Glück (2012)

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Filmdaten
Originaltitel Glück
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 16[2]
Stab
Regie Doris Dörrie
Drehbuch Doris Dörrie
Produktion Oliver Berben
Musik Hauschka
Kamera Hanno Lentz
Schnitt Inez Regnier, Frank Müller
Besetzung

Glück ist ein Filmdrama von Regisseurin Doris Dörrie aus dem Jahr 2012 mit Alba Rohrwacher und Vinzenz Kiefer in den Hauptrollen. Die Weltpremiere fand am 15. Februar 2012 im Rahmen der Berliner Filmfestspiele statt. Zuvor hatte Dörrie für den Film bereits den Regiepreis beim Bayerischen Filmpreis 2011 erhalten. Der Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Ferdinand von Schirach und ist seinem 2009 erschienenen Erzählband Verbrechen entnommen, der auf wahren Fällen beruht.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traumatisiert durch den in ihrer Heimat herrschenden Bürgerkrieg, flieht die junge Frau Irina aus einem nicht näher benannten osteuropäischen Land nach Berlin. Während sie sich als Prostituierte über Wasser hält, lernt sie den arbeitslosen Punker Kalle kennen und lieben.[3] Sie nimmt ihn in ihrer Mietwohnung auf. Eines Tages findet Kalle die Leiche eines Freiers in Irinas Wohnung, zerteilt sie im Badezimmer und „beerdigt“ sie in einem Park. Nachdem die Polizei die beiden in Haft nimmt, übernimmt der Anwalt Noah Leyden die Verteidigung, den Irina zu Beginn des Filmes bei einem Autozusammenstoß getroffen hat. Letztendlich werden beide freigesprochen, weil der Freier, wie die Obduktion ergab, an einem Herzinfarkt starb.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cristina Nord bezeichnet den Film in der taz als „Trivialkitsch“:

„Kinderschaukeln und knackige Männerkörper: In Doris Dörries "Glück" sind die Emotionen sehr billig zu haben. Für das Publikum soll es bloß nicht zu kompliziert werden“

– die tageszeitung, 16. Februar 2012[4]

Gaby Sikorski vom Webportal programmkino.de schrieb über den Film:

„Entstanden ist ein unbequemer, ein schwieriger Film, der kompromisslos die Partei der Außenseiter ergreift. In ihrem Bemühen, das Leben realistisch und in seinen extremen Facetten darzustellen, kann Doris Dörrie sich vor allem auf ihre großartige Hauptdarstellerin verlassen.“

– programmkino.de, 17. Februar 2012[5]


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Glück. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Februar 2012 (PDF; Prüf­nummer: 130 956 K).
  2. Alterskennzeichnung für Glück. Jugendmedien­kommission.
  3. Rezension von Hannelore Heider in Deutschlandradio Kultur vom 22. Februar 2012: "Glück" Lovestory über einen Punk und eine junge Prostituierte
  4. Cristina Nord: Liebesdienst mit Küchenmesser. taz.de, 16. Februar 2012, abgerufen am 24. Februar 2012 (deutsch).
  5. Gaby Sikorski: Glück. programmkino.de, 17. Februar 2012, abgerufen am 24. Februar 2012 (deutsch).