Glaser Grat

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Glaser Grat
Glaser Grat (mitte), Bruschghorn (links) und im Vordergrund der frühere Lüschersee (1902 entleert).

Glaser Grat (mitte), Bruschghorn (links) und im Vordergrund der frühere Lüschersee (1902 entleert).

Höhe 2'124 m ü. M.
Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Gebirge Adula-Alpen
Dominanz 1,41 km → Lüschgrat
Schartenhöhe 135 m ↓ Grat zwischen Glaser Grat und Lüschgrat
Koordinaten 745298 / 172300Koordinaten: 46° 41′ 10″ N, 9° 20′ 17″ O; CH1903: 745298 / 172300
Glaser Grat (Graubünden)
Glaser Grat
Normalweg Vom Glaspass über den Südgrat

Der Glaser Grat (rätoromanisch claus, deutsch Einfriedung, lateinisch clausum ‚eingeschlossen‘[1]) ist ein Gipfel östlich von Safien und westlich von Thusis im Kanton Graubünden in der Schweiz mit einer Höhe von 2'124 m ü. M. Er gehört zum Heinzenberggrat. Von der Heinzenbergseite zeigt er sich unscheinbar als Grashügel, von der Safientalseite ist er felsig und steiler. Durch die Nähe zum Skigebiet Tschappina Heinzenberg ist der Glaser Grat ein beliebter, einfach zu erreichender Skitourenberg.

Lage und Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Glaser Grat gehört zum Heinzenberggrat, einer Untergruppe der Adula-Alpen. Er befindet sich vollständig auf Gemeindegebiet von Tschappina. Der Glaser Grat wird im Osten durch den Heinzenberg und im Westen durch das Safiental eingefasst.

Zu den Nachbargipfeln gehören der Lüschgrat, der Piz Beverin, das Verdushorn, das Carnusahorn, das Bruschghorn und der Piz Radun.

Talorte sind Safien, der Glaspass und Tschappina. Häufige Ausgangspunkte sind Ober Gmeind und Lüsch.

Heinzenberger Gratwanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinzenberg

Die Heinzenberger Gratwanderung ist eine aussichts- und abwechslungsreiche Tageswanderung über den Heinzenberger Grat. Sie führt von Glaspass via Bischolpass, Tguma und Präzer Höhi nach Präz und bietet einen grossartigen Panoramarundblick ins Safiental, ins Domleschg, ins Albulatal und auf die umliegende Bergwelt.

  • Ausgangspunkt: Glaspass (1'831 m)
  • Ziel: Präz (1'184 m)
  • Route: Glaspass - Glaser Grat (2'124 m) - P.1989 - Lüsch (1'974 m) - Bischolpass (1'999 m) - Tguma (2'163 m) - Präzer Höhi (2'119 m) - Präz (1'184 m)
  • Schwierigkeit: T3, meist als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Dauer: 6 h

Routen zum Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sommerrouten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Glas über den Südgrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Safien Platz (1'296 m) oder Glaspass (1'831 m)
  • Schwierigkeit: T2, als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 3 Stunden von Safien oder ¾ Stunden vom Glaspass

Von Ober Gmeind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Obertschappina (1'577 m) oder Ober Gmeind (1'813 m)
  • Via: P.1864 und dann über die Bruchalp zum Südgrat oder über P.1989 zum Nordgrat
  • Schwierigkeit: T2, als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 2 Stunden von Obertschappina oder 1¼ Stunden von Ober Gmeind

Über den Nordgrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Safien Neukirch (1'292 m) oder Lüsch (1'974 m)
  • Via: Bischolpass, Lüsch, P.1989
  • Schwierigkeit: T2, als Wanderweg weiss-rot-weiss markiert
  • Zeitaufwand: 3½ Stunden von Safien Neukirch oder ¾ Stunden von Lüsch

Winterrouten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Skigebiet Tschappina Heinzenberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Bergstation Lüschgrat
  • Route: P.1989, Nordgrat
  • Schwierigkeit: WS-
  • Zeitaufwand: ½ Stunden von P.1989

Vom Glaspass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Glaspass (1'831 m)
  • Via: Südgrat
  • Schwierigkeit: WS
  • Zeitaufwand: ¾ Stunden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernard Condrau: Clubführer, Bündner Alpen, Band 2 (Bündner Oberland und Rheinwaldgebiet) 4. Auflage. Verlag des SAC, 1981, ISBN 3-85902-025-0, S. 301-302.
  • Landeskarte der Schweiz, Blatt 1215 Thusis, 1:25000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 1985

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glaser Grat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andrea Schorta: Wie der Berg zu seinem Namen kam. Kleines Rätisches Namenbuch mit zweieinhalbtausend geographischen Namen Graubündens. Terra Grischuna Verlag, Chur / Bottmingen/Basel 1988, ISBN 3-7298-1047-2, S. 92.