Glewitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Glewitz führt kein Wappen
Glewitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Glewitz hervorgehoben
Koordinaten: 54° 1′ N, 12° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Vorpommern-Rügen
Amt: Franzburg-Richtenberg
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 42,03 km2
Einwohner: 525 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km2
Postleitzahl: 18513
Vorwahl: 038334
Kfz-Kennzeichen: VR, GMN, NVP, RDG, RÜG
Gemeindeschlüssel: 13 0 73 029
Adresse der Amtsverwaltung: Ernst-Thälmann-Str. 71
18461 Franzburg
Webpräsenz: www.amt-franzburg-richtenberg.de
Bürgermeister: Hartmut Löhrke (CDU)
Lage der Gemeinde Glewitz im Landkreis Vorpommern-Rügen
RostockLandkreis Mecklenburgische SeenplatteLandkreis RostockLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldLandkreis Vorpommern-GreifswaldAltenpleenGroß MohrdorfGroß MohrdorfGroß MohrdorfKlausdorf (bei Stralsund)KramerhofPreetz (bei Stralsund)ProhnSaal (Vorpommern)BarthDivitz-SpoldershagenFuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Fuhlendorf (Vorpommern)Karnin (bei Barth)Kenz-KüstrowLöbnitz (Vorpommern)LüdershagenPruchtenSaal (Vorpommern)TrinwillershagenBergen auf RügenBuschvitzGarz/RügenGustowLietzowParchtitzPatzigPoseritzRalswiekRappinSehlenAhrenshoopBorn a. DarßDierhagenPrerowWieck a. DarßWustrow (Fischland)FranzburgGlewitzGremersdorf-BuchholzMillienhagen-OebelitzPapenhagenRichtenbergSplietsdorfVelgastWeitenhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen)Wendisch BaggendorfElmenhorst (Vorpommern)SundhagenWittenhagenBaabeGöhren (Rügen)Lancken-GranitzSellinMönchgutZirkowGroß KordshagenJakobsdorfKummerow (bei Stralsund)Lüssow (bei Stralsund)Lüssow (bei Stralsund)Neu BartelshagenNieparsPantelitzSteinhagen (Vorpommern)WendorfZarrendorfAltenkirchen (Rügen)BreegeDranskeGloweLohmePutgartenSagardWiek (Rügen)Bad SülzeDettmannsdorfDeyelsdorfDrechowEixenGrammendorfGransebiethHugoldsdorfLindholzTribseesAhrenshagen-DaskowSchlemminRibnitz-DamgartenSemlowAltefährDreschvitzDreschvitzGingstHiddenseeKluisNeuenkirchen (Rügen)Neuenkirchen (Rügen)RambinSamtensSchaprodeSchaprodeTrent (Rügen)Ummanz (Gemeinde)Ummanz (Gemeinde)Ummanz (Gemeinde)BinzGrimmenMarlowPutbusPutbusSassnitzStralsundStralsundSüderholzZingstZingstZingstKarte
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Glewitz ist eine Gemeinde südlich von Stralsund im Landkreis Vorpommern-Rügen, die bis zum 15. Februar 2004 zum dann aufgelösten Amt Trebeltal gehörte und seitdem vom Amt Franzburg-Richtenberg mit Sitz in der Stadt Franzburg verwaltet wird.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glewitz liegt ungefähr 14 km südwestlich von Grimmen und rund 15 km nördlich von Demmin. Nördlich der Gemeinde verläuft die A 20, die über den Anschluss Grimmen-West (ca. 9 km) zu erreichen ist.

Die Gemeinde Glewitz befindet sich im Naturschutzgebiet Trebeltal einer Gegend die geformt wurde durch riesige Gletscher und Schmelzwassermassen, die nach der letzten Eiszeit unzählige Seen, Moore und Schmelzwasserrinnen hinterließen.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Langenfelde
  • Jahnkow
  • Wolthof
  • Voigtsdorf
  • Strelow
  • Turow
  • Zarnekow
  • Glewitz

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Glewitz

Nach Auflösung des Fürstentums Rügen gehörte der Ort zum Herzogtum Pommern.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg bis zum Jahr 1815 gehörte die Gegend zu Schwedisch-Pommern und danach zur preußischen Provinz Pommern.

Das Gemeindegebiet war bis 1952 Teil des Landkreises Grimmen und gehörte danach bis 1994 zum Kreis Grimmen im Bezirk Rostock. Seit 1990 gehört Glewitz zum Land Mecklenburg-Vorpommern.

Glewitz wurde erstmals 1293 urkundlich erwähnt.[2] Neben der heutigen Schreibweise des Ortsnamens gab es die Formen Glowitz und Chlewitz.
Im Memoralienbuch der Kirchengemeinde wurde erwähnt, dass die Bevölkerung zu dieser Zeit in erster Linie aus Bauern und Siedlern bestand. Die Kirche Glewitz stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Sie wurde 1851 verputzt. Ihr Turm stammt von um 1861.

Strelow war als Gut und Gestüt u. a. im Besitz der Familie Rassow (1910–1945). Das Gutshaus stammt wohl aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Turow: Die Wasserburg Turow wurde 1387 urkundlich erstmals erwähnt. Die Burganlage stammt aus dem 12. Jahrhundert. Sie wurde im 15. Jahrhundert auf Resten der Vorgängerburg zur Wasserburg mit Wassergraben und Außenwall ausgebaut. Der Grundriss ist U-förmig mit einer Fläche von 200 × 175 m. Das Haus hatte mehrere Bauetappen, Anbauten und Umbauten. Der Turm ist im Kern erhalten. Der sogenannte Blaue Saal wurde als Kapelle seit 1900 genutzt – es ist ein Kreuzgewölbe auf einer Mittelsäule, an den Wänden bemalte Leinwandtapeten von 1820 mit arkadischen Landschaften. Die Burg hat einen kleinen Innenhof, der durch eine Pforte abgeschlossen wird. Gutsbesitzer waren u. a. die Familien von Künzheim (17. Jahrhundert) und von Ferber (1724–1915). Es wurde dann aufgesiedelt, der Resthof und die Burg blieben bis 1945 im Besitz der Ferbers. Nach 1945 wurde das Schloss Heim der evangelischen Kirche.[3] Am 1. Juli 1950 wurde Turow eingegliedert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wasserburg Turow
  • Wasserburg Turow
  • Kirche Glewitz: Gotische Backsteinkirche (13/14. Jahrhundert)
  • Turmhügel Zarnekow
  • Turmhügel, Hügelgrab und Schanze in Wolthof
  • Gutshaus Strelow

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Urkunden zur Geschichte des Fürstentums Rügen, Urkunden Bd. 3. No. 393.
  3. Hubertus Neuschäffer: Vorpommerns Schlösser und Herrenhäuser. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft 1993, S. 198, ISBN 3-88042-636-8