Giuseppe Simone Assemani

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Giuseppe Simone Assemani

Giuseppe Simone Assemani (* 27. August 1687 in Tripoli (Libanon); † 14. Januar 1768 in Rom), teilweise auch Asseman geschrieben, war ein Orientalist.

Aus der Maronitenfamilie Assemani stammend, war er Seminarist am Päpstlichen Maronitischen Kolleg und studierte in Rom. Er unternahm dann im päpstlichen Auftrag Reisen durch Ägypten, den Libanon und Syrien, auf denen er zahlreiche orientalische Handschriften, Münzen etc. für die vatikanische Bibliothek sammelte. Nach Ende seiner Reisen wurde er Kustos der Biblioteca Vaticana und Titularerzbischof von Tyrus im Libanon.

1763 fand er in einem griechisch-orthodoxen Kloster in Jerusalem eine Handschrift in altslawischer glagolitischer Schrift, die seitdem Codex Assemanianus genannt wird.

Hauptwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bibliotheca orientalis Clementino-Vaticana / Josephus Simonius Assemanus. Rom 1719–1728, 4 Bände. (Enthält die syrischen Manuskripte der genannten Bibliothek).
    • Neudruck: Hildesheim, New York: Olms o. J. Avec une postface par Joseph-Marie Sauget (ab 1975).
    • (Orientalische Bibliothek oder Nachrichten von syrischen Schriftstellern) Joseph Simonius Assemanns Orientalische Bibliothek oder Nachrichten von syrischen Schriftstellern / in einen Ausz. gebracht von August Friederich Pfeiffer. Deutsche Ausgabe von August Friedrich Pfeiffer, Erlangen 1770–1777, 2 Bände.
  • Italicae historiae Scriptores ex Biblioteca Vaticana. Rom 1751–1753, 4 Bände.
  • Kalendaria Ecclesiae Universae. (Rom 1755–1757, 6 Bände).
  • Bibliotheca iuris orientalis canonici et civilis. In 5 libris. (Rom 1762–1766, 5 Bände).
    • Neudruck: Aalen Scientia-Verlag o. J. (ca. 1969)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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