Gizo

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Dieser Artikel beschreibt einen Ort der Salomonen. Der Ort liegt auf der – ähnlich geschriebenen – Insel Ghizo.
Lage Gizos
Lage Honiara.JPG
Basisdaten
Insel Ghizo
Provinz Western
Fläche
Einwohner 7.177 Einwohner (2009)
Bevölkerungsdichte
Geografische Lage 8° 6′ S, 156° 50′ OKoordinaten: 8° 6′ S, 156° 50′ O
Website
New Georgia Inseln
Hafen von Gizo

Gizo ist ein Ort im Inselstaat der Salomonen, im südwestlichen Pazifischen Ozean. Es ist Hauptstadt und größter Ort der Provinz Western. Gizo liegt 380 km nordwestlich der Hauptstadt Honiara.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gizo liegt auf der kleinen Insel Ghizo im Westen des New-Georgia-Archipels, von der es sich in der Schreibweise, aber nicht der Aussprache unterscheidet.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gizo ist bei Touristen vor allem als Tauchziel, wegen der tropischen Unterwasserwelt und der zahlreichen Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg, bekannt.

Nicht weit von Gizo liegt die Insel Kasolo (Kennedy Island; früher: Plum Pudding Island). Auf diesem Eiland strandete 1943 John F. Kennedy mit seiner Mannschaft, nachdem ihr PT-Boot mit einem japanischen Zerstörer kollidiert war.

Vor der Küste Gizos liegt das Wrack der Toa Maru, ein im Zweiten Weltkrieg von den Amerikanern versenkter japanischer Frachter, der sich in einem sehr guten Zustand befindet. An Bord befinden sich zwei japanische Ein-Mann-Panzer, Sake-Flaschen und Baumaterial wie zum Beispiel Zementsäcke. Durch die geringe Tiefe ist das Wrack auch von Anfängern zu betauchen.

Gizo wird von Zeit zu Zeit von Kreuzfahrtschiffen angelaufen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gizo hat eine Landebahn auf der kleinen vorgelagerten Insel Nusa Tupe. Von hier gibt es täglich einen Verbindungsflug in 90 Minuten nach Honiara.

Naturkatastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem am 2. April 2007 durch ein Erdbeben der Stärke 8,0 auf der Richterskala ausgelösten Tsunami mit bis zu 10 Meter hohen Wellen wurden 40 Kilometer vom Epizentrum entfernt in Gizo alle Häuser entlang der Küste zerstört. Das eigentliche Epizentrum lag rund 40 Kilometer südöstlich von Gizo, bzw. 350 Kilometer west-nordwestlich der Hauptstadt Honiara in zehn Kilometern Tiefe.[1] Insgesamt wurden auf der Inselgruppe ca. 30 Menschen getötet und ca. 900 Häuser zerstört, wodurch rund 5000 Personen obdachlos geworden sind.[2]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. www.mittelbayerische.de - „Sechs Tote bei Tsunami auf den Salomonen“; Verwüstungen und viele Tote nach Tsunami im Südpazifik – www.baz.ch (Memento vom 30. September 2007 im Internet Archive) ; de.today.reuters.com
  2. www.nzz.ch - „Mindestens 5000 Obdachlose nach Tsunami im Südpazifik“; Channel News Asia

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]