Glosberg

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Glosberg
Stadt Kronach
Wappen von Glosberg
Koordinaten: 50° 17′ 16″ N, 11° 19′ 8″ O
Höhe: 378 (330–420) m
Einwohner: 390 (1. Feb. 2011)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96317
Vorwahl: 09261

Glosberg (fränkisch: „Gloschberch“) ist der nördlichste Stadtteil von Kronach im gleichnamigen Landkreis in Bayern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern liegt etwa sechs Kilometer nördlich von Kronach im Tal der Haßlach, am westlichen Hang des Rauscherbergs. Ein weiterer Teil des Ortes (genannt Neuglosberg) liegt im Talgrund an der B 85 anschließend an Gundelsdorf.

Einödhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Birkach
  • Letzenberg
  • Letzenhof
  • Vonz

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrtskirche "Mariä Geburt"

Glosberg liegt an der Haßlach. Durch den Ortskern zieht sich der Glosberger Graben, der im Nachbarort Gundelsdorf in die Haßlach mündet. An den Einödhöfen Vonz und Birkach sowie mehreren Fischteichen entlang zieht sich der Birkacher Graben, der bei Knellendorf ebenfalls in die Haßlach fließt. Der Reitscher Bach entspringt in der Glosberger Gemarkung und bildet in der unteren Hälfte bis zur Einmündung in die Haßlach die Grenze zur Nachbargemeinde Stockheim.

Wallfahrtskirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wallfahrten nach Glosberg finden seit 1530 statt. Im Zentrum des Ortes steht seit 1734 die katholische Wallfahrtskirche Mariä Geburt. Mit dem Bau wurde 1730 begonnen, nachdem drei Jahre zuvor die Marienstatue der einstigen Kapelle dreimal blutige Tränen geweint haben soll. Zum Wallfahrtsort gehört ein Waldweg, an dem die sieben Schmerzen Marias dargestellt sind und der an einer Waldkapelle auf dem Rauscherberg endet.[1]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Glosberg gibt es mehrere lebendige Vereine. Künstlerisch kann man im Theaterverein oder im Musikverein Glosberg tätig werden. Sportlich geht es im Fahrradverein Concordia Glosberg, bei den FCN-Freunden sowie im Spielverein zu. Die Freiwillige Feuerwehr schützt Hab und Gut des Dorfes. Die Vereine organisieren regelmäßige Veranstaltungen (Ausflüge, Feste, Aufführungen, Wettbewerbe), die seitens der Bevölkerung gut angenommen werden.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2006 gab es eine Bücherei im Pfarrheim des Ortes. Ein Schulgebäude mit zwei Klassenzimmern existierte von 1953 bis 2005 und wurde aufgrund der geringen Schülerzahlen geschlossen.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Säureharzdeponie nahe Birkach

In Glosberg und seiner Gemarkung gibt es drei Gasthäuser, eine Tankstelle, eine Kompostanlage und einen Wertstoffhof. Ab September 2010 wurde eine Säureharzdeponie nahe Birkach ausgehoben; dabei wurden ca. 3.000 Tonnen Säureharz und weitere 15.000 Tonnen belasteter Boden entsorgt.[2] Eine Kronacher Mineralölfirma hatte an dieser Stelle zwischen 1949 und 1962 Abfallprodukte aus der Ölaufbereitung eingebracht.[3] Zwischenzeitlich wurden nochmals ca. 200 Fässer gefunden, die bei früheren Probebohrungen nicht entdeckt worden waren. Diese Fässer befanden sich so nahe an der Kreisstraße 25, dass diese gesperrt und in einem Teilabschnitt abgetragen werden musste, um den Boden darunter entsorgen zu können.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://ssb-uhasslachtal.kirche-bamberg.de/pfarreien---kirchen/glosberg/wallfahrtskirche-mari----geburt--glosberg/index.html
  2. https://ausschreibungen.net/neue/ausschreibung/entsorgung/aushub-einer-ehemaligen-saeureharzdeponie-entsorgung-des-be.html#tender
  3. https://www.lfu.bayern.de/altlasten/flaechenrecycling/positivbeispiele/doc/kc_saeure.pdf
  4. Säureharz-Suche unter der Kreisstraße, InFranken.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Glosberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien