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Giovanni Francesco Guerniero

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Herkules und die Kaskaden in Kassel

Giovanni Francesco Guerniero (* um 1665 in Rom; † 19. März 1745 ebenda) war ein italienischer Architekt und Baumeister.

Bei einer Grand Tour durch Italien 1699/00 lernte der hessische Landgraf Karl den Römer kennen und engagierte ihn, um seine Vorstellungen eines Barockparks in Kassel zu verwirklichen. Guerniero schuf ab 1701 das Herkules-Monument und die damit verbundenen weitläufigen Anlagen der Kaskaden im Bergpark Wilhelmshöhe bei Kassel. Als das Projekt wegen Planungsfehlern und Geldmangel nicht vollendet werden konnte, setzte Guerniero sich vor der Einstellung der Bauarbeiten ab.

1715 war er offenbar in Düsseldorf in die Dienste des pfälzischen Kurfürsten Johann Wilhelm getreten. Dieser entließ ihn im Mai desselben Jahres, damit er seine neue Stellung als Architekt der Aqua Felice in Rom antreten konnte. In Rom erbaute er neben dem Klostergarten von San Isidoro, gegenüber der Villa Malta, den „Palazzo Guarnieri“ (Via Porta Pinciana 37). Dort wurde er auch am 8. März 1713 in die Congregazione dei Virtuosi al Pantheon, der er bereits seit 1713 als Mitglied angehörte, feierlich eingeführt. Guernieros weiteres Wirken in Rom liegt im Dunkeln.

Guerniero hatte in Kassel Clara Antonie Sophie Duper aus Münster geheiratet. Nach Einträgen im Kirchenbuch der Kasseler Hofgemeinde aus den Jahren 1711 und 1715 gebar sie zwei Töchter.

  • Delineatio Montis. Kassel 1706 (Pläne und Ansichten. Facsimile Leipzig und Stuttgart 1988)
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