Gliederung des Heeres (Bundeswehr)

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Dislozierung des Heeres im April 2021
Gliederung des Heeres im April 2021

Die Gliederung des Heeres der Bundeswehr beschreibt die aktuelle Gliederung des Heeres in Truppenteile.

Einleitung und Aufbau der Liste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liste beschreibt den aktuellen Aufbau des Heeres und damit eine Gliederung, die an Stelle der bisherigen Struktur NEUES HEER tritt. Unter dem Stichwort „Transformation“ unterliegt die Gliederung des Heeres ohnehin einer steten Änderung in kleinen Teilschritten. Mit dieser aktuellen Gliederung wurde die Struktur HEER 2011 erreicht. Erster grundlegender Schritt war die Aufstellung des Kommandos Heer bei zeitgleichem Wegfall des Heeresführungskommandos und des Führungsstabs des Heeres zum 1. Oktober 2012. Zu diesem Zeitpunkt (Oktober 2012) umfasst das Heer rund 68.0000 aktive Soldaten. Die Struktur HEER 2011 wurde auf Verbandsebene Ende 2015 weitestgehend erreicht. Gleichzeitig ergaben sich erste Veränderungen gegenüber der ursprünglich beabsichtigten Gliederung HEER 2011. So wurde zum Beispiel das nichtaktiv ausgeplante Panzerbataillon 414 zu einem deutsch-niederländischen aktiven Panzerbataillon und der niederländischen 43 Gemechaniseerde Brigade unterstellt.

Die Liste beschränkt sich ferner auf das eigentliche Heer. Ausdrücklich nicht berücksichtigt sind die Heeresuniformträger in anderen Teilstreitkräften und anderen militärischen Organisationsbereichen. Da die Gliederung des Heeres einer steten Veränderung unterworfen war und die Liste eine truppendienstliche Gliederung anstrebt, können Verbände, die noch oder davor existierten, sowie deren Unterstellungsverhältnisse per definitionem nicht Gegenstand der Betrachtung sein. Gleiches gilt folglich für frühere oder spätere Unterstellungsverhältnisse. Wo möglich sind besondere Zuordnungsverhältnisse abweichend von der truppendienstlichen Unterstellung ergänzt. Zu beachten ist also, dass die Liste nicht alle jemals aufgestellten Verbände des Heeres enthalten kann. In der Regel werden keine Einheiten kleiner als selbstständige Bataillone und selbstständige Kompanien aufgeführt. Die angegebenen Garnisonsorte beziehen sich in der Regel auf den Standort der Stab- und Stabskompanie. Davon abweichend können nicht aufgeführte unterstellte Truppenteile an anderen Orten stationiert sein. Der angegebene Ort für nichtaktive Verbände ist uneinheitlich als Ort der Mobilmachung, des Kaders, des aktiven Anteils teilaktiver Verbände, des Mobilisierungsfeldwebels oder des (Geräte)depots des eingelagerten Geräts zu verstehen.

Kursiv aufgeführte Verbände waren zum Betrachtungszeitpunkt nicht aktive, darunter vor allem Ergänzungstruppenteile ohne Gerät, oder teilaktive Verbände, darunter Truppenteile in Auflösung, Umgliederung oder Aufstellung. Der Couleurtruppenteil bezeichnet den Verband, an den der Ergänzungstruppenteil angelehnt ist, d. h. der beispielsweise den übenden Reservisten Großgerät aus eigenem Bestand zeitlich begrenzt abtritt. Klein und vor der Bezeichnung des Truppenteils sind die internen Verbandsabzeichen abgebildet. Am rechten Rand, größer, sind die Verbandsabzeichen (Ärmelabzeichen für Dienstanzug) abgebildet, die für alle unterstellten Truppenteile gilt, solange die unterstellten Verbände nicht wiederum eigene Verbandsabzeichen haben.

Kommando Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Kommando Heer

Das Heer wird geführt durch den Inspekteur des Heeres. Oberste Dienststelle ist das Kommando Heer. Dieses führt alle Divisionen und die deutschen Anteile der multinationalen Verbände sowie das Amt für Heeresentwicklung und das Ausbildungskommando. Eine feste Assignierung der Verbände in eine NATO-Kommandostruktur ist nicht vorgesehen und wird daher nicht weiter dargestellt.

Division Schnelle Kräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Division Schnelle Kräfte

Die Division Schnelle Kräfte gliedert sich in:

  • internes Verbandsabzeichen Stabs-/Fernmeldekompanie (St/FmKp) Division Schnelle Kräfte, Stadtallendorf

Divisionstruppen Division Schnelle Kräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommando Hubschrauber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommando Spezialkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Kommando Spezialkräfte

Hinweis: Das Kommando Spezialkräfte ist ein Verband auf Brigadebene und nicht in selbstständige Truppenteile untergliedert.

