Girls’ Night Out

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Filmdaten
Deutscher TitelGirls’ Night Out
OriginaltitelRough Night
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2017
Länge101 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
RegieLucia Aniello
DrehbuchLucia Aniello,
Paul W. Downs
ProduktionLucia Aniello,
Paul W. Downs
Dave Becky,
Matthew Tolmach
MusikDominic Lewis
KameraSean Porter
SchnittCraig Alpert
Besetzung

Girls’ Night Out (Originaltitel: Rough Night) ist eine Filmkomödie von Lucia Aniello, die am 16. Juni 2017 in die US-amerikanischen und am 29. Juni 2017 in die deutschen Kinos kam. Das Drehbuch zum Film schrieb Aniello gemeinsam mit Paul W. Downs.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006: Die Freundinnen Jess, Blair, Alice und Frankie besuchen eine Halloweenparty in ihrer Studentenverbindung. Ihre gute Stimmung schwankt jedoch, als sie an Jess' anstehenden Auslandsaufenthalt in Australien erinnert werden. Sie schwören sich, auch nach dem College Freundinnen zu bleiben, und sich nie aus den Augen zu verlieren.

2016: Inzwischen versucht Jess, ihre Politik-Karriere voranzubringen. Sie führt ein für sie nahezu perfektes, aber auch anstrengendes Leben. Außerdem ist sie verlobt mit ihrem Freund Peter. Aufgrund der anstehenden Hochzeit wurde für Jess ein aufregendes Jungesellinenabschieds-Wochenende in Miami geplant. Natürlich dürfen hier ihre Freundinnen Blair, eine mittlerweile geschiedene Business-Lady aus New York, Frankie, eine arbeitslose Hippie und Alice, die immer noch bei ihrer Mutter lebt, nicht fehlen. In Miami versucht Alice mit perversen oder illegalen Aktionen, ihre beste Freundin Jess in Party-Stimmung zu versetzen, jedoch ist Jess mit der Zeit deutlich erwachsener geworden. Während des Abendessens im Restaurant, kommt auch Pippa „Kiwi“ an, welche Jess während ihres Aufenthalts in Australien kennengelernt hatte. Sowohl direkt im Restaurant als auch später im Club bemerkt man, wie die eifersüchtige Alice Pippa ausschließen möchte.

Zurück in ihrer Villa erwarten die Freundinnen einen Stripper. Dieser erleidet versehentlich durch Alice's Übermut einen tödlichen Unfall, woraufhin die verzweifelten Frauen nun eine Leiche verschwinden lassen müssen. Überwachungskameras, aufdringliche Nachbarn sowie Streitigkeiten unter den Mädchen erschweren die Sache wesentlich. Als später ein "echter" Stripper auftaucht, grübeln die Freundinnen, wen sie denn eigentlich umgebracht hatten. Nachdem in derselben Nacht zwei vermeintliche Polizisten auftauchen, welche sich als gefährliche Räuber auf der Suche nach ihrem Komplizen entpuppen, scheint die Situation aufgelöst. Jedoch schweben Jess und ihre Freundinnen nun in großer Gefahr.

Peter, der sich Sorgen gemacht hatte, und seiner Verlobten daher panisch und unter Einfluss übermäßig viel Koffeins hinterher gefahren war, kann die Situation zum Wohle aller retten und die beiden heiraten spontan noch hier in Miami. Da die jungen Frauen drei Verbrecher dingfest gemacht hatten, müssen sie keine Angst vor juristischen Konsequenzen haben, und vor allem Jess profitiert von dem Vorfall, da er ihre politische Karriere voran treiben wird.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Lucia Aniello, die gemeinsam mit Paul W. Downs auch das Drehbuch zum Film schrieb. Dieses landete im Jahr 2015 auf der Blacklist der besten unverfilmten Ideen Hollywoods.

Besetzung und Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scarlett Johansson übernahm im Film die Rolle von Jess, deren Junggesellinnenabschied die fünf Freundinnen in Miami feiern. Pippa wird von Kate McKinnon gespielt. Zoë Kravitz übernahm die Rolle von Blair, Ilana Glazer spielt Frankie, und Jillian Bell übernahm die Rolle von Alice. Das US-amerikanische Model Ryan Cooper übernahm die Rolle des Strippers Scotty, der zu Tode kommt. Ty Burrell spielt Pietro, und Demi Moore übernahm die Rolle von Lea. Paul W. Downs, der gemeinsam mit Lucia Aniello auch das Drehbuch zum Film schrieb, spielt Peter. In der deutschen Synchronisation wird Jess von Luise Helm gesprochen, Tanya Kahana spricht Pippa, Anne Helm spricht Blair, Julia Kaufmann spricht Frankie und Magdalena Turba übernahm die Synchronisation von Alice.

