Girls’ Night Out

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Filmdaten
Deutscher Titel Girls’ Night Out
Originaltitel Rough Night
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie Lucia Aniello
Drehbuch Lucia Aniello,
Paul W. Downs
Produktion Lucia Aniello,
Paul W. Downs
Dave Becky,
Matthew Tolmach
Musik Dominic Lewis
Kamera Sean Porter
Schnitt Craig Alpert
Besetzung

Girls’ Night Out (Originaltitel: Rough Night) ist eine Filmkomödie von Lucia Aniello, die am 16. Juni 2017 in die US-amerikanischen und am 29. Juni 2017 in die deutschen Kinos kam. Das Drehbuch zum Film schrieb Aniello gemeinsam mit Paul W. Downs.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jess, Alice, Frankie und Blair sind auf einer Halloweenfeier, und Frankie und Blair sind als gigantischer Busen verkleidet, jeweils ausgestattet mit einer riesigen Fakebrust. Völlig betrunken versprechen sich die Mädchen, sich nie aus den Augen zu verlieren.

Zehn Jahre nach ihrem Abschluss verabreden sich die Freundinnen in einem Strandhaus in Miami Beach zu einem wilden Junggesellinnenabschied, denn Jess, aus der eine erfolgreiche Karriere-Politikerin geworden ist, will bald heiraten. Ihre Partystimmung ist trotz Kokainkonsum allerdings schnell verschwunden, als der von ihnen engagierte Stripper bei seiner Show tödlich verletzt wird, weil er nicht mit dem unberechenbaren Verhalten von Alice gerechnet hat. Um das Ganze zu vertuschen müssen sie den Rest ihres gemeinsamen Wochenendes den Toten irgendwie verschwinden lassen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besetzung und Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scarlett Johansson übernahm im Film die Rolle von Jess, deren Junggesellinnenabschied die fünf Freundinnen in Miami feiern. Pippa wird von Kate McKinnon gespielt. Zoë Kravitz übernahm die Rolle von Blair, Ilana Glazer spielt Frankie, und Jillian Bell übernahm die Rolle von Alice. Das US-amerikanische Model Ryan Cooper übernahm die Rolle des Strippers Scotty, der zu Tode kommt. Ty Burrell spielt Pietro, und Demi Moore übernahm die Rolle von Lea. Paul W. Downs, der gemeinsam mit Lucia Aniello auch das Drehbuch zum Film schrieb, spielt Peter. In der deutschen Synchronisation wird Jess von Luise Helm gesprochen, Tanya Kahana spricht Pippa, Anne Helm spricht Blair, Julia Kaufmann spricht Frankie und Magdalena Turba übernahm die Synchronisation von Alice.

Die Dreharbeiten fanden in New York statt, unter anderem am East Beach Drive in Southampton. Weitere Außenaufnahmen entstanden am Hermosa Beach in Kalifornien.

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik komponierte Dominic Lewis. Zu den auf dem Soundtrack enthaltenen Songs gehören zudem unter anderem Headphones von Adam Brock, Conga von Enrique Elias Garcia in der von Gloria Estefan gesungenen Version, The Beautiful People von Marilyn Manson und My Neck My Back von Khia. Zudem finden sich die Ouvertüre aus der Suite Nr. 2 h-Moll BWV 106 und Jesum habe und Jesus bleibet meine Freude von Johann Sebastian Bach in der verwendeten Musik, das vom Moskauer Kammerorchester unter der Leitung von Constantine Orbelian eingespielt wurde. Ein weiteres klassisches Stück aus dem Film ist Ein Sommernachtstraum von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Der Film kam am 16. Juni 2017 in die US-amerikanischen und am 29. Juni 2017 in die deutschen Kinos.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film ist für Kinder ab 12 Jahren als vollkommen übertriebene Komödie ohne Bezug zu ihrer Lebenswelt erkennbar. Der Drogen- und Alkoholkonsum der Freundinnen wird nicht verherrlicht und auch die vulgären Dialoge sowie der teils sexualisierte Humor entfalten durch die slapstickhafte Geschichte keine nachhaltige Wirkung.“[3]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jenni Zylka vom Tagesspiegel fühlt sich an die rhetorische Figur von Wein, Weib und Gesang erinnert: „Der Wein ist Koks, das Weib ein männlicher Stripper [...], der Gesang das nie verstummende Schreien, Streiten, Diskutieren der fünf Frauen.“ Zylka erklärt weiter, Lucia Anello und ihr Koautor Paul W. Downs schafften eine Versuchsanordnung, die die Gendersymbolik in herkömmlichen Komödien analysiere, sie dabei aber um 180 Grad drehe: „Ihr Werk besteht den Bechdel-Test [...] mit summa cum laude.“ Die Regisseurin kreiere eine Welt, in der es tatsächlich gleichberechtigt zugehen könnte, so Zylka, in der Frauen ganz selbstverständlich Personen mit Humor, Sexdrive, Job, den besten Sprüchen und den zupackendsten Händen seien. Zylka resümiert: „Zusammen mit dem gelungenen Genrefilm Wonder Woman stärkt Girl’s Night Out die Hoffnung, dass notwendige feministische Wahrheiten langsam im bornierten Hollywood ankommen. Dass sich tatsächlich etwas ändert.“[4]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Produktionskosten von rund 20 Millionen US-Dollar stehen bislang weltweite Einnahmen aus Kinovorführungen in Höhe von 32,4 Millionen US-Dollar gegenüber.[5] In Deutschland verzeichnet der Film bislang 151.651 Besucher.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Girls’ Night Out. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Girls’ Night Out. Jugendmedien­kommission.
  3. Freigabebegründung für Girls’ Night Out In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 29. Juni 2017.
  4. Jenni Zylka: Komödie 'Girl’s Night Out': Frauen feiern besser In: Der Tagesspiegel, 29. Juni 2017.
  5. Rough Night In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 6. Juli 2017.
  6. http://www.insidekino.com/DJahr/D2017.htm