Das Kommando Spezialkräftein in Calw gliedert sich in:

  • internes Verbandsabzeichen Stab Kommando Spezialkräfte (KSK)
    • internes Verbandsabzeichen Psychologischer Dienst
    • internes Verbandsabzeichen Sprachendienst
  • Kommandokräfte
    • internes Verbandsabzeichen 1. Kommandokompanie
    • internes Verbandsabzeichen 2. Kommandokompanie
    • internes Verbandsabzeichen 3. Kommandokompanie
    • internes Verbandsabzeichen 4. Kommandokompanie
    • internes Verbandsabzeichen Spezialkommandokompanie
    • internes Verbandsabzeichen Spezialaufklärungskompanie
  • Unterstützungskräfte
    • internes Verbandsabzeichen Versorgungskompanie
    • internes Verbandsabzeichen Fernmeldekompanie
    • internes Verbandsabzeichen Unterstützungskompanie
      • internes Verbandsabzeichen Nachschub-/Umschlagszug
      • internes Verbandsabzeichen Instandsetzungszug
      • internes Verbandsabzeichen Fallschirmgeräte- und Luftumschlagszug
    • internes Verbandsabzeichen Sanitätszentrum
  • internes Verbandsabzeichen Bereich Weiterentwicklung

Luftlandebrigade 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen der LLBrig 1

11 Luchtmobiele Brigade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Ausbildung und Übung ist der DSK die 11 Luchtmobiele Brigade (11. Luftbewegliche Brigade) aus Arnheim NiederlandeNiederlande Niederlande unterstellt.

  • internes Verbandsabzeichen Stabskompanie, 11. Luftbewegliche Brigade, Arnheim
  • internes Verbandsabzeichen 11. Infanteriebataillon, Garde Grenadiers en Jagers, Arnheim
  • internes Verbandsabzeichen 12. Infanteriebataillon, Regiment Van Heutsz, Arnheim
  • internes Verbandsabzeichen 13. Infanteriebataillon, Regiment Stoottroepen Prins Bernhard, Assen
  • internes Verbandsabzeichen 11. Luftlandepionierkompanie, Arnheim
  • internes Verbandsabzeichen 11. Versorgungskompanie, Arnheim
  • internes Verbandsabzeichen 11. Instandsetzungskompanie, Arnheim
  • internes Verbandsabzeichen 11. Sanitätskompanie, Assen
  • internes Verbandsabzeichen 20. Reservistenbataillon, Den Haag, Bergen, Amsterdam, Amersfoort

1. Panzerdivision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen 1. Panzer­division

Die 1. Panzerdivision gliedert sich wie folgt:[2]

  • Internes Verbandsabzeichen Stabs-/ Fernmeldekompanie 1. Panzerdivision, Oldenburg

Divisionstruppen 1. Panzerdivision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Die Divisionstruppen werden kommandiert durch den stellvertretenden Divisionskommandeur und Kommandeur Divisionstruppen der 1. Panzerdivision.

Panzerlehrbrigade 9[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Panzer­lehr­brigade 9

Panzerbrigade 21[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Panzer­brigade 21

Hinweis: Die Panzerbrigade 21 führt den Beinamen „Lipperland“

Panzergrenadierbrigade 41[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Panzer­grenadier­brigade 41

Hinweis: Die Panzergrenadierbrigade 41 führt den Beinamen „Vorpommern“

  • Internes Verbandsabzeichen Stabs-/ Fernmeldekompanie Panzergrenadierbrigade 41, Neubrandenburg
  • internes Verbandsabzeichen Jägerbataillon 413, Torgelow
  • Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 411, Viereck
  • Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 401, Hagenow
  • Internes Verbandsabzeichen Aufklärungsbataillon 6, Eutin
  • Internes Verbandsabzeichen Panzerpionierbataillon 803, Havelberg
  • Internes Verbandsabzeichen Versorgungsbataillon 142, Hagenow
  • Internes Verbandsabzeichen Panzergrenadierbataillon 908, Viereck (Couleur: Panzergrenadierbataillon 411. Nicht aktiv. Kein eigenes Großgerät vorhanden bzw. langzeitlagernd.)

43 Gemechaniseerde Brigade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

internes Verbandsabzeichen

Für Ausbildung und Übung ist der 1. Panzerdivision die niederländische 43 Gemechaniseerde Brigade (43. mechanisierte Brigade) aus Havelte unterstellt.[3]

10. Panzerdivision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen 10. Panzer­division

Hinweis: die „neue“ 10. Panzerdivision wurde Ende 2014 aus der Division Süd neu aufgestellt.

Divisionstruppen 10. Panzerdivision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panzerbrigade 12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Panzer­brigade 12

Hinweis: Die Panzerbrigade 12 führt den Beinamen „Oberpfalz“

Gebirgsjägerbrigade 23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Gebirgs­jäger­brigade 23

Hinweis: Die Gebirgsjägerbrigade 23 führt den Beinamen „Bayern“

Panzergrenadierbrigade 37[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Panzer­grenadier­brigade 37

Hinweis: Die Panzergrenadierbrigade 37 führt den Beinamen „Freistaat Sachsen“

Deutsch-Französische Brigade[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Deutsch-Französische Brigade

Hinweis: Aufgeführt sind nur Truppenteile mit deutschem Anteil. Die übrigen Truppenteile werden durch das französische Heer gestellt.

Eurokorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen

Hinweis: Aufgeführt sind nur fest assignierte Truppenteile mit deutschem Anteil (außer der Deutsch-Französischen Brigade). Truppendienstlich unterstehen die deutschen Anteile der Deutsch-Französischen Brigade dem Kommando Heer. Für Ausbildung, Übung und Einsatz ist die Brigade dem Eurokorps ständig unterstellt. Die übrigen Truppenteile werden größtenteils durch das französische Heer gestellt.

  • Internes Verbandsabzeichen Stab Eurokorps, Straßburg (FR) (deutscher Anteil)
    • Internes Verbandsabzeichen Multinationale Führungsunterstützungsbrigade (engl.: Staff Multinational Command Support Brigade) (teilaktiv) (deutscher Anteil), Straßburg

I. Deutsch-Niederländisches Korps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen 1. D-NL Korps

Hinweis: Aufgeführt sind nur fest assignierte Truppenteile mit deutschem Anteil. Die übrigen Truppenteile werden größtenteils durch das niederländische Heer gestellt. Im Einsatz werden dem Korps weitere Großverbände unterstellt.

  • Internes Verbandsabzeichen Stab I. Deutsch-Niederländisches Korps (deutscher Anteil), Münster
    • Internes Verbandsabzeichen Stabs- und Unterstützungsbataillon I. Deutsch-Niederländisches Corps (deutscher Anteil), Münster
    • Internes Verbandsabzeichen /Fernmeldebataillon I. Deutsch-Niederländisches Corps (deutscher Anteil), Eibergen (NL)

Multinationales Korps Nordost[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Multi­nationales Korps Nordost

Hinweis: Aufgeführt sind nur fest assignierte Truppenteile mit deutschem Anteil. Die übrigen Truppenteile werden größtenteils durch das polnische und dänische Heer gestellt. Im Einsatz werden weitere Großverbände unterstellt

  • Internes Verbandsabzeichen Stab Multinationales Korps Nordost, Stettin (PL) (deutscher Anteil)
    • Führungsunterstützungsbrigade Multinationales Korps Nordost (engl.: Command Support Brigade)
      • Internes Verbandsabzeichen Stab Führungsunterstützungsbrigade (deutscher Anteil)
      • Internes Verbandsabzeichen Fernmeldebataillon 610, Prenzlau (truppendienstliche Unterstellung unter 1. Panzerdivision, für Ausbildung und Einsatz Command Support Brigade unterstellt)

Amt für Heeresentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Amt für Heeres­ent­wicklung

Ausbildungskommando[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbands­abzeichen Aus­bildungs­kommando

Ausbildungseinrichtungen des Heeres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abweichend von der sonstigen Darstellung sind die abgebildeten Abzeichen nach dem Schema „gekreuzte Schwerter und S in rotem Schild“ die Verbandsabzeichen der Schule. Zugeordnete/unterstellte Truppenteile (Stäbe, Lehrgruppen, Unterstützungsgruppen etc.) weisen unter Umständen auch interne Verbandsabzeichen auf. Es bestehen folgende Ausbildungseinrichtungen:

Schulen und Ausbildungszentren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zentrale Ausbildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LLBrig 26: Seedorfer Fallschirmjäger ab April 2015 im neuen Auftrag. www.deutschesheer.de, 1. April 2015, abgerufen am 1. April 2015.
  2. Gliederung 1. Panzerdivision. Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, 5. Juli 2015, abgerufen am 18. Juli 2015.
  3. Dr. Christian Kahl: Einmalig in der Welt: Neue Wege der deutschen-niederländischen Heereskooperation. PIZ Heer, 18. März 2016, abgerufen am 19. März 2016.
  4. Margit Ringer: Panzerbrigade 12 zieht von Amberg nach Cham. In: br.de. BR24, 9. April 2018, abgerufen am 24. Dezember 2020.
  5. Simon Hofmann: Eine Erfolgsgeschichte endet – eine andere wird fortgesetzt. Bundesministerium der Verteidigung, Presse- und Informationsstab, 26. Juni 2014, abgerufen am 27. Juni 2014.
  6. Ein traditionsreicher Panzerstandort wird wiederbelebt. Deutsches Heer. Abgerufen am 4. Mai 2020.
  7. mö: Bundeswehr: Panzerbataillon verlässt jetzt Bad Salzungen. In: insuedthueringen.de. Suhler Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 3. Februar 2014, abgerufen am 30. August 2014.
  8. Versorgungsbataillon 131. In: bB. Blauer Bund e.V., Juli 2014, abgerufen am 30. August 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]