Giuseppe Maria Tomasi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Giuseppe Maria Tomasi

Giuseppe Maria Tomasi (* 12. September 1649 in Alicata auf Sizilien; † 1. Januar 1713 in Rom) war ein italienischer Kardinal. Er stammte aus dem Hause der Fürsten von Lampedusa.

Als junger Mann trat Tomasi in den Orden der Theatiner ein, legte 1666 sein Ordensgelübde ab und erhielt 1673 in Rom die Priesterweihe. Inhaltlicher Schwerpunkt seiner theologischen Arbeit war die Liturgieforschung. Ab 1704 übernahm er unter Papst Clemens XI. wichtige Kirchenämter, darunter das Amt des Konsultors der Kongregation für Riten und für Ablässe. Kurz vor seinem Tod wurde Tomasi 1712 zum Kardinal ernannt. 1803 wurde Giuseppe Maria Tomasi seliggesprochen, am 12. Oktober 1986 erfolgte in der Vatikanbasilika die Heiligsprechung durch Papst Johannes Paul II.. Seine letzte Ruhe fand Tomasi zunächst in seiner Titelkirche „SS. Silvestro e Martino ai Monti“, wurde jedoch 1971 in die römische Theatiner-Kirche Sant'Andrea della Valle umgebettet.

Weblinks[Bearbeiten]