Gloria Laura Vanderbilt

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Gloria Vanderbilt im Jahr 1958. Foto von Carl Van Vechten

Gloria Laura Vanderbilt (* 20. Februar 1924 in New York City) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Malerin, Designerin und Autorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gloria Laura Vanderbilt als Achtjährige mit ihrer Mutter

Gloria Laura ist die Tochter des Eisenbahn-Erben Reginald Claypoole Vanderbilt (1880–1925), Sohn von Cornelius Vanderbilt II (1843–1899) und Alice Claypoole Gwynne (1852–1934) und Ururenkelin des Commodore Cornelius Vanderbilt (1794–1877). Ihre Mutter war Gloria Morgan-Vanderbilt (1904–1965), Tochter von Harry Hays Morgan und Laura Delphine Kilpatrick. Ihre Tante, Lady Thelma Furness, Viscountess Furness (1904–1970), war die Zwillingsschwester ihrer Mutter und eine Geliebte von König Edward VIII. von Großbritannien. Diese stellte dem Duke of Windsor auch ihre Freundin, Wallis Simpson, vor.

Gloria Vanderbilt im Jahr 1958. Foto von Carl Van Vechten

Nach dem Tod ihres Vaters infolge Alkoholabusus wurde Gloria Laura Vanderbilt, gerade 15 Monate alt, Erbin eines vier Millionen US-Dollar Treuhandfonds. Als Vormund ihrer Tochter fungierte ihre Mutter. Später lebten sie in Paris und London, wo ihre Mutter und ihre Tante Thelma der High Society angehörten. Aufgrund von Gloria Morgans Lebenswandel und ihrer wechselnden Liebschaften, darunter eine lesbische Beziehung mit Lady Nadja Mountbatten, Marchioness of Milford Haven, strebte ihre Tante Gertrude Vanderbilt Whitney (1875–1942) das Sorgerecht für ihre Nichte an. Im Jahre 1934 standen ihre Mutter und ihre Tante Gertrude im Zentrum einer vielbeachteten Gerichtsauseinandersetzung um das Sorgerecht der damals 10-jährigen Gloria Laura Vanderbilt.[1] Das Gericht gab ihrer Tante Recht und so wuchs sie in Newport und Greenwich Village, umgeben von Cousins ihres Alters, auf. Sie hatte noch eine wesentlich ältere Halbschwester, Mary Cathleen Vanderbilt (1904–1944), aus der ersten Ehe ihres Vaters, Reginald Claypoole Vanderbilt, mit Cathleen Gebhardt Neilson (1882–1927).

Gloria Laura besuchte die Miss Porter’s School, eine auf das College vorbereitende Schule für Mädchen, in Farmington. Später studierte sie an der Art Students League of New York. Nachdem sie die Kontrolle über ihr Erbe erlangte, unterstützte sie ihre Mutter sporadisch. Ihre Mutter starb mittellos in Hollywood und wurde auf dem Friedhof in Culver City bestattet. Neben ihrer Malerei entwarf sie viele Produkte, darunter Bekleidung, Porzellan und Parfüm. In den 1970er Jahren vermarktete sie erfolgreich die Gloria Vanderbilt Designer Jeans - ihr Markenzeichen ist ein weißer Schwan. 2009 veröffentlichte sie den BDSM-Roman Obsession. An Erotic Tale (Ecco, New York).[2] Ihr Sohn aus der Ehe mit Wyatt Emory Cooper ist der CNN Moderator Anderson Cooper.[3]

Ehen und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leopold Stanislaus "Stan" (* 22. August 1950)
Christopher (* 31. Januar 1955)
Carter Vanderbilt Cooper (* 27. Januar 1965; † 22. Juli 1988 durch Suizid)
Anderson Cooper (* 3. Juni 1967), Journalist

Gloria Laura Vanderbilt hatte mehrere Beziehungen, darunter Howard Hughes (1905–1976), Frank Sinatra (1915–1998), Marlon Brando (1924–2004) und Gordon Parks (1912–2006).

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Love poems. Illustrated by Ann Bridges. World Pub. Co., Cleveland [1955].
  • Gloria Vanderbilt book of collage. With Alfred Allan Lewis. Van Nostrand Reinhold, New York [1970]. (Nachdrucke: 1978, 1981, ISBN 0-442-25403-2).
  • mit Phyllis Hingston Roderick: Gloria Vanderbilt designs for your home. Simon and Schuster, New York 1977, ISBN 0-671-22637-1.
  • Woman to woman. Doubleday, Garden City, NY 1979, ISBN 0-385-13645-5.
  • Once upon a time: a true story. Knopf, New York 1985, ISBN 0-394-54112-X.
  • Black knight, white knight . Knopf, New York 1987, ISBN 0-394-54412-9.
  • Never say good-bye: a novel. Knopf, New York 1989, ISBN 0-394-57155-X.
  • The memory book of Starr Faithfull: a novel. 1994. (deutsch: Ich erzähle es nur dir: das schockierende Tagebuch der Starr Faithfull. Aus dem Amerikanischen von Barbara Ostrop. BLT, [Bergisch Gladbach] 1998, ISBN 3-404-92005-8. - Auch als: Die abgewandte Seite des Lebens. 1995).
  • A mother’s story. Knopf, New York 1996, ISBN 0-679-45052-1.
  • It Seemed Important at the Time - A Romance Memoir. Simon & Schuster, New York 2004. (deutsch: Damals schien all das wichtig zu sein - Die Männer meines Lebens. Aus dem Amerikanischen von Andrea Stumpf. Schirmer/Mosel, München 2010, ISBN 978-3-8296-0516-8)
  • Obsession: an erotic tale. Ecco/HarperCollins, New York 2009, ISBN 978-0-06-173489-2. (deutsch: Die Bienenkönigin: Roman einer Begierde. Aus dem Amerikanischen von Teja Schwaner. Kiepenheuer, Berlin 2010, ISBN 978-3-378-00698-0).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gloria Vanderbilt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über den Gerichtsprozess Gloria Vanderbilt 1934 - ein Jahrhundertprozess. (englisch, abgerufen 1. Juli 2010)
  2. Klaus Brinkbäumer: Sex and the Altersheim, Spiegel Online, 29. Juni 2009.
  3. Anderson Cooper Will Not Receive an Inheritance From Mom Gloria Vanderbilt