Glauer Berge

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Sicht aus Mietgendorf auf die Glauer Berge

Bei den südwestlich von Berlin gelegenen Glauer Bergen handelt es sich um eine aus Sand bestehende Hügellandschaft innerhalb des Thümenschen Winkels. Sie sind Teil des Naturpark Nuthe-Nieplitz und gehören zum Landkreis Teltow-Fläming.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Glauer Berge werden umschlossen von den Brandenburger Dörfern Blankensee im Westen, Mietgendorf im Norden, Großbeuthen im Osten und Glau im Süden. Auf einer Länge von fast vier Kilometern bilden sie eine der markantesten Stauchmoränen des südlichen Brandenburgs. Ihre höchsten Erhebungen sind der Kapellenberg (79,2 Meter) und der Kesselberg (90,7 Meter).

Blick vom Aussichtsturm auf dem Löwendorfer Berg in nördlicher Richtung zu den rund vier bis fünf Kilometer entfernten Glauer Bergen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor etwa 18.000 Jahren formte ein riesiger Gletscher diese markante Landschaft. Dabei wurde von ihm älteres Material, das vor der Gletscherfront abgelagert wurde, unter horizontalen und vertikalen Druck gestaucht und aufgeworfen. Da das ältere Material in der Hauptsache, wie typisch für die Mark Brandenburg, aus Sand bestand, bildet dieser auch das typische Erscheinungsbild der Glauer Berge.

Fauna und Flora[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knorrige Krüppelkiefer im Wald der Glauer Berge

Im Flechten-Kiefernwald auf den Plateaus der Glauer Berge, der als Fauna-Flora-Habitat unter besonderem Schutz steht, gibt es viele Krüppelkiefern. In den tieferen Lagen gibt es Weiden- und Erlenbruchwald sowie viele Eichen und Birken.[1]

Besondere Kräuter sind das Grünblütige Leinkraut und der Ährige Blutweiderich.[1]

Die hier vorkommende kurzfühlerige Italienische Schönschrecke ist vor dem Aussterben bedroht.[1]

Mineralquelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1908 brachte ein Bürger aus Blankensee Quellwasser von den Glauer Bergen in den Handel. Das unter dem Namen „Bikkesprudel“ vermarktete, in Flaschen abgefüllte und mit Kohlensäure versetzte Produkt war laut Etikett gesetzlich geschützt. Ein Liter Wasser enthielt, gleichfalls nach Angabe auf dem Etikett, unter anderem 17 mg Chlornatrium, 31 mg natürliche Kohlensäure, 41 mg Kalciumoxyd sowie Magnesia, Eisenoxydul und Kali. Die Quelle soll noch schwach rinnen, eine andere ist mittlerweile versiegt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christa Jankowiak, Johannes Jankowiak: Unterwegs an Nuthe und Nieplitz. Porträt einer märkischen Landschaft. Auf alten Spuren und neuen Wegen. Stapp Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-87776-061-9, S. 48–51 (Kapitel Nördlich der Berge).
  • Carsten Rasmus, Bettina Klaehne: Wander- und Naturführer Naturpark Nuthe-Nieplitz. Wanderungen, Radtouren und Spaziergänge. KlaRas-Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-933135-11-7.
  • Naturpark Nuthe-Nieplitz, Topografische Freizeitkarte 1:50.000. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, ISBN 3-7490-4094-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glauer Berge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Die Glauer Berge, naturpark-nuthe-nieplitz.de, PDF-Datei, abgerufen am 2. März 2016

Koordinaten: 52° 15′ N, 13° 10′ O