Giovanni Battista Mancini

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Giovanni Battista Mancini (* 1. Januar 1714 in Ascoli Piceno, Italien; † 4. Januar 1800 in Wien) war ein italienischer Soprankastrat, Gesangslehrer und Schriftsteller von Büchern über Gesangstechnik.

Mancini studierte Gesang in Neapel mit Leonardo Leo und in Bologna mit Antonio Bernacchi. Ebenso studierte er auch Komposition und Kontrapunkt, dort mit Giovanni Battista Martini.

Seine Karriere begann bereits mit 16 Jahren, und er sang überall in Italien und Deutschland. Nach seinem großen Erfolg als Lehrer wurde er 1757 als k. k. Cammer-Musicus nach Wien berufen und war dort unter anderem Singmeister der Erzherzoginnen, der Töchter Maria Theresias. 1774 publizierte er in Wien ein wichtiges Buch über Gesang: Pensieri, e riflessioni pratiche sopra il canto figurato. Seine Ideen und Veröffentlichungen brachten ihn in Konflikt mit einem anderen Gesangslehrer, Vincenzo Manfredini. Er blieb in Wien, wo er 1800 als „pensionierter Hofsingmeister“ starb und ein beträchtliches Vermögen hinterließ.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Pensieri e riflessioni pratiche sopra il canto figurato. Wien, 1774.
  • Practical Reflections on the Figurative Art of Singing. Mailand, 1776 übersetzung in Englisch von Pietro Buzzi. Boston: The Gorham Press, 1912.
  • Practical Reflections on Figured Singing, (1774), übersetzung in Englisch von Edward Foreman. Champaign, IL: Pro Musica Press, 1967.
  • Riflessioni pratiche sul Canto figurato. Dritte Ausgabe (revidiert, korrigiert und augmentiert)mit musikalischen Beispiele. Mailand: Galeazzi, 1777.

Literatur[Bearbeiten]