Glatigny (Moselle)

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Glatigny
Wappen von Glatigny
Glatigny (Frankreich)
Glatigny
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Metz
Kanton Vigy
Gemeindeverband Communauté de communes du Haut Chemin
Koordinaten 49° 9′ N, 6° 20′ OKoordinaten: 49° 9′ N, 6° 20′ O
Höhe 215–298 m
Fläche 6,23 km²
Einwohner 250 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 40 Einw./km²
Postleitzahl 57530
INSEE-Code

Glatigny ist eine französische Gemeinde mit 250 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Metz und zum Kanton Vigy.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glatigny liegt etwa zwölf Kilometer östlich von Metz auf einer Höhe zwischen 215 und 298 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 6,23 km². Durch den Süden des Gemeindegebietes führt die Autoroute A4 (Paris-Straßburg).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde 1192 erstmals als Glatignei erwähnt und hatte 1844 noch 282 Einwohner.

1670 wurde der jüdische Viehhändler Raphaël Lévy aufgrund eines angeblich an einem aus Glatigny stammenden Christenkind verübten Ritualmordes verbrannt. Die Gemeinde verhängte einen Bann gegen alle Juden, diese durften den Ort nicht mehr betreten. Dieser Bann wurde 2014 aufgehoben.[1]

1915–1918 und 1940–1944 trug es den deutschen Namen Glatingen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 85 89 94 195 220 253 279

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glatigny (Moselle) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Sahm: Bann nach 344 Jahren aufgehoben, Jüdische Allgemeine vom 22. Januar 2014