Gisborne

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Gisborne
Gisborne (Neuseeland)
Gisborne
Koordinaten 38° 39′ S, 178° 0′ OKoordinaten: 38° 39′ S, 178° 0′ O
Region Gisborne
Distrikt Gisborne District
Einwohner 32.700 (2006)
Gisborne an der Poverty Bay
Die Innenstadt von Gisborne vom Kaita-Hügel aus gesehen
Vororte von Gisborne

Gisborne ist eine Stadt im Nordosten der Nordinsel Neuseelands. Sie hat rund 32.700 Einwohner und ist als Unitary Authority zugleich Verwaltungssitz des Gisborne District und der Region Gisborne.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gisborne ist die östlichste Stadt des Landes. Sie liegt rund 130 km nordöstlich von Napier am nördlichen Ende der Poverty Bay direkt am Pazifischen Ozean. Durch die Stadt fließen der Turanganui River neben zwei weiteren kleineren Flüssen, weshalb die Stadt auch den Spitznamen „City of Rivers“ bekommen hat.

Im Südwesten der Bucht, von Gisborne aus gut zu erkennen, befinden sich die als „Young Nick’s Head“ bezeichneten Klippen. Östlich des Stadtgebiets befindet sich der Kaiti Hill (auf Maori: Titirangi), ein Hügel, der sowohl Erholungsgebiet als auch Aussichtspunkt mit Blick auf das gesamte Umland einschließlich der Stadt Gisborne beliebt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Tradition der Māori soll der Halbgott Māui die gesamte Nordinsel Neuseelands aus dem Pazifischen Ozean gefischt haben. Das durch die gewaltige Landmasse der Insel gekenterte Kanu bildet heute den Mount Hikurangi, der als erstes „von den warmen Strahlen der aufgehenden Sonne geküsst wird“.

Die Bucht von Gisborne war der Ort, wo James Cook erstmals neuseeländischen Boden betrat. Auf Cooks erster Expedition war es der Schiffsjunge Nicholas Young, der am Nachmittag des 7. Oktober 1769 gegen 14:00 Uhr „Land in Sicht“ meldete. Am nächsten Tag ankerten sie in der Bucht, die Cook „Poverty Bay“ nannte und die in seinem Schiffslogbuch am 8. Oktober gegen 17:00 Uhr erstmals namentlich erwähnt wurde. Am 9. Oktober ging James Cook mit Teilen seiner Mannschaft östlich des Turanganui River an Land und setzte damit einen historischen Meilenstein in der Geschichte Neuseelands.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am östlichen Stadtrand liegt der Regionalflughafen von Gisborne (IATA-Code: GIS), von dem aus die wichtigsten Städte Neuseelands angeflogen werden. Neben einer asphaltierten Landebahn verfügt er über zwei zusätzliche Graspisten. Eine Besonderheit dieses Flughafens ist, dass seine Betonpiste von einer Eisenbahnlinie gekreuzt wird.[2]

Der State Highway 2 (Wellington-Auckland) führt an der Stadt vorbei, der SH 35 führt von dort durch das Stadtzentrum und weiter entlang der Küste nach Norden.

Die über Napier bis nach Palmerston North führende Bahnlinie dient seit Ende 2001 nur noch dem Frachtverkehr. Auf der Strecke zwischen Gisborne und Muriwai verkehren zeitweise Museumszüge für Touristen.

Der Hafen von Gisborne ist relativ klein, es wird nur Holz verladen. Kreuzfahrtschiffe müssen in der Bucht ankern und ihre Passagiere mit Tenderbooten an Land bringen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzige täglich erscheinende Tageszeitung der Stadt ist der Gisborne Herald.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gisborne Region – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Homepage. Gisborne District Council, abgerufen am 25. Dezember 2015 (HTML, englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joseph Angus Mackay, Historic Poverty Bay and the East Coast, N.I., N.Z., J. A.Mackay, Gisborne, N.Z. 1949, digitalisiert unter Seite 16-23 - NZETC - (abgerufen am 21. März 2010)
  2. Kaushik: Strange Airport #5: Gisborne Airport - Runway With a Railway Crossing . Blog: Amusing Planet, 11. August 2013, abgerufen am 8. April 2016 (HTML, englisch).