Giovanni Bonalino

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Giovanni Bonalino (* ca. 1575 im Roveredo GR; † 1633 in Bamberg) war ein eidgenössischer, in Deutschland tätiger, Baumeister und Maurermeister, zuletzt Hofbaumeister in Bamberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonalinos Tätigkeit als Baumeister lässt sich erstmals 1614 bei einem Bau im Umfeld von Scheßlitz nachweisen. 1619 war er im Herzogtum Sachsen-Weimar und etwa zur selben Zeit im Herzogtum Sachsen-Coburg tätig. Er wohnte in Scheßlitz, wo er wohl in zweiter Ehe eine Anna Bäuerlein ehelichte. Er arbeitete auch mit seinem Bruder Giacomo Bonalio (deutsch Jakob Bonalino) zusammen, der in Würzburg bei der Wiedererrichtung der Neubaukirche bzw. bei der Abtragung zuvor zerstörter Gewölbereste tätig war.[1][2] In Bamberg erwarb er 1628 das Haus zum Kamel in der Kesslerstraße und zog in die Hochstifts-Hauptstadt, wo er 1632 einen Sohn verlor und 1633 selbst starb. Seine Witwe zog nach dem Tod ihres Mannes wieder nach Scheßlitz und verstarb dort am 29. April 1639.

Seine Tätigkeit ist nachgewiesen in Bamberg, Scheßlitz, Schönfeld, Kleukheim, Neufang, Weismain, Seußling, Coburg (Schloss Ehrenburg) und Weimar (Schloss Hornstein).

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bamberg:

  • der Chorbau der Kollegiatstiftskirche St. Stephan[3]
  • das Kapuzinerkloster mit Kirche

Coburg:

Frensdorf:

  • Pfarrhaus

Scheßlitz

  • Wallfahrtskirche auf dem Gügel

Weimar:

Literatur über Giovanni Bonalino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michel, Angela: Der Graubündner Baumeister Giovanni Bonalino in Franken und Thüringen; (GfG R. VIII, Bd. 10); 1999.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Felix Mader: Die Universitätskirche in Würzburg. S. 308–314, hier: S. 309.
  2. Stefan Kummer: Architektur und bildende Kunst von den Anfängen der Renaissance bis zum Ausgang des Barock. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände; Band 2: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1477-8, S. 576–678 und 942–952, hier: S. 607.
  3. Chorbau der Kollegiatstiftskirche St. Stephan