Die Dreharbeiten fanden im Staat New York statt, beginnend im August 2016 in Saddle Rock auf Long Island[3], dann im September 2016 in Mount Vernon[4], sowie unter anderem am East Beach Drive in Southampton. Weitere Außenaufnahmen entstanden am Hermosa Beach in Kalifornien.

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik komponierte Dominic Lewis. Zu den auf dem Soundtrack enthaltenen Songs gehören zudem unter anderem Headphones von Adam Brock, Conga von Enrique Elias Garcia in der von Gloria Estefan gesungenen Version, The Beautiful People von Marilyn Manson und My Neck My Back von Khia. Zudem finden sich die Ouvertüre aus der Suite Nr. 2 h-Moll BWV 106 und Jesum habe und Jesus bleibet meine Freude von Johann Sebastian Bach in der verwendeten Musik, das vom Moskauer Kammerorchester unter der Leitung von Constantine Orbelian eingespielt wurde. Ein weiteres klassisches Stück aus dem Film ist Ein Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem der ursprünglich vorgesehene Originaltitel Rock That Body[5] in Rough Night geändert worden war, kam der Film am 16. Juni 2017 in die US-amerikanischen und am 29. Juni 2017, als Girls’ Night Out, in die deutschen Kinos.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film ist für Kinder ab 12 Jahren als vollkommen übertriebene Komödie ohne Bezug zu ihrer Lebenswelt erkennbar. Der Drogen- und Alkoholkonsum der Freundinnen wird nicht verherrlicht und auch die vulgären Dialoge sowie der teils sexualisierte Humor entfalten durch die slapstickhafte Geschichte keine nachhaltige Wirkung.“[6]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jenni Zylka vom Tagesspiegel fühlt sich an die rhetorische Figur von Wein, Weib und Gesang erinnert: „Der Wein ist Koks, das Weib ein männlicher Stripper [...], der Gesang das nie verstummende Schreien, Streiten, Diskutieren der fünf Frauen.“ Zylka erklärt weiter, Lucia Anello und ihr Koautor Paul W. Downs schafften eine Versuchsanordnung, die die Gendersymbolik in herkömmlichen Komödien analysiere, sie dabei aber um 180 Grad drehe: „Ihr Werk besteht den Bechdel-Test [...] mit summa cum laude.“ Die Regisseurin kreiere eine Welt, in der es tatsächlich gleichberechtigt zugehen könnte, so Zylka, in der Frauen ganz selbstverständlich Personen mit Humor, Sexdrive, Job, den besten Sprüchen und den zupackendsten Händen seien. Zylka resümiert: „Zusammen mit dem gelungenen Genrefilm Wonder Woman stärkt Girl’s Night Out die Hoffnung, dass notwendige feministische Wahrheiten langsam im bornierten Hollywood ankommen. Dass sich tatsächlich etwas ändert.“[7]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Produktionskosten von rund 20 Millionen US-Dollar stehen bislang weltweite Einnahmen aus Kinovorführungen in Höhe von 44,4 Millionen US-Dollar gegenüber.[8] In Deutschland verzeichnet der Film bislang 398.395 Besucher.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Girls’ Night Out. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Girls’ Night Out. Jugendmedien­kommission.
  3. Julia Pritchard: Scarlett Johansson gets to work alongside a shirtless male co-star as she shoots scenes for new comedy Rock That Body. In: Daily Mail. 26. August 2016. Abgerufen im 26. August 2016.
  4. Scarlett Johansson shows some skin in tiny crop top. In: Daily Mail, 27. September 2016. 
  5. Emma Stefansky: First Look at Scarlett Johansson’s Comedy ‘Rough Night’ (englisch) In: ScreenCrush. 7. März 2017. Abgerufen am 2. Dezember 2017.
  6. Freigabebegründung für Girls’ Night Out In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 29. Juni 2017.
  7. Jenni Zylka: Komödie 'Girl’s Night Out': Frauen feiern besser In: Der Tagesspiegel, 29. Juni 2017.
  8. Rough Night In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 17. August 2017.
  9. http://www.insidekino.com/DJahr/D2017.htm