Gisela Jahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gisela Jahn (* 8. September 1932 in Sonneberg; † 8. Mai 2011 in Meiningen) war eine deutsche Ärztin und Geschäftsführerin der diakonischen Sozialwerke Meiningen gGmbH. Sie war verheiratet mit dem an der Technischen Hochschule Ilmenau beschäftigten Diplom-Physiker Erhard Jahn. Zusammen haben sie eine Tochter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sonneberg geboren, kam Gisela Jahn nach ihrem Medizinstudium 1957 als Assistenzärztin an das Bezirkskrankenhaus Meiningen. Hier baute sie in der DDR-Zeit die Anästhesie auf. Nach der politischen Wende 1989/90 war sie 1991 die Gründungsvorsitzende des Vereins Sozialwerk Meiningen e.V., der 1994 die Sozialwerk Meiningen gGmbH hervorbrachte, wo sie bis 2004 als Geschäftsführerin tätig war.[1] Das diakonische Sozialwerk engagiert sich in der Altersmedizin, Jugendhilfe, Suchthilfe, Hilfe für psychisch Kranke und dem Hospizwesen.

Im Jahr 1996 war Gisela Jahn federführend bei der Gründung der Geriatrischen Fachklinik „Georgenhaus“ Meiningen, das in die Gebäude des ehemaligen 1995 aufgelösten Bezirkskrankenhauses einzog. Bis 2003 ließ sie das Krankenhaus in eine moderne Fachklinik umbauen. 1997 gründete Jahn einen ambulanten Hospizdienst, den sie 2006 zu einem stationären Hospiz umwandelte. Schon schwerkrank, weihte sie im Januar 2011 das neue Hospizgebäude in der Nachbarschaft der Geriatrischen Fachklinik ein. Gisela Jahn starb am 8. Mai 2011 in „ihrer“ Geriatrischen Fachklinik. Für ihr ehrenamtliches Engagement wurde sie unter anderem 2004 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande ausgezeichnet. Das neue Hospiz erhielt den Namen „Dr.-Jahn-Haus“[2].

Am 21. Mai 2011 fand in der Meininger Stadtkirche ihr zu Ehren ein öffentlicher Trauergottesdienst im Beisein von Bischof a. D. Roland Hoffmann und der Regionalbischöfin Marita Krüger statt. Anschließend wurde ihr Sarg mit einem Trauerzug durch die Innenstadt zum Parkfriedhof Meiningen getragen[3]. Seit Mai 2012 steht im Foyer des Hospiz als Erinnerung eine kleine figürliche Plastik von Gisela Jahn, geschaffen von der Bildhauerin Claudia Katrin Leyh[4].

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sozialwerk Meiningen - 20 Jahre Sozialwerk, Juli 2011.
  2. Freistaat Thüringen, Staatskanzlei, veröffentlicht am 26. Juni 2011.
  3. inSüdthüringen.de - Meininger Tageblatt erschienen am 23. Mai 2011.
  4. Meininger Tageblatt (Memento vom 25. Februar 2014 im Internet Archive), veröffentlicht am 9. Mai 2012.
  5. Freistaat Thüringen, Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, veröffentlicht am 8. April 2004.
  6. Landesärztekammer Thüringen, vom 12. April 2005