Glenn Frey

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Glenn Frey (2008)

Glenn Lewis Frey (* 6. November 1948 in Detroit, Michigan; † 18. Januar 2016 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Rockmusiker. Er war Mitgründer der in den 1970er Jahren international sehr erfolgreichen Formation Eagles, der er bis zu seinem Tod angehörte. Er war auch als Solist erfolgreich und seit dem Jahr 2000 Mitglied in der Songwriters Hall of Fame.[1]

Leben[Bearbeiten]

Frey spielte bei den Eagles Gitarre und Piano und war bei vielen Stücken der Sänger. Zusammen mit Don Henley schrieb er die meisten Songs der Eagles. Ihre letzte Tournee fand von 2013 bis 2015 statt, die Erfolge und Plattenumsätze der 1970er Jahre erreichten sie jedoch nicht wieder. Einige Jahre vor der Wiedervereinigung der Gruppe 1994 sagte Don Henley, dass sich die Eagles nie wieder vereinigen würden, „eher werde die Hölle zufrieren“. Folgerichtig hieß das Album nach dem Comeback Hell Freezes Over.

Den ersten Hit der Eagles Take It Easy schrieb Frey zusammen mit dem US-Songwriter Jackson Browne, aus dessen Feder weitere Hits der Eagles stammten, obwohl Browne nie Mitglied der Eagles war. Der Text von Take It Easy war so originell geschrieben, dass er teilweise in die amerikanische Umgangssprache eingegangen ist. Henley und Frey ergänzten sich perfekt und waren stimmlich so verschieden, dass die Eagles sehr breitgefächerte Songs veröffentlichen konnten. Bei dem größten Erfolg der Eagles, Hotel California, spielte Frey jedoch nur eine untergeordnete Rolle als Co-Autor des Textes und als Backgroundsänger. Die Melodie und das berühmte Gitarrensolo stammten vom damaligen Eagles-Gitarristen Don Felder.

Nach Auflösung der Gruppe 1981 war Frey als Solokünstler erfolgreich. Bereits im Mai 1982 erschien seine erste Single I Found Somebody und das Album No Fun Aloud. Mit dem Lied The Heat Is On, das Ende 1984 auch in Deutschland und vielen anderen Teilen Europas in die Hitparaden kam, wurde er über die Vereinigten Staaten hinaus erfolgreich. Der Titel war im Soundtrack des amerikanischen Kinofilms Beverly Hills Cop erschienen und von Harold Faltermeyer und Keith Forsey geschrieben worden. Weitere auch in Deutschland bekannte Singles waren You Belong to the City und I’ve Got Mine. Zu der amerikanischen Krimiserie Miami Vice steuerte er den eigens für die Serie geschriebenen Smuggler’s Blues bei. In der gleichnamigen 15. Folge der 1. Staffel der Serie (deutscher Folgentitel Abenteuer in Kolumbien) spielte Frey selbst mit.

Frey ist in einigen US-amerikanischen Spielfilmen (z. B. Jerry Maguire) in Nebenrollen zu sehen. Eine Hauptrolle hatte er in mehreren Folgen der Serie Wiseguy, die in Deutschland Kampf gegen die Mafia hieß und in den frühen 1990er-Jahren bei RTL und RTL II lief. Dabei ging es um eine fiktive Unterorganisation des FBI, das „OCB“, das sich speziell der Bekämpfung des organisierten Verbrechens widmete. Frey spielte in mehreren Folgen, die sich um die Musikindustrie drehen, den erfolglosen Musikmanager Bobby Travis, der sein finanziell klammes Plattenlabel Dead Dog Records an das OCB verkauft, damit dieses fortan als Tarnunternehmen genutzt werden kann. Die Serie war in den Vereinigten Staaten populär, was viele Gaststars anzog. So spielte Frey in seinen Folgen mit Deborah Harry (Blondie) und Tim Curry (The Rocky Horror Picture Show). Andere Gaststars waren unter anderem Jerry Lewis in einer seiner wenigen ernsten Rollen, sowie Joe Dallesandro, Meat Loaf, Maximilian Schell, Kevin Spacey und Patti D’Arbanville.

Nach Komplikationen im Zuge einer entzündlichen Gelenkserkrankung starb Frey am 18. Januar 2016 im Alter von 67 Jahren in New York City an den Folgen einer Dickdarmentzündung und einer Lungenentzündung.[2]

Titel für Fernsehen und Kino[Bearbeiten]

Sein Stück You Belong to the City wurde auch des Öfteren in der Serie Miami Vice verwendet. Der gleiche Titel ist in der Serie Eine schrecklich nette Familie in der Folge Alte Zeiten (Folge 14 aus Staffel 2) zu hören. The Heat Is On wurde für den Film Beverly Hills Cop mit Eddie Murphy als Intromusik verwendet, True Love erklang in der Folge Geiseln im Sturm (Staffel 1, Episode 12) von Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • 05/1982: No Fun Aloud
  • 06/1984: The Allnighter
  • 08/1988: Soul Searchin’
  • 06/1992: Strange Weather
  • 07/1993: Live in Dublin
  • 03/1995: The Solo Collection
  • 09/2000: 20th Century Masters – The Millennium Collection
  • 06/2012: After Hours

Singles[Bearbeiten]

  • 05/1982: I Found Somebody (US #31)
  • 08/1982: The One You Love (US #15)
  • 12/1982: That Girl/All Those Lies (US #41)
  • 06/1984: Sexy Girl (US #20, UK #81)
  • 09/1984: The All Nighter (US #54)
  • 11/1984: The Heat Is On (D #4, A #27, CH #5, US #2, UK #12, NL #19, F #47, S # 5, N # 2)
  • 03/1985: Smuggler’s Blues (US #12, UK #22)
  • 08/1985: You Belong to the City (US #2, UK #94, NL #37)
  • 08/1988: True Love (US #13, UK #84)
  • 11/1988: Soul Searchin’
  • 02/1989: Livin’ Right (US #90)
  • 04/1991: Part of Me, Part of You (D #54, US #55)
  • 06/1992: I’ve Got Mine (D #51, US #91)
  • 05/1993: Love in the 21st Century (D #53)
  • 05/1995: This Way to Happiness (D #65)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1976 Grammy Award – Best Pop Vocal Performance by a Duo, Group or Chorus
  • 1977 Grammy Award – Best Arrangement For Voices
  • 1977 Grammy Award – Record of the Year
  • 1979 Grammy Award – Best Rock Vocal Performance by a Duo or Group
  • 2007 Grammy Award – Best Country Performance by a Duo or Group
  • 2008 Grammy Award – Best Pop Instrumental Performance
  • 2015 Kennedy-Preis – als Mitglied der Eagles

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Glenn Frey. In: songwritershalloffame.org. Songwriters Hall of Fame. Abgerufen am 19. Januar 2016 (englisch).
  2. Glenn Frey: Eagles-Gitarrist gestorben. In: zeit.de. Die Zeit, 19. Januar 2016.