Gisbert Fanselow

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Gisbert Fanselow (* 20. Juni 1959 in Landshut) ist ein deutscher Linguist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gisbert Fanselow studierte von 1977 bis 1980 Politikwissenschaft und Linguistik an der Universität Regensburg, danach bis zum Magisterabschluss 1983 Theoretische Linguistik sowie deutsche und englische Sprachwissenschaft an der Universität Konstanz. Von 1983 bis 1993 arbeitete er an der Universität Passau, wo er 1985 promovierte und 1989 habilitierte. 1992 vertrat er als Gastprofessor Hubert Haider an der Universität Stuttgart. Seit 1993 ist er ordentlicher Professor für Grammatiktheorie (Syntax und Morphologie) an der 1991 gegründeten Universität Potsdam, deren Institut für Linguistik er gemeinsam mit Gisa Rauh aufbaute und von 1993 bis 1994 leitete. 1994 bis 1999 war er Sprecher des Innovationskollegs „Formale Modelle kognitiver Komplexität“ und 1999 bis 2003 Sprecher der DFG-Forschergruppe „Konfligierende Regeln“.

Seine 1987 gemeinsam mit Sascha W. Felix verfasste und in den UTB erschienene Sprachtheorie war gemeinsam mit Sprachliches Wissen von Günther Grewendorf, Fritz Hamm und Wolfgang Sternefeld (ebenfalls 1987 veröffentlicht) an deutschen Universitäten eines der meistbenutzten Textbücher zur Einführung in die Grammatiktheorien Noam Chomskys.

Fanselow lebt mit seiner Frau und seinen 2 Söhnen in Potsdam. In seiner Freizeit widmet er sich der Ornithologie.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Syntax und Semantik der Nominalkomposition. Ein Versuch praktischer Anwendung der Montague-Grammatik auf die Wortbildung im Deutschen. Niemeyer, Tübingen 1981. ISBN 3-484-30107-4
  • Konfigurationalität. Untersuchungen zur Universalgrammatik am Beispiel des Deutschen. Narr, Tübingen 1987. ISBN 3-87808-829-9
  • (mit Sascha W. Felix) Sprachtheorie. Eine Einführung in die generative Grammatik. (2 Bände) Francke, Tübingen 1987. ISBN 3-7720-1731-2 (Band 1: Grundlagen und Zielsetzungen), ISBN 3-7720-1732-0 (Band 2: Die Rektions- und Bindungstheorie)
  • (hrsg. mit Sascha W. Felix) Strukturen und Merkmale syntaktischer Kategorien. Narr, Tübingen 1991. ISBN 3-8233-4740-3
  • Minimale Syntax. Groningen 1991 (Habilitationsschrift)
  • (hrsg. mit Susan Olsen) „DET, COMP und INFL“. Zur Syntax funktionaler Kategorien und grammatischer Funktionen. Niemeyer, Tübingen 1991. ISBN 3-484-30263-1
  • (hrsg.) The Parametrization of Universal Grammar. Benjamins, Amsterdam 1993. ISBN 1-55619-226-6
  • (mit Matthias Schlesewsky, Damir Ćavar, Reinhold Kliegl): Optimal parsing: Syntactic parsing preferences and Optimality Theory. Rutgers U. 1999 ROA 367 (PDF-Datei; 113 kB)
  • (mit Caroline Féry) A short treatise of optimality theory. Universität Potsdam 2002. ISBN 3-935024-54-1

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]