Gloriana (Oper)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Werkdaten
Originaltitel: Gloriana
Originalsprache: englisch
Musik: Benjamin Britten
Libretto: William Plomer nach dem Roman Elizabeth and Essex von Lytton Strachey
Uraufführung: 8. Juni 1953
Ort der Uraufführung: Covent Garden, London
Spieldauer: 2 Stunden, 30 Minuten
Personen
  • Elisabeth I., Königin von England (Sopran)
  • Robert Devereux, Graf von Essex (Tenor)
  • Frances, Gräfin von Essex (Mezzosopran)
  • Charles Blount, Lord Mountjoy (Bariton)
  • Penelope, Lady Rich, Essex' Schwester (Sopran)
  • Sir Robert Cecil, Staatssekretär (Bariton)
  • Sir Walter Raleigh, Kommandant der Garde (Bass)
  • Henry Cuffe, ein Essex-Anhänger (Bariton)
  • Eine Hofdame (Sopran)
  • Ein blinder Balladensänger (Bass)
  • Der Stadtrichter von Norwich (Bass)
  • Eine Hausfrau (Mezzosopran)
  • Der Geist der Maske (Tenor)
  • Der Zeremonienmeister (Tenor)
  • Ein Ausrufer (Bariton)
  • Hofstaat, Offiziere, Soldaten, Diener, Volk (Chor)

Gloriana ist eine Oper von Benjamin Britten in drei Akten. Die Oper wurde 1953 uraufgeführt.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich eines Turnieres geraten Lord Mountjoy, dem die Königin den ersten Preis überreicht hat, und ihr eifersüchtiger Günstling Lord Essex aneinander. Die Königin trennt die Streitenden. Cecil warnt Elisabeth vor Essex. Dieser wiederum beschwert sich bei ihr, das Raleigh ihn daran hindere nach Irland zu gehen, um die dortige Rebellion niederzuschlagen.

Zweiter Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während eines Besuches der Königin in Norwich, wartet Essex ungeduldig darauf, von ihr nach Irland entsendet zu werden. Mountjoy und Penelope treffen sich zu einem heimlichen Rendezvous. Sie werden zufällig Zeugen eines Gespräches zwischen Lord und Lady Essex, in welchem der verärgerte Essex eine Revolte plant. Penelope und Mountjoy warnen ihn vor unüberlegten Schritten. Anlässlich eines Balles beleidigt die Königin Lady Essex, indem sie in einem Kleid der Lady erscheint. Dann aber gibt sie die Ernennung von Lord Essex als Oberbefehlshaber in Irland bekannt.

Dritter Akt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essex hat bei der Niederschlagung der Rebellion in Irland versagt. Er stürmt in die Zimmer der Königin, obwohl diese noch beim Ankleiden ist. Nachdem Cecil Elisabeth berichtet, dass Essex eine Revolte gegen sie plant, befiehlt sie den Lord zu verhaften. Auf den Straßen warten Gegner und Anhänger von Essex auf die Entscheidung der Königin. Trotz der Gnadengesuche von Mountjoy, Penelope und Lady Essex unterzeichnet die Königin schließlich das Todesurteil.

Epilog[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Königin führt ein imaginäres Zwiegespräch mit Essex und Cecil.

Hintergründe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Britten schrieb die Oper als Auftragswerk für die Krönung von Königin Elisabeth II. Bei der von John Pritchard dirigierten Uraufführung sang Joan Cross die Elisabeth und Peter Pears, Brittens Lebenspartner, sang den Essex. Die Choreographie der Tanzszenen stammte von John Cranko.

Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josephine Barstow, Philip Langridge, Dirigent: Charles Mackerras (CD, Argo)
  • Sarah Walker, Anthony Rolfe Johnson, Dirigent: Mark Elder (DVD, Arthaus)
  • Josephine Barstow, Tom Randle, Dirigent: Paul Daniel (DVD, Opus Arte)
  • Susan Bullock, Toby Spence, Dirigent: Richard Jones (DVD/Blu-ray, Opus Arte)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters, Piper Verlag
  • Das große Handbuch der Oper, Noetzel Verlag