen konnte. Er beendete seine erste Grand Tour als Gesamtdritter. Nachdem er 1974 Sechster der Gesamtwertung wurde, trug er beim Giro d’Italia 1975 zwischenzeitlich das Maglia Rosa des Führenden, verlor es jedoch zwei Mal, einmal nach einem Defekt und ein weiteres Mal nach einem Einbruch in einem Bergzeitfahren. Auf sich allein gestellt verlor er auf einer Etappe in den ligurischen Küstenbergen weitere zehn Minuten und wurde nur 18. der Gesamtwertung, während sein Teamkollege Fausto Bertoglio Gesamtwertungssieger wurde.

Die anschließende Tour de France 1975 musste er aufgeben, war in den folgenden Jahren häufig krank und konnte deshalb an seine früheren Ergebnisse nicht anknüpfen. Nachdem das Team Jolly geschlossen wurde, wechselte Battaglin 1978 zu Inoxpran. Er musste den Giro d’Italia 1978 zwar nach einer Bronchitis aufgeben, gewann aber bei der folgenden Tour de Suisse drei Bergetappen in Folge. Die Tour de France 1979 beendete er als Bergwertungssieger und Gesamtsechster. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1979 wurde er in der Spitzengruppe im Zielsprint zu Fall gebracht.

Nach einem erfolgreichen Jahr 1980, in dem er unter anderem Gesamtdritter des Giro d’Italia wurde, plante er die Vuelta a España 1981 zur Vorbereitung des damals noch unmittelbar folgenden Giro d’Italia zu bestreiten, was bedeute 7.300 Wettkampfkilometer in weniger als sieben Wochen zu bestreiten. Bei der schwach besetzen Spanienrundfahrt kam er zunehmend in Form und übernahm nach einem Zeitfahrsieg die Gesamtführung. So gewann er das als Vorbereitung gedachte Rennen. Nach einem Sieg auf der 19. Etappe übernahm auf der extrem schweren 20. Etappe die Gesamtführung des Giro d’Italia, wobei er den Prototyp eines Dreifachkettenblatts verwendete. Er gewann damit nach der Spanien- auch die Italienrundfahrt.

Nach Ablauf der Saison 1984 beendete Battaglin seine aktive Radsportkarriere und gründete der die Fahrradmanufaktur Battaglin Cicli.

Ebenfalls in Marostica gebürtig ist der Radrennfahrer Enrico Battaglin, der aber nicht mit Giovanni Battaglin verwandt ist.[1]

Wichtigste Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1974

1975

1976

1978

1979

1980

1981

Grand Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 1973 1974 1975 1976 1977 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984
Pink jersey Giro d’Italia 3 6 18 - 46 DNF - 3 1 - - 50
Yellow jersey Tour de France - - DNF DNF - - 6 - - - - -
red jersey Vuelta a España - - - - - - - - 1 - - -

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. radsport-news.com vom 7. Mai 2013: Battaglin: Ein großer Name triumphiert

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbie Sykes: 48 Tage später. In: Procycling, Deutsche Ausgabe. Oktober, 2016, S. 72 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]