Gleisi Hoffmann

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Gleisi Hoffmann (Foto:Geraldo Magela/Agência Senado)

Gleisi Helena Hoffmann (* 6. September 1965 in Curitiba, Paraná) ist eine brasilianische Rechtsanwältin und Politikerin.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gleisi Hoffmann gehört seit 1989 der Partei der Arbeiter an und war bis 2. Februar 2014 die 43. Kabinettschefin Brasiliens (Ministra da Casa Civil).[2][3] Nachfolger als Kabinettschef ist der frühere Erziehungsminister Aloízio Mercadante.[4] Hoffmann trat zum 3. Februar 2014 erneut das bis dahin ruhende Amt als Senatorin, Vertreterin für den Bundesstaat Paraná, in der Regierung Dilma Rousseff an.[5]

Gleisi Hoffmann ist mit dem brasilianischen Kommunikationsminister Paulo Bernardo verheiratet und hat zwei Kinder.[6]

Operation Lava Jato[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alberto Youssef sagte im Rahmen einer Verständigung im Strafverfahren bei den Ermittlungen der Operation Lava Jato aus, Hoffmann hätte bei den Wahlen 2010 Gelder in Höhe von R 1 Million erhalten..[7] Paulo Roberto Costa, Ex-Direktor bei Petrobras und wegen Korruptionsverdachts angeklagt, bestätigte in einer Aussage, dass dies auf Anlass ihres Gatten geschehen sei.[8] Gleisi Hoffmann und Paulo Bernardo bestritten diese Vorwürfe.[9] Nach Angaben der Zeitung Folha de S. Paulo wurde Bernardo’s Name im Januar 2015 bei den Ermittlungen genannt.[10] Am 6. März 2015 erschien Gleisi Hoffmann’s Name, neben den von mehreren Dutzend anderen, auf einer Liste der Personen,[11] gegen die durch Teori Zavascki, im Amt als Minister für das Oberste Bundesgericht, dem Supremo Tribunal Federal (STF), polizeiliche Ermittlungen gemäß PET-5257[12] durchgeführt wurden.[13] Am 23. September 2015 gab das Mitglied des STF Dias Toffoli die Entscheidung bekannt, die Untersuchungen gegen Gleisi Hoffmann würden eingestellt, da die Operation Lava Jato sich ja nur mit Petrobras befasse und nicht mit anderen Bereichen.[14]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Greisi Kidman. In: Berliner Zeitung, 29. Juni 2011
  2. Der starke Mann neben Rousseff hat Schwächen gezeigt. In: Tages Anzeiger, 9. Juni 2011
  3. Skandal zwingt Kabinettschef zum Rücktritt. In: Handelsblatt, 8. Juni 2011
  4. Gleisi Hoffmann deixa a Casa Civil na segunda. In: Jornal Novo Tempo, 31. Januar 2014 (portugiesisch); abgerufen am 14. April 2014.
  5. Gleisi Hoffmann retorna ao Senado. In: Correio do Estado vom 4. Februar 2014 (portugiesisch); abgerufen am 14. April 2014.
  6. Jens Glüsing: Herrschaft der Amazonen. In: Der Spiegel. Nr. 3, 2012 (online).
  7. Doleiro confirma pagamento a ex-ministra. Yahoo, 5. November 2014, abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  8. Delator diz que pagou R$ 1 mi a ex-ministra. Folha de S. Paulo, 18. Oktober 2014, abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  9. Gleisi e Bernardo negam ter recebido de Youssef. Yahoo, 5. November 2014, abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  10. Katna Baran, Kelli Kadanus: Gleisi e Paulo Bernardo estão na lista da Lava a Jato, diz jornal. Paraná Online, 5. März 2015, abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  11. Severino Motta: Teori divulga lista com 54 investigados da Lava Jato. Folha de S. Paulo, 6. März 2015, abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  12. Petição 5.257 Distrito Federal. Abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  13. Notícias STF: Ministro Teori Zavascki autoriza abertura de inquérito e revoga sigilo em investigação sobre Petrobras. Portal STF, 6. März 2015, abgerufen am 20. September 2015 (portugiesisch).
  14. Humberto Trezzi: STF decide que Lava-Jato não vai investigar Gleisi Hoffmann. Zero Hora, ZH Notícias, 23. September 2015, abgerufen am 9. Januar 2016 (portugiesisch).