Glion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Montreux, Glion, Caux
Ansicht von Glion, Postkarte (um 1922)
Hotel Victoria in Glion 1878

Glion ist ein Dorf, das zur politischen Gemeinde Montreux im Kanton Waadt (Schweiz) gehört.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Glion liegt auf 700 m ü. M. auf einer Terrasse, 300 m oberhalb von Montreux und dem Genfersee. Der Ort wird von Territet mit einer am 19. August 1883 eingeweihten Standseilbahn bedient.[1] In viertelstündlichen Abständen können mit der Standseilbahn das ganze Jahr über innerhalb von vier Minuten vom Ufer des Sees aus etwa 30 Personen nach Glion transportiert werden. Die Bahn benötigt kein Fahrpersonal.[2] Eine 1892 fertiggestellte Zahnradbahn führt hinauf nach Caux und zu den Rochers de Naye.[3]

Unter dem Dorf verläuft die Autobahn A9 im 1350 m langen Glion-Tunnel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde als Zehntgebiet schon 1693 erwähnt. Früher gehörte Glion zur Gemeinde Les Planches, die 1953 in Montreux eingemeindet wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte das Dorf sich, ähnlich wie das 350 m höhergelegene Caux, zum Luftkurort mit mehreren Hotels und Sanatorien. Seine Blütezeit hatte es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Danach wurden die grössten Hotels in Hotelfachschule, Konvaleszenzklinik und Privatschule umgebaut. Im Sanatorium Valmont lebte bis 1951 Carl Gustav Emil Mannerheim, Marschall von Finnland. Glion dient heute auch als Tagungsort.

Glion ist Heimatort des reformierten Theologen, Pfarrer und Gründer der Ligia Grischa Gion Martin Darms (1823–1907).

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Philippe Mottu: Caux. Von der „Belle époque“ zur Moralischen Aufrüstung. Caux-Verlag, Zürich 1970, S. 24.
  2. 1820.01 Territet − Glion auf standseilbahnen.ch, abgerufen am 26. Februar 2018.
  3. Philippe Mottu: Caux. Von der „Belle époque“ zur Moralischen Aufrüstung. Caux-Verlag, Zürich 1970, S. 25.
  4. http://www.glion.edu/

Koordinaten: 46° 25′ 58″ N, 6° 55′ 33″ O; CH1903: 560590 / 142520