Giromagny

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Giromagny
Wappen von Giromagny
Giromagny (Frankreich)
Giromagny
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Territoire de Belfort
Arrondissement Belfort
Kanton Giromagny (Hauptort)
Gemeindeverband Vosges du Sud
Koordinaten 47° 45′ N, 6° 50′ OKoordinaten: 47° 45′ N, 6° 50′ O
Höhe 452–800 m
Fläche 5,65 km2
Einwohner 3.129 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 554 Einw./km2
Postleitzahl 90200
INSEE-Code
Website giromagny.fr

Rathaus Giromagny von 1847/48

Giromagny (deutsch veraltet Schermenei) ist eine französische Gemeinde mit 3.129 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Territoire de Belfort in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Giromagny liegt im Tal der Savoureuse am Fuß der Vogesen, etwa zwölf Kilometer nördlich von Belfort und neun Kilometer südlich des Elsässer Belchen. Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Ballons des Vosges.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1347 wurde der Ort als Gut Rosemont erstmals urkundlich erwähnt, als dieses an die Habsburger überging. Das Bauerndorf wurde lange Zeit vom Nachbarort Vescemont verwaltet und gehörte zur Pfarrei Rougegoutte. Seit dem 16. Jahrhundert gewann der Ort an Bedeutung, da ihn die habsburgische Verwaltung 1561 zum Gerichtsort für die Bergwerke im Elsass und im Sundgau erhob. Seit dem Westfälischen Frieden 1648 gehört Giromagny endgültig zu Frankreich und ist seit 1790 Hauptort des gleichnamigen Kantons. 1791 wurde Rosemont konfisziert und – nach der Revolution – seine Bergwerke nationalisiert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 3181 3171 3393 3577 3226 3300 3259

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Kirche Saint-Jean-Baptiste (hl. Johannes der Täufer), 1862 an der Stelle einer 1569 erbauten Kirche der Minenarbeiter aus Sachsen, Tirol, dem Schwarzwald, aus dem Elsass und der Schweiz neu errichtet. Die Pfarrei gehört zum Bistum Belfort-Montbéliard.
  • Die kleine protestantische Gemeinde von Giromagny hat mit Saint-Luc eine eigene Kapelle.
  • Fort Dorsner, 1874–1879 erbaut, zu den Außenwerken von Belfort gehörend
  • Bergwerkmuseum Le Musée de la mine, mit Exponaten vom 15. bis zum 19. Jahrhundert
  • Maison Mazarin (16. Jahrhundert)
  • 14 Brunnen und Lavoirs, u. a. der Gedenkbrunnen aus dem 18. Jahrhundert zur Vereinigung des Elsass mit Frankreich 1648 (Monument historique seit 1916[1])

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 7. Juni 1975 besteht eine Städtepartnerschaft mit der bayerischen Stadt Schwabmünchen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • André Warnod (1885–1960 in Paris), französischer Kunstkritiker, Schriftsteller und Zeichner, ist in Giromagny geboren.
  • Louis Lucien Lepoix (1918–1998 in Baden-Baden), französischer Industriedesigner, ist in Giromagny geboren.
  • Von 1919 bis 1925 war hier der spätere Kardinal und Erzbischof von Paris Maurice Feltin katholischer Pfarrer.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Giromagny – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Monuments historiques