Gloria Coates

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Gloria Coates (* 10. Oktober 1938 in Wausau, Wisconsin) ist eine US-amerikanische Komponistin, die in München lebt.

Leben[Bearbeiten]

Gloria Coates begann früh mit dem Komponieren und gewann bereits mit vierzehn Jahren in einem nationalen Kompositionswettbewerb. Nach Abschluss ihres Kompositionsstudiums bildete sie sich weiter an der Louisiana State University und der Columbia University in New York bei Otto Luening, am Mozarteum in Salzburg sowie bei Alexander Tscherepnin.

Ihre Music on Open Strings (Symphonie Nr. 1), 1973 entstanden, war 1978 beim Warschauer Herbst das meist diskutierte Werk; es wurde 1986 als Finalist beim Koussevitzky-Preis ausgezeichnet und im Rahmen der Musica Viva-Konzerte des Bayrischen Rundfunks 1980 als erste Orchesterkomposition einer Komponistin in den 35 Jahren des Bestehens der Serie aufgeführt. Ihre Werke wurden unter anderem auch bei den Dresdner Musikfestspielen, bei New Music America sowie 1972 bei den Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik aufgeführt.

Aus ihrem Werk ragt besonders die hohe Anzahl von mittlerweile 15 Symphonien heraus, die auch häufig von namhaften Orchestern aufgeführt werden. Daneben komponierte sie Streichquartette, kammermusikalische und Vokalkompositionen, Werke für Soloinstrumente, elektronische Musik und Werke für die Bühne, wie Everyman. Morality Play (Bühnenmusik zu Jedermann) 1962.

Zwischen 1971 und 1984 organisierte sie Konzertreihen mit deutsch-amerikanischer Musik in Deutschland.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 15 Symphonien
  • 8 (nummerierte) Streichquartette, eines davon mit Orgel (Nr. 7)
  • weitere Werke für Streichquartett wie Six Movements for String Quartett, Streichquartett mit provencalischer Trommel oder Glissando String Quartett
  • 2 Lyrische Suiten
  • Bühnenmusik zu Jedermann für Flöte, Oboe und Schlagzeug
  • Musik zum Schauspiel Hamlet von Shakespeare
  • Chorwerke The Beautitudes und Rainbow across the Night Sky
  • Missa Brevis 1964, sowie ein Te Deum und Dies Sanctificatus für Sopran, Alt, Tenor a cappella
  • etliche Duos, Trios, Quartette, je ein Quintett, Sextett und Septett in verschiedenen Besetzungen

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Coates: Symphonies Nos. 1, 4 & 7 (cpo 1996) / Stuttgarter Philharmoniker, Wolf-Dieter Hauschild; Georg Schmöhe/ Symphonieorchester Des Bayerischen Rundfunks, Elgar Howarth
  • Gloria Coates: Symphony No. 2 / Homage To Van Gogh / Anima Della Terra (cpo 1998); Stuttgarter Philharmoniker, Wolf-Dieter Hauschild/ Musica-viva-ensemble Dresden, Jürger Wirrmann/ Orchester des Internationalen Jugendfestspieltreffens Bayreuth 1984, Matthias Kuntzsch/ Soloists: Jirina Markova, Soprano, Gerda Maria Knauer, Alto, Miroslav Kopp, Tenor, Piotre Nowacki, Bass/ Ensemble Das Neue Werk, Hamburg, Dieter Cichewiecz
  • Kreutzer Quartet (2002) - String Quartets Nos. 1, 5, 6 ( Naxos 8.559091)
  • Kreutzer Quartet (2003) - String Quartets Nos. 2, 3, 4, 7 and 8 (Naxos 8.559152)
  • Gloria Coates: Symphonies Nos. 1, 7 & 14 (2006) (Naxos 8.559289)
  • Kreutzer Quartet (2010) - String Quartet No. 9, Solo Violin Sonata, Lyric Suite for Piano Trio (Naxos 8.559666)
  • Kreutzer Quartet - COATES, G.: String Quartets Nos. 1-9 (3-CD Box Set) (Naxos 8.503240)
  • Gloria Coates: Symphony No. 15 (2004–2005), Cantata da Requiem (1972), Transitions (1984) (Naxos 8.559371); Vienna Radio Symphony Orchestra/Boder, Teri Dunn (Sopran)/ Talisker Players, Ars Nova Ensemble Nuremberg/Heider (2007)
  • Gloria Coates: At Midnight (Tzadik New York, 2013)
  • EXPLORE AMERICA - String Quartet No. 1: Protestation Quartet (Naxos 8.559187)
  • BEZALY: Solo Flute From A to Z, Vol. 2 - Gloria Coates: Reaching for the Moon (Naxos BIS-CD-1259)
  • CLASS OF '38 - Symphony No. 15, "Homage to Mozart": III. What Are Stars (Naxos 8.557087)

Literatur[Bearbeiten]

  • Claudia Schweitzer et. al.: Annäherung XIII - Annäherung an sieben Komponistinnen. Kassel: Furore, 2003.
  • Komponisten in Bayern. Dokumente musikalischen Schaffens im 20. und 21. Jahrhundert, Band 54: Gloria Coates; Verlag Hans Schneider, Tutzing 2012; ISBN 978 386296 0347
  • Swed, Mark. Saturday, November 15th, 2014. "Gloria Coates' great oddity on display at REDCAT", Los Angeles Times.
  • Gisela SCHUBERT: „Gloria Coates“, in „Musik in Geschichte und Gegenwart“ (2. Auflage), Personenteil Bd. 2, Kassel 2001, S. 1281-1283
  • Christa JOST: "Gloria Coates“, in: Komponisten der Gegenwart, hg. Hans-Werner Heister und Walter-Wolfgang Sparrer, Berlin, 21. Mai 2001, 1-